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Kulturtage 2022: Die Stadt Lohne gibt der Kultur eine große Bühne

Dr. Henrike Voet schwärmte zum Auftakt der Eventreihe vom "tollen Mix" aus nationalen Künstlern und heimischen Kulturschaffenden. Zwei Percussion-Talente und Chanson-Duo überzeugten musikalisch.

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Im Wechselspiel: Sängerin Ellen Gottschlich und Pianist Jörg Niedderer boten Chansons und Schlager in Kombination mit Briefzitaten und Anekdoten aus dem bewegten Leben von Luzie Uptmoor.    Foto: Timphaus

Im Wechselspiel: Sängerin Ellen Gottschlich und Pianist Jörg Niedderer boten Chansons und Schlager in Kombination mit Briefzitaten und Anekdoten aus dem bewegten Leben von Luzie Uptmoor.    Foto: Timphaus

Die Kultur ist zurück auf der großen Bühne – zumindest in der Stadt Lohne. Am Donnerstag hat Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet die 16. Lohner Kulturtage offiziell eröffnet. Zum Auftakt der Eventreihe mit 15 Veranstaltungen an 9 Tagen erinnerte sie an fast 2 Jahre kulturfreie Zeit aufgrund der Corona-Pandemie. Voet sagte: "Endlich holen wir Verpasstes nach."

Die 38-Jährige hob den Anspruch der Stadt hervor, kulturelle Bildung vor allem Kindern und Jugendlichen zukommen zu lassen. Mit Blick auf das Programm sprach sie von einem "tollen Mix" aus nationalen Künstlern mit Strahlkraft und engagierten heimischen Kulturschaffenden. Während der Kulturtage zeige sich die Vielfalt kulturellen Lebens in der Stadt.

Kleinkunstbühne „Chaméleon“ wird am Samstag eröffnet

Voet dankte allen Mitwirkenden – namentlich Cornelia Rothkegel-Hartke, der die in Corona-Zeiten nicht immer einfache Organisation oblag. Eine Diashow gab einen Ausblick auf die Veranstaltungen. Die Vorfreude auf kulturelle Leckerbissen weckte auch Vincent Kaufmann. Der Leiter der neuen Kleinkunstbühne "Chaméleon" an der Bahnhofstraße, die am Samstag ihre Eröffnung feiert, zeigte einen eindrucksvollen und äußerst professionell gemachten Film zur neuen Kulturstätte.

Die Mitglieder der Percussion Zentrale, Franz Diekmann (links) und Jakob Lesch, faszinierten mit ihrem Spiel auf dem Marimbaphon. Foto: TimphausDie Mitglieder der "Percussion Zentrale", Franz Diekmann (links) und Jakob Lesch, faszinierten mit ihrem Spiel auf dem Marimbaphon. Foto: Timphaus

Benno Dräger wies als Hausherr darauf hin, dass das Industriemuseum zum achten Mal als Veranstaltungsort für die Eröffnung der Kulturtage fungierte. Der ehrenamtliche Museumsleiter und Vorsitzende des Trägervereins zeigte sich erfreut, dass die Einrichtung sich erneut als "kultureller Leuchtturm" präsentieren dürfe.

„Lohne stellt einen kulturellen Ankerpunkt im ländlichen Raum dar.“Benno Dräger

Die Kulturtage als Beleg anführend, konstatierte Dräger, dass Kultur in der Stadt einen hohen Stellenwert habe. "Lohne stellt einen kulturellen Ankerpunkt im ländlichen Raum dar." Er zitierte den früheren Bundespräsidenten Johannes Rau: "Kunst und Kultur sind nicht wie Sahne auf dem Kuchen, die man dazunimmt, wenn es einem gut geht, sondern sie sind die Hefe im Teig." Dräger schloss seine Rede mit dem Aufruf: "Lassen Sie uns einige Stücke des Lohner Kulturkuchens genießen!"

Dass dieser Kuchen vorzüglich mundet, bewiesen sofort Franz Diekmann und Jakob Lesch. Die beiden Mitglieder der "Percussion Zentrale", einer Formation der Musikschule, faszinierten während der Eröffnung mit ihrem Spiel am Marimbaphon. Die Gymnasiasten bewiesen, dass sie zu Recht bereits mehrfach im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ mit Preisen ausgezeichnet wurden.

Jörg Niedderer ergänzte Ellen Gottschlich am Flügel virtuos – und überzeugte auch beim Spiel mit einer Ukulele.   Foto: TimphausJörg Niedderer ergänzte Ellen Gottschlich am Flügel virtuos – und überzeugte auch beim Spiel mit einer Ukulele.   Foto: Timphaus

Ebenso überzeugend präsentierten sich Jörg Niedderer und Ellen Gottschlich beim anschließenden Konzert. Das Duo aus Osnabrück, das sehr kurzfristig für die erkrankte Sängerin Stefanie Golisch eingesprungen war, bot eine bunte Mischung aus humorvollen und nachdenklichen Momenten. Im Wechselspiel von Musik mit Briefzitaten und Anekdoten brachten der Pianist und die Sängerin das bewegte Leben der Lohner Künstlerin Luzie Uptmoor näher.

Gottschlich sang ausdrucksstark und akzentuiert. Niedderer ergänzte sie am Flügel virtuos – und überzeugte auch beim Spiel mit einer Ukulele.

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