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Kulturpfad fordert einen ausgedehnten Spaziergang

31 Kunstwerke sind in der Gemeinde Lindern zu sehen.  Die Kulturwoche bildete den Ursprung des Weges.

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Trägt den Schalk im Nacken: Till Eulenspiegel, geschaffen 1999 von Martin Gödersmann, aufgestellt vor dem Rathaus. Fotos: Kock

Trägt den Schalk im Nacken: Till Eulenspiegel, geschaffen 1999 von Martin Gödersmann, aufgestellt vor dem Rathaus. Fotos: Kock

Die kalten Wintertage sind bald vorbei und der Frühling lockt nun mit höheren Temperaturen die Stubenhocker in die Natur. In Lindern bietet sich da der Kulturpfad an, auf dem 31 Kunstwerke zu sehen sind. Allein 15 Kunstwerke finden sich rund um den Markplatz, beim Rathaus und bei der Kirche. Bei der Grund- und Oberschule sind es drei sehenswerte Objekte. Beim neuen Kindergarten Thuiners Gorn sind zwei Kunstwerke aufgebaut, bei der Feuerwehr zwei Skulpturen, beim Regenrückhaltebecken und beim Seniorenzentrum sieben Kunstwerke und auch in Liener kann man zwei Objekte besichtigen.

Kunstbegeisterte wollten Kulturszene auf dem Land

Alle vier Jahre finden in der Gemeinde Lindern die „Linderner Kulturwochen“ statt. Das nächste Mal wäre 2023. Ihre Wurzeln haben die Wochen zu Beginn der 80er Jahre, als einige Kunstbegeisterte um Volkmar Grigull und den damaligen Landrat Alfons Schewe die Kulturszene auf dem Land etablierten. Inzwischen bieten die Linderner Kulturwochen die Chance, ein vielfältiges Spektrum zeitgenössischer Kunst und Kultur hautnah zu erfahren. Die Kulturwochen wurden ergänzt durch das Bildhauersymposium, welches 2003 erstmalig stattfand und seit dem 2007, 2011, 2015 und 2019 immer wieder ein Besuchermagnet war. Der Kulturpfad wurde jedes Mal um einige neue sehenswerte Kunstwerke ergänzt.

Wissensdurstig: das neugierige Kind, 2019 aufgestellt vor dem neuen Kindergarten  Thuiners Gorn“.Wissensdurstig: das neugierige Kind, 2019 aufgestellt vor dem neuen Kindergarten „Thuiners Gorn“.

Zu sehen sind unter anderem der Brunnen auf dem Marktplatz als Mittelpunkt der Gemeinde. Er soll die Südoldenburger Bauernhäuser darstellen, und am Rathaus Till Eulenspiegel, der öfter den Schalk in den Ratsaal treibt, aber auch für die guten Ratsbeschlüsse steht. Eine farbenfrohe Tierfamilie grüßt sehr zur Freude der Schüler und Schülerinnen auf dem Schulplatz, während „Das neugierige Kind“ Besucher der Kindertagesstätte „Thuiners Gorn“ erfreut. Weitere Stationen auf dem Kulturpfad sind beispielsweise die Kirchenmauer mit Farn als Naturdenkmal an der Kirche St. Katharina von Siena, die mehr als 200 Jahre alte Büter -Werkstatt, die Mühle Hermeling in Liener oder die Sonnenblume/Sonnenuhr am Regenrückhaltebecken.

"Kulturpfad Lindern Digital" erstellt

In den letzten Jahren waren es die Gästeführer, und hier besonders Heinrich Wichmann und Hedwig Schute, die gemeinsam mit Kunstinteressierten den Kulturpfad gingen. Zurzeit stehen allerdings, auch coronabedingt, keine Gästeführer mehr zur Verfügung. Heinrich Wichmann hat aber einen „Kulturpfad Lindern Digital“ erstellt, in Anlehnung an den Kulturpfadflyer der Gemeinde Lindern mit ergänzenden Erklärungen aus den Kulturwochen und begleitenden und zusammenfassenden Heften.


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