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Kultur im Jahr 2021: Bürgermeister ist optimistisch

Auch in Lastrup stiegen die Coronazahlen zuletzt an. Michael Kramer glaubt aber, dass Veranstaltungen möglich bleiben - wenn alle aufpassen.

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Es kann losgehen: Verena Rammler und Michael Kramer freuen sich, dass das Bürgerbüro fertig eingerichtet ist. Es wird ab Montag zu den normalen Rathauszeiten geöffnet sein. Foto: Meyer

Es kann losgehen: Verena Rammler und Michael Kramer freuen sich, dass das Bürgerbüro fertig eingerichtet ist. Es wird ab Montag zu den normalen Rathauszeiten geöffnet sein. Foto: Meyer

Während auch in Lastrup die Coronazahlen steigen, laufen im Bürgerhaus die Planungen für das kommende Jahr. Auch die im November angesetzten Auftritte sollen - so der aktuelle Stand - weiterhin stattfinden.  Für den Comedyabend mit Newcomer Johannes Floehr  am Samstag, 2. November, gibt es noch einige Tickets, bestätigt Kulturmanagerin Verena Rammler.

Am Dienstag, 17. November, inszeniert der Münsteraner Schauspieler und Autor Christoph Tiemann die Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ als Live-Hörspiel. Auch dafür sind Karten zu haben. Verena Rammler ist überzeugt, dass die Infektionsgefahr in der Kulturscheune beherrschbar bleibt. Mitte September gastierte die Kabarettistin Katinka Buddenkotte bereits dort. „Unser Sicherheitskonzept hat gegriffen und die Besucher verhielten sich sehr diszipliniert“,  lobt die Rathausmitarbeiterin. Allerdings hat sich die Situation seitdem kreisweit zugespitzt. In Lastrup wurden vergangene Woche weitere neue Fälle gemeldet. Vorausgegangen sei eine Hochzeit mit 50 Gästen, weiß Bürgermeister Michael Kramer. Er warnt: „Es kommt entscheidend auf das persönliche Verhalten an.“ Dennoch glaubt er, dass Veranstaltungen in angemessenem Rahmen nach wie vor stattfinden können.

Kulturprogramm für 2021 steht

Und das sollen sie in Lastrup auch im kommenden Jahr. 7 Künstler hat Verena Rammler für die erste Jahreshälfte 2021 gebucht. Den Anfang macht das Berliner Duo Esther Lorenz und Peter Kuhz. Im Gepäck haben sie portugiesische und spanische Musik, darunter Bossa Nova und Bolero sowie sephardische Gesänge der jüdischen Kultur Spaniens. Im Februar folgt mit Martin Fromme ein Kabarettist, der die Kritiker bundesweit mit seinem trockenen, nicht selten schwarzen Humor begeistert. Ähnlich interessant geht es bis zum Juli weiter. Das Ziel: Jeden Monat soll in der Kulturscheune etwas los sein.  Die Karten möchte Verena Rammler möglichst vor Weihnachten anbieten.

Noch ist nicht absehbar, wann wieder echte Großveranstaltungen mit vielen Besuchern möglich sein werden. Eine davon möchte die Gemeinde im nächsten Spätsommer ausrichten. Das Kunst- und Kulturfest und der OM-Familientag stehen am ersten Septemberwochenende an. 30.000 Gäste werden dazu erwartet. Was derzeit unvorstellbar klingt, ist für Michael Kramer aber keine Utopie. „Ich hoffe, dass wir bis dahin einen Impfstoff haben.“ Der Familientag steht seit vier Jahren im Kalender des Bürgermeisters. Ihn ausfallen zu lassen, ist derzeit im Rathaus aber kein Thema. Und auch der Tag der offenen Tür im neuen Bürgerhaus soll irgendwann nachgeholt werden.

„Wir wollten die Aufgaben voneinander trennen, um den Service für unsere Bürger zu erhöhen“Michael Kramer zur neuen Stelle der Kulturmanagerin

Inzwischen erfüllen die Lastruper das Haus bereits mit Leben. Das neue Bürgerbüro  ist ab Montag geöffnet. Ihren Arbeitsplatz hat Verena Rammler weitgehend eingerichtet. „Nur ein paar Bilder fehlen noch“. Doch schon jetzt fühlt sie sich pudelwohl. „Die Räume sind einfach toll, das sagt jeder, der das Bürgerhaus besucht.“ Das Büro wurde im Untergeschoss untergebracht, direkt neben dem Trauzimmer. Wer eine Verwaltungsangelegenheit erledigen muss, kann damit weiterhin zum benachbarten Rathaus gehen. „Wir wollten die Aufgaben voneinander trennen, um den Service für unsere Bürger zu erhöhen“, erklärt Michael Kramer. Der Bürgermeister freut sich, dass Verena Rammler den Job übernommen hat. „Sie ist offen und sympathisch und hat ein Gespür dafür, was bei den Lastrupern ankommt.“  Nur auf das Zentrum werde sich das kulturelle Leben in Lastrup aber nicht konzentrieren, betont Kramer. Mit Hilfe der Gemeinde sollen auch die Dörfer größere Events anbieten können, ohne dabei finanzielle Risiken eingehen zu müssen.

Das Bürgerhaus darf übrigens von jedem genutzt werden. Die beiden Versammlungsräume bieten technisch alle Möglichkeiten. Feierlichkeiten, etwa Hochzeiten, Geburtstage oder Bälle, sind in dem Gebäude jedoch nicht möglich. „Wir wollen den Wirten keine Konkurrenz machen“, sagt Kramer. Sollte die Pandemie überwunden sein, kann auch das geplante Vereinscafé starten. Vereine und Gruppen sollen an den Sonntagen dort Kaffee und Kuchen verkaufen dürfen, um die eigene Kasse aufzubessern und gleichzeitig Werbung für sich zu machen. Die Nutzung ist - wie alles im Haus - kostenfrei. „Das Nest ist gemacht“, sagt Michael Kramer.

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