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Konzertauftakt im Gulfhaus: Sänger Grundhass rockt die Bühne

Der Sänger "Grundhass" hat am Freitag im Innenhof des Gulfhauses den Auftakt gemacht. Das Konzert ist das erste in einer Reihe von vielen Veranstaltungen.

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Mit Abstand und Frischluft: Dem Auftritt von Grundhass sollen weitere Veranstaltungen folgen. Fotos: Wenzel

Mit Abstand und Frischluft: Dem Auftritt von Grundhass sollen weitere Veranstaltungen folgen. Fotos: Wenzel

"Schön, dass ihr da seid. Ich bin Grundhass", heißt es am Freitag von der Bühne im Innenhof. Der Name ist jedoch nicht Programm: Bei dem Konzertauftakt des Gulfhauses begeistert der Sänger Grundhass die Zuschauer. Nach der langen Corona-Pause ist die Anspannung groß.

Seit über einem Jahr gab es in der Vechtaer Kultureinrichtung keine Auftritte mehr. "Wir haben wirklich Vollstopp gehabt," erklärt Veranstalter Steffen Helms. "Wir sind froh, dass wir wieder starten können." Für den Konzertauftakt fragte der Jugendkulturverein bei der Agentur von Afdreiht und Buten an, ob Künstler bereit wären, im Gulfhaus zu spielen. Es habe sehr viele Antworten gegeben. Helms betont jedoch: §Wir wollen aber erst klein anfangen."

Publikum ist auf 150 Personen begrenzt

Das Konzert findet im Innenhof des Gulfhauses statt. Getränke gibt es drinnen. Das Publikum ist auf 150 Personen begrenzt. Dafür wird das Konzert live gestreamt. Mit Anmeldung können die Zuschauer sogar ohne Maske an ihrem Platz abrocken. Darüber hinaus soll nur ein Künstler auftreten.

Die Wahl fiel auf Grundhass. Ein Musiker namens Steffen aus Berlin. Er möchte nur mit Vornamen genannt werden. Selbst beschrieben als Mix aus "Knochenfabrik" und "Wir sind Helden", kombiniert er Punkrock, Pop und Folk. Auch mit Akustikgitarre rockt er gut ab. Steffen erzählt, dass der Termin mit Bleistift eingetragen gewesen sei. Als er tatsächlich stattfinden konnte, war er überrascht. Er sei begeistert vom Gulfhaus. In Berlin, "da gibt’s sowas nicht". Auch in dem Dorf seiner Kindheit hätte es nichts Vergleichbares gegeben. "Wenn es bei mir sowas gegeben hätte, wäre ich nicht so verkorkst geworden," scherzt er. Die Stimmung unterscheide sich von der Subkultur in Berlin. Dort spiele man, um sich zu beweisen – hier, weil man Bock darauf hat. Neu dabei ist sein Drummer Daniel, oder wie er auf der Bühne heißt: Tonic. Die beiden haben sich über Freunde kennengelernt und durch die Musik angefreundet. Zufälligerweise sind sie beide im Sauerland aufgewachsen – aber an verschiedenen Orten.

Erfahrung mit Live-Auftritten hat Steffen schon gesammelt. Seit 2013 spielt er vor Publikum. Seit 2020 sogar ohne. Als Releasekonzert seines Debütalbums "Wenig los" spielte er im Badehaus Berlin – ohne Publikum. Das Konzert wurde live gestreamt. Im Gulfhaus spielt er das erste Mal sein Album vor Publikum. Und das mit Erfolg.

Von Covern bekannter Songs bis zu traurigen Liedern ist alles dabei

Obwohl die Plätze coronabedingt nicht verlassen werden dürfen, tanzen Zuschauer mit. Auch die Rufe nach einer Zugabe scheinen zuerst nicht aufzuhören. Steffen erzählt zwar, dass es ungewohnt sei, nicht mehr alleine auf der Bühne zu sein, doch die Dynamik zwischen ihm und Tonic unterhält das Publikum.

Von Covern bekannter Songs bis zu traurigen Liedern ist alles dabei. Steffen scherzt, die ernsteren Lieder seien so „düster wie ein Dunkelbier.“ Ihm ist es wichtig, einen Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Und das gelingt ihm. Selbst bei den traurigen Liedern kippt die heitere Stimmung nicht.

Auch Tonic zieht das Publikum auf seine Seite. In den kurzen Pausen unterhält er die Zuhörer mit Witzen und Anekdoten. Besonders beliebt ist seine Produktempfehlung von bestimmten Energydrinks. Steffen beschreibt die Stimmung so: „Es ist so unglaublich, vor Menschen zu spielen.“ Tonic stimmt zu.

Auch an seinem Platz kann getanzt werden. Foto: E.WenzelAuch an seinem Platz kann getanzt werden. Foto: E.Wenzel

Das Publikum ist derselben Meinung: "Man hat es sehr, sehr vermisst," sagt Christoph Möller. "Das ist das erste Konzert seit fast anderthalb Jahren." Normalerweise gehe er mit seinen Freunden oft zu Konzerten. Das war schon lange nicht mehr möglich. Anne Bokop stimmt ihm zu; sie sei sehr aufgeregt. Auch von zu Hause schauen Leute zu. Der Livestream hat um die 20 Zuschauer.

In den kommenden Wochen werden in dem Jugend- und Kulturzentrum weitere Veranstaltungen stattfinden. Bei einer Inzidenz unter 35 ist zudem die Abendkasse geöffnet. Das Konzert der Jacob Fortyhands am 25. Juni ist bereits ausverkauft.

  • Info: Weitere Informationen zu den kommenden Veranstaltungen finden Sie hier.

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