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Komponist, Arrangeur und Beatboxer: Andreas Kuchs Auftritt im Friesoyther Kulturzentrum

Der gelernte Kirchen- und Schulmusiker hat eine große Leidenschaft für A-Capella-Musik. Der Sänger der Band "Viva Voce" ist nun mit seinem Soloprogramm unterwegs.

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Außergewöhnlich: Mit seinem Soloprogramm, „Lassen Sie Ihr Leben nicht unbeaufsichtigt“ trat Andreas Kuch in der Wassermühle Friesoythe auf. Foto: Passmann

Außergewöhnlich: Mit seinem Soloprogramm, „Lassen Sie Ihr Leben nicht unbeaufsichtigt“ trat Andreas Kuch in der Wassermühle Friesoythe auf. Foto: Passmann

Es ist in jedem Fall eine gute Idee, sein Leben genau im Blick zu behalten. Zu dieser Erkenntnis kam Andreas Kuch, Komponist, Arrangeur, Beatboxer am vergangenen Mittwochabend bei seinem Konzert im Kulturzentrum „Alte Wassermühle“ in Friesoythe. Dort trat der gelernte Kirchen- und Schulmusiker auf Einladung des Mühlenvereins Friesoythe im Rahmen des 25-jährigen Bestehens mit seinem Soloprogramm „Lassen Sie Ihr Leben nicht unbeaufsichtigt“ auf.

Der vielseitige Musiker ist der Enkel des früheren Realschulleiters Ingo Maria Voss, der sich um den Mühlenverein sehr verdient gemacht hat. Hauptberuflich ist Andreas Kuch als Sänger und Beatboxer der A-Capella-Band „Viva Voce“ unterwegs. Beim Beatboxen imitierte Kuch Schlagzeug- und andere Percussion-Rhythmen mit Mund, Nase und Rachen und das in sehr eindrucksvoller Weise.

Frage nach dem Sinn und Unsinn des Lebens

In seinem Soloprogramm „genießt er es sehr“, mal Dinge zu tun, ohne dass ihm jemand reinredet. Wirren sind menschlich, sagt man, deswegen macht sich Andreas Kuch in einer Welt voller Regeln und Vorschriften auf die Suche nach dem Irrweg im Alltagstrott. Es sind die unbeantworteten Fragen nach Sinn und Unsinn des Lebens, die ihn innehalten und resümieren lassen, in nachdenklichen Texten und Klängen, wenn Worte um eine Antwort verlegen sind.

Mit Witz, Verstand und Musik versuchte dieser Abend, neue Blickwinkel im Alltäglichen sowie Schlupflöcher in Vorschriften zu finden. Und wenn am Ende nach wie vor keine Antworten gefunden sein sollten, so ist es vielleicht doch möglich, die Fragen ein bisschen besser zu leben. In jedem Fall ist es eine gute Idee, sein Leben genau im Blick zu behalten“, meinte Kuch.

Bewaffnet mit der Erkenntnis, einer verwirrenden Welt am besten durch Verwirrung zu begegnen, machte sich Andreas Kuch auf die Suche nach Sinn, nach Logik und Erklärung. Doch was er findet, ist etwas ganz anderes: Musik voll eigentümlicher Schönheit, die sich gegenüber stilistischer Einordnung hartnäckig verschließt.

Intelligente und nachdenkliche Texte

Ruhige, fließende Klavierklänge; nachdenkliche, dabei jedoch intelligente Texte – abseits vom Einheitsbrei seichten Deutschpops; ungewohnt farbige und vielfältige Harmonien; und doch jederzeit die Möglichkeit, in den großen, orchestralen Sound, in mitreißenden Groove oder wahnwitzige Virtuosität auszubrechen. Völlig unfähig, sich auf ein Instrument, eine Stilistik oder ein Tätigkeitsfeld festzulegen, ist er, Kuch, am ehesten Musiker.

Seine ganz große Leidenschaft ist die A-Capella-Musik und die demonstrierte der 34-Jährige an diesem Abend in Perfektion. Kuch war in seinem Musikerelement. Das mag auch am Ambiente der Wassermühle gelegen haben, denn schon als 20-Jähriger trat er hier mit einem sehr kreativen Programm auf. Mit vielen Tipps, das Leben weiterhin im Griff zu behalten, traten die begeisternden Besucher die Heimreise an.

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