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Kleinkunstbühne Lohne nimmt am 23. April den Betrieb auf

"Chaméleon" heißt die neue Kultureinrichtung der Stadt an der Bahnhofstraße 7. Betreiber ist der Verein "Bühnentalente". Die Kosten liegen bei 360.000 Euro für 3 Jahre. Das Land fördert das Projekt.

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Eine Bühne für Kleinkunst: Auf die Eröffnung der neuen Kultureinrichtung freuen sich (von links) Marketingreferentin Anne Nußwaldt, Vincent Kaufmann und Johanna Schmoll von den „Bühnentalenten“ sowie Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet. Foto: Timphaus

Eine Bühne für Kleinkunst: Auf die Eröffnung der neuen Kultureinrichtung freuen sich (von links) Marketingreferentin Anne Nußwaldt, Vincent Kaufmann und Johanna Schmoll von den „Bühnentalenten“ sowie Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet. Foto: Timphaus

Die Kleinkunstbühne "Chaméleon" nimmt während der Lohner Kulturtage (21. bis 29. April) den Betrieb auf. Die neue Kultureinrichtung der Stadt Lohne, die künftig vom Lohner Verein "Bühnentalente" betrieben wird, befindet sich im Kellergeschoss des Wohn- und Geschäftshauses Heilmann an der Bahnhofstraße 7.

Die offizielle Eröffnung erfolgt am 23. April (Samstag), von 11 bis 13 Uhr, mit geladenen Gästen. Ab 14 Uhr schließt sich ein Tag der offenen Tür an. Um 20 Uhr präsentiert Stefan Middendorf mit weiteren Akteuren unter dem Titel "Premierenfieber" eine Musical-Revue, unter anderem mit Stücken des kürzlich verstorbenen Stephen Sondheim ("West Side Story").

Während eines Pressegesprächs sagte Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet, dass Lohne über ein "erstaunlich hochwertiges und umfassendes Kulturangebot" für eine Stadt dieser Größenordnung verfüge. Sie lobte die Arbeit von Vereinen und Institutionen und zählte unter anderem die Musikschule, die Musical-AG, "Stage 7" und die Freilichtbühne auf.

Sie bietet Kleinkunst eine Bühne: Johanna Schmoll. Foto: TimphausSie bietet Kleinkunst eine Bühne: Johanna Schmoll. Foto: Timphaus

Laut Voet mangelte es bisher jedoch an einer niederschwelligen und kostengünstigen Auftrittsmöglichkeit. "Diese Lücke soll die Kleinkunstbühne schließen." Kultur sei ein weicher Wirtschaftsfaktor. Das vornehmlich ehrenamtliche Engagement benötige Unterstützung, die die Stadt durch finanzielle Zuschüsse leiste. Die Bürgermeisterin dankte den "Bühnentalenten" für ihren Einsatz.

Anne Nußwaldt ging auf die Genese des Projekts ein. Die Leiterin der städtischen Abteilung Marketing, Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit führte aus, dass es erste Überlegungen zum Aufbau einer Kleinkunstbühne bereits 2019 gegeben habe. Sie nannte Vincent Kaufmann, den Vorsitzenden der "Bühnentalente", als Initiator. Die Suche nach einem geeigneten Standort habe viel Zeit in Anspruch genommen – bis schließlich die Immobilie Heilmann in den Fokus trat. "Das war ein Sechser im Lotto."

Projekt kostet etwa 360.000 Euro für 3 Jahre

Kultur im Keller – das hat nicht nur für Voet "etwas Großstädtisches". Seit Herbst 2021 richteten die "Bühnentalente" mit großem ehrenamtlichen Engagement die Räume ein. Ob Bühnenpodeste, Licht- und Tontechnik, Traversen oder Bestuhlung: Viel war zu bedenken. "Lieferverzögerungen aufgrund der Corona-Pandemie haben die Herrichtung erschwert", sagte Nußwaldt. Wie aufs Stichwort klingelte der Paketbote, um die ersehnten Regale zu liefern.

Die Stadt finanziert das Projekt mit Fördermitteln aus dem Landesprogramm "Zukunftsräume". Etwa 215.000 Euro stehen in den kommenden 3 Jahren zur Verfügung. Die Stadt gibt weitere 115.000 Euro, die „Bühnentalente“ zahlen über eine Pacht etwa 30.000 Euro. Macht zusammen knapp 360.000 Euro.

Kaufmann sagte, dass die Kleinkunstbühne allen Bürgern einen einfachen Zugang zu Kultur ermöglichen wolle – sowohl Künstlern und Kreativen als auch Rezipienten. Geboten werde ein voll ausgestatteter Veranstaltungsraum für 80 bis 100 Zuschauer mit Gastronomiebereich, verschiedenen Bestuhlungsoptionen, Bühne, Licht- und Tontechnik. "Es soll ein kreativ-kultureller Raum entstehen; flexibel und wandelbar." Daher auch der Name: "Chaméleon".

Johanna Schmoll ist hauptamtliche Kraft

Ob Varieté, Lesung, Konzert, Ausstellung, Poetry Slam oder VR-Musical: Die Möglichkeiten zur künstlerischen Entfaltung sind laut Kaufmann "quasi unbegrenzt". Ein dauerhafter Nutzer sei beispielsweise der Verein "Art.Lab". Er bezeichnete die Kleinkunstbühne als "Brutstätte für neue Künstler".

Als hauptamtliche Kraft mit 20 Wochenstunden ist Johanna Schmoll in der Kleinkunstbühne tätig. Sie widmet sich der Akquise von Künstlern, organisiert Events, koordiniert und organisiert. Die 24-Jährige lebt in Osnabrück und ist in Lohne bisher als Gesangslehrerin an der Musikschule und der Musical-AG des Gymnasiums in Erscheinung getreten. Sie hat außerdem beim VR-Musical der "Bühnentalente" mitgewirkt.

  • Info: Johanna Schmoll ist donnerstags und freitags in der Kleinkunstbühne „Chaméleon“ anzutreffen. Für Fragen und Ideen ist sie per E-Mail an schmoll@buehnentalente.de oder info@buehnentalente.de erreichbar.

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