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"Kleine Steinfelder Galerie" feiert am 23. April ihre Neueröffnung

Nach dem Umzug in einen Anbau an ihr Wohnhaus und Atelier freuen sich Ute und David Beavan auf den Neustart. Sie wollen auch einen Beitrag zum deutsch-britischen Kulturaustausch leisten.

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Ute und David Beavan laden zur Neueröffnung der "Kleinen Steinfelder Galerie" (Zum Uhlenmoor) ein.   Foto: Bernholt

Ute und David Beavan laden zur Neueröffnung der "Kleinen Steinfelder Galerie" (Zum Uhlenmoor) ein.   Foto: Bernholt

Die "Kleine Steinfelder Galerie" kehrt zurück. Die Kulturstätte, die Ute und David Beavan bis 2019 insgesamt 8 Jahre lang am Marktplatz in Steinfeld betrieben, feiert nach dem Umzug ans Uhlenmoor am 23. April (Samstag) ihre Neueröffnung.

Mit dem circa 80 Quadratmeter großen Anbau an sein Wohnhaus und Atelier, der besonders mit den 4 Meter hohen Decken und viel Licht zu beeindrucken weiß, will das Ehepaar einen Begegnungsort mit besonderem Charme schaffen – und einen Beitrag zum deutsch-britischen Kulturaustausch leisten. "Wir wollen anders sein – und etwas anderes bieten", sagt der 63-jährige Kunstmaler.

Dreimal pro Jahr zeigen künftig Künstler aus Deutschland und Großbritannien ihre Malereien, Zeichnungen, Grafiken und Fotografien. Zwischen diesen Ausstellungen präsentieren die Beavans unter dem Titel „Gallery's Choice“ ausgewählte Arbeiten namhafter Künstler wie Gerhard Richter, Pablo Picasso, Sigmar Polke, Egon Schiele oder Horst Janssen – die Sammlung ist über vier Jahrzehnte gewachsen – sowie aufstrebender Kreativer, die sie auch verkaufen. Außerdem bieten die Galerie und der weitläufige Garten eine spannende Location für Konzerte, Lesungen und Vorträge.

Ein Kunstrefugium: Viel Platz bietet sich im Domizil des Ehepaares Beavan am Rande des Steinfelder Industriegebiets. Foto: BernholtEin Kunstrefugium: Viel Platz bietet sich im Domizil des Ehepaares Beavan am Rande des Steinfelder Industriegebiets. Foto: Bernholt

Doch das ist noch nicht alles: Im Gedenken an den verstorbenen Literaten und OV-Redakteur Dirk Dasenbrock (1954-2021), mit dem das Ehepaar eng befreundet war, richtet David Beavan im Garten eine "Poets' Corner" ein. Um das Programm zu präsentieren, geben die Beavans künftig jährlich ein "Scrapbook" – "eine handgemachte Gazette", so Ute Beavan – heraus.

Die 60-jährige Designerin blickt auf die Anfänge der "Kleinen Steinfelder Galerie" am Marktplatz zurück. 2011 eröffnet, habe sich die Location schnell zu einer beliebten Kulturstätte entwickelt. 2019 entschloss sich das Ehepaar dann zu einem Cut. "Wir wollten eine Galerie betreiben, die täglich geöffnet hat, mit flexiblen Öffnungszeiten. Das war im Ortskern nicht zu gewährleisten."

Garten ist in das Gesamtkonzept eingebunden

So reifte die Idee eines Anbaus. Eine Wiedereröffnung im Sommer 2020 war das erste Ziel. Durch die Corona-Pandemie und die zwischenzeitliche Schließung des Ladens, den Ute Beavan in Diepholz betrieb, entwickelte sich das Projekt sukzessive weiter. "Mit Corona begann das Feintuning", sagt David Beavan, der die Einbindung des Gartens mit seinen vielen "Wohlfühlinseln" ins Gesamtkonzept als ein Beispiel nennt.

Das Steinfelder Ehepaar gibt an, mit der "Kleinen Steinfelder Galerie" einen Raum für Kunst und Kultur in der Provinz schaffen zu wollen. Laut David Beavan liege dies durchaus im Trend. "Viele Kunstgalerien zieht es mittlerweile raus aus der Großstadt", sagt er. Er betont die exzellente Lage der Galerie und die gute A1-Anbindung.

Denn die Zielgruppe der Beavans ist eher überregional angelegt. Gleichzeitig wollen sie durch den offenen Charakter aber auch Hemmschwellen abbauen. "Eine klassische Galerie schreckt oft ab. Wir wollen ein Fenster für Kunst und Kultur öffnen", beschreibt es Ute Beavan. Auch sie hebt auf die Lage unweit der Landesstraße 846 am Rande des Steinfelder Industriegebiets ab. "Dadurch sind wir gut für Wochenendausflüge und Radtouristen erreichbar."

80 Quadratmeter und 4 Meter hohe Decken: Der Anbau an das Wohnhaus und Atelier ist im Laufe von knapp 3 Jahren entstanden. Foto: Bernholt80 Quadratmeter und 4 Meter hohe Decken: Der Anbau an das Wohnhaus und Atelier ist im Laufe von knapp 3 Jahren entstanden. Foto: Bernholt

Und schließlich verfolgt das Ehepaar einen Bildungsauftrag. "Wir möchten gerne mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten", sagt Ute Beavan. Die "Kleine Steinfelder Galerie" sei laut ihrem Mann auch eine Antwort auf den Brexit. Er wünscht sich ausdrücklich, dass perspektivisch auch Vorträge und politische Runden in der Galerie oder im Garten stattfinden. Einen prominenten Referenten hat er bereits am Haken: David McAllister, früherer Ministerpräsident Niedersachsens und heute Mitglied im Europäischen Parlament. Er hat auch das Vorwort in der ersten Ausgabe des „Scrapbooks“ geschrieben.

  • Info: Die „Kleine Steinfelder Galerie“ (Zum Uhlenmoor 3) feiert am 23. April (Samstag) ihre Neueröffnung. Beginn ist um 11 Uhr. Zum Auftakt stellen Heather Libson (London) und Dragan Prgomelja (Hamburg) ihre Werke aus.
Ein deutsch-britisches Duo: Ute und David Beavan. Foto: BernholtEin deutsch-britisches Duo: Ute und David Beavan. Foto: Bernholt

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