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Kirchenmusiker interpretiert den Kreuzweg

Besinnliche Klänge und Texte zur Vorbereitung auf das Osterfest erlebten rund 40 Musikfreunde am Sonntagabend mit Stephan Christ in der Bether Basilika.

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Dank für musikalische Interpretationen: Bethens Pastoralreferentin Merve Telaar überreichte dem Organisten Stephan Christ (links) eine Urkunde für die Patenschaft einer Orgelpfeife.  Foto: Heidkamp <br>

Dank für musikalische Interpretationen: Bethens Pastoralreferentin Merve Telaar überreichte dem Organisten Stephan Christ (links) eine Urkunde für die Patenschaft einer Orgelpfeife. Foto: Heidkamp

Die Kar- und Oster­tage sowie die Passion Christi waren für Kirchenmusiker aller Jahrhunderte eine Herausforderung. Der Cloppenburger Organist Stephan Christ und die Bether Pastoralreferentin Merve Telaar hatten Sonntagabend in der Basilika St. Marien in Bethen eine kirchenmusikalische Andacht zusammengestellt, die sich inhaltlich der Betrachtung der sieben letzten Worte Jesu am Kreuz widmete.

Die vier Evangelisten überliefern verschiedene Worte beziehungsweise Sätze des am Kreuz sterbenden Jesus. „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist“, waren nach dem Evangelisten Johannes die letzten Worte Jesu. Seit Langem gibt es die Tradition, diese sieben Worte zusammenzustellen, um damit das Passionsgeschenken den gläubigen Christen näherzubringen und auf diese Weise die Liturgie der Karwoche zu ergänzen.

Der Einzug Jesu Christi in Jerusalem, seine Verurteilung zum Tode, der Leidensweg mit dem Kreuz auf den Schultern zum Berg Golgatha, der anschließende Tod durch die Kreuzigung – „bei der Vorbereitung auf diesen Abend sind wir schnell auf das Thema Kreuzweg gekommen“, erklärte Pastoralreferentin Merve Telaar. Dieses Thema passe gerade in die heutige Zeit, in der viele Menschen Enttäuschung, Trauer, Verlust spürten.

Patenschaft für eine Orgelpfeife

Als Dank für seine musikalischen Interpretationen erhielt Stephan Christ eine Urkunde über eine Patenschaft für die Orgelpfeife mit dem Ton C1 aus dem Register Cor Anglais 16´ überreicht.

Noch knapp eine Woche bis Ostern – aber eine festliche Stimmung, das schöne, alte Gefühl, will sich nicht so recht einstellen. In einer Zeit, in der das Corona­virus die Schlagzeilen beherrscht und alles andere vergessen lässt. Da nutzten Freundinnen und Freunde kirchenmusikalischen Könnens die derzeit rare Gelegenheit und genossen in der Basilika eine besondere Einstimmung auf das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Rund 40 Musikfreunde boten der Veranstaltung, bei der im Anschluss zugunsten der neuen Kirchenorgel gespendet werden konnte, einen würdigen Rahmen.

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