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Keine Zeit zum Bleistiftkauen: Elsbeth Wolke veröffentlicht ihr erstes Buch

Die ehemalige Lehrerin wird am 17. Mai ihr erstes Werk in der Grundschule Cappeln vorstellen. Dort hat sie viele Jahre als Leiterin gewirkt und nun ihre Erinnerungen zu Papier gebracht.

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Fertig: Elsbeth Wolke hat mehrere Monate an ihrem Buch geschrieben. Foto: Vorwerk

Fertig: Elsbeth Wolke hat mehrere Monate an ihrem Buch geschrieben. Foto: Vorwerk

Den Bleistift nimmt Elsbeth Wolke nur für das Foto in den Mund. Er ist eine Anspielung auf den Titel ihres ersten Buches, das sie am Dienstag (7. Mai) um 18.30 Uhr in der Aula der Grundschule Cappeln vorstellen möchte. "40 abgekaute Bleistifte" heißt der Schmöker, in dem sie die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren lässt. Die Überschrift ist einem Vorurteil geschuldet, mit dem sie sich in ihrer Zeit als Lehrerin und Schulleiterin mehrfach konfrontiert sah: "Na, was hast du denn heute den ganzen Tag gemacht? Rumgesessen und Bleistifte abgekaut?"

"Schule ist viel mehr als nur Wissen zu vermitteln", sagt die Emstekerin, die schon vor ihrem Abschied in den Ruhestand den festen Vorsatz hatte, ihre Erinnerungen niederzuschreiben. Einige Notizen hat sie sich im Laufe der Jahre gemacht – zumeist lustige Begegnungen und Begebenheiten der Schüler. Vieles ist ihr aber auch noch sehr präsent, wie die Farbe des Pullovers, den der Schulinspektor bei seinem ersten Besuch getragen hat. Hatte sie Zweifel, recherchierte sie nach, wie bei ihrem Kollegen Florian Voigt, der besonders bei musikalischen Aufführungen ihr Ansprechpartner war. Zur Buchvorstellung wird er einmal mehr zur Gitarre greifen und die Zuhörer zwischen den Textvorträgen unterhalten.

Keine Abrechnung mit einzelnen Personen

Es ist keine Abrechnung mit Einzelnen und selbst die "Guten" bekommen von Elsbeth, die sich selber Hanna in ihrem Buch nennt, einen anderen Namen verpasst. Ohne Kritik kommt eine solche Rückschau aber auch nicht aus, besonders wenn es um das Schulsystem und zusätzliche Aufgaben für die Lehrkräfte und das weitere Personal geht. Auch wenn die handelnden Personen anonymisiert wurden, "einige werden sich sicherlich wiedererkennen".

"Ich habe aber nichts geschrieben, was Leute beleidigen würde", macht sie deutlich. Um auf Nummer sicher zu gehen, hat sie sich einen Kollegen ins Boot geholt, der das fertige Manuskript gelesen hat und nicht vor ehrlicher Kritik zurückschreckt. Im Ergebnis wurden dann auch Passagen gestrichen. "Peter Boog ist ein grundehrlicher Mensch und diese Kritik ist mir sehr wichtig", stellt die 64-Jährige klar. Und wenn sie jemanden auf die Schippe nimmt, dann höchstens sich selbst und ihre limitierten Fähigkeiten im Umgang mit Computern. Das Manuskript für ihr Buch hat sie aber höchstpersönlich in den Laptop geschrieben.

Als Zielgruppe für das Buch nennt sie Schüler und Lehrer gleichermaßen, aber vielleicht auch junge Menschen, die sich mit dem Gedanken, Lehramt zu studieren, beschäftigen. "Zudem ist das Buch ein Stück Schul- und Heimatgeschichte", hat der Verlag geschrieben.

  • Info: Für 14 Euro ist das 250 Seiten starke Werk erhältlich. Die ISBN: 978-3-86685-897-8.

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