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Katharina Tegenkamp verbindet Malerei mit ganzheitlicher Gesundheitsförderung

Als Künstlerin ist Katharina Tegenkamp erfolgreich. Dennoch hat ihr ihr Bauchgefühl gesagt, sie müsse etwas ändern: Weg von der reinen Kunstvermarktung. Jetzt geht die Garrelerin neue Wege.

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Will ihren Beruf und die Malerei vereinen: Künstlerin Katharina Tegenkamp widmet sich der ganzheitlichen Gesundheitsförderung. Foto: Tegenkamp

Will ihren Beruf und die Malerei vereinen: Künstlerin Katharina Tegenkamp widmet sich der ganzheitlichen Gesundheitsförderung. Foto: Tegenkamp

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen und Konsequenzen haben ihre Sichtweise sowie ihre Prioritätensetzung verändert, ihr neue Wege offenbart. Obwohl sich Katharina Tegenkamp im Oldenburger Münsterland und über die Grenzen hinaus in den vergangenen Jahren einen Namen als anerkannte und gut gebuchte Künstlerin gemacht hat, stellte sich ihr die Frage, ob die Künstlertätigkeit noch das Richtige für sie sei.

"Ich habe gemerkt, dass sich mehr und mehr Widerstand in mir regte, die Kunst einfach nur zu vermarkten", gibt die Garrelerin offen zu. Die gelernte Therapie- und Gesundheitsmanagerin im Bereich Physiotherapie verspürte zunehmend das Bedürfnis, ihre Malerei und die Kreativität mit ihrem Beruf zu vereinbaren.

Tegenkamp ist Neurographik-Spezialistin

"Es klingt ganz banal, aber ich habe irgendwann überlegt, was mir am meisten Freude bereitet und was mir am besten liegt. Dabei habe ich festgestellt, dass ich Menschen richtig gut dabei begleiten kann, kreative Lösungen für die Herausforderungen ihres Lebens zu finden –  durch Kreativität und Malerei als Teil ganzheitlicher Gesundheitsförderung." Wenn Menschen Bilder herstellen, habe das Malen auch immer einen meditativen Charakter, "man schaltet ab, kann negative Gefühle verarbeiten und tut sich selbst etwas Gutes – für Geist, Seele und Körper“, berichtet die Mutter von 3 Kindern.

Durch die Malerei könnten Menschen die Verbindungen zu eigenen kreativen Potenzialen wiederfinden. "Ich möchte die Menschen dabei unterstützen, dass sie ihre Potenziale in allen Lebensbereichen entfalten können." Aus diesem Grund hat sich Tegenkamp 2021 als Neurographik-Spezialistin ausbilden lassen. Dahinter verbirgt sich eine intuitive Zeichenmethode zur Problemlösung und Motivationsförderung.

Zeichenmethode: Bei der Neurographik werden intuitive Maltechniken der Kreativpsychologie angewendet. Foto: TegenkampZeichenmethode: Bei der Neurographik werden intuitive Maltechniken der Kreativpsychologie angewendet. Foto: Tegenkamp

"Durch intuitive Maltechniken und Methoden der Kreativpsychologie, wie der Neurographik, können neue Verknüpfungen im Gehirn gebildet und nachhaltig positive tiefgreifende Veränderungen im menschlichen System bewirkt werden", klärt Tegenkamp auf. Die Neurographik basiere auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neuropsychologie. So könne beispielsweise der aktuelle Ist-Zustand eines jeden Menschen ergründet und in eine gewünschte Realität verändert werden. Zudem können Emotionen besser verarbeitet und neue Denkweisen und Wege erforscht werden.

"Die körperliche Gesundheitsförderung habe ich gelernt, jetzt habe ich mir als Neurographik-Spezialistin ein Art Werkzeugkoffer zur mentalen und kreativen Gesundheitsförderung zugelegt." Das sei aber nur der erste Schritt auf ihrem neuen Weg. Seit Anfang des Jahres absolviert sie eine Life-Trust-Coaching-Ausbildung. Dabei gehe es um die Begleitung und Förderung menschlicher Potenziale in eine gute Lebensbalance. Wichtig sei ihr der Schritt "raus aus der Optimierungsfalle" hinein in eine glückliche Lebensweise.

"Dabei gehen die Menschen leider oft im System mit ihren Idealen kaputt und brennen aus. Da möchte ich ansetzen."Katharina Tegenkamp

Spezialisieren möchte sie sich dauerhaft auf soziale Berufe im Bildungs- und Gesundheitswesen. "Die Menschen in diesen Bereichen geben so viel für andere, für Kinder, Patienten und Klienten. Dabei gehen sie leider oft im System mit ihren Idealen kaputt und brennen aus. Da möchte ich ansetzen", erklärt Tegenkamp. Die Menschen in diesen Berufsgruppen "sollen gesehen, anerkannt und gehört werden, um in ihrem Job lange gesund arbeiten zu können und nicht erst Unterstützung bei einem Burnout erhalten".

Durch eine ganzheitliche Gesundheitsförderung könne eine umfassende Lebensbalance für den Arbeitsplatz und im privaten Bereich geschaffen werden. Ihr Angebot richtet sich dabei hauptsächlich an Teams. "Gemeinsam kann erarbeitet werden, was gut läuft, wo es hakt, was verändert werden muss, und wer welche Potenziale ins Team bringt, damit alle Stärken gesehen und eingebracht werden können." Und nach Bedarf könne auch ein Einzel-Coaching gebucht werden, "um gezielt die Potenziale der Mitarbeiter zu fördern“.

Noch steht die Garrelerin am Anfang, knüpft Kontakte zu Einrichtungen im Bildungs- und Gesundheitswesen. "Der Bedarf ist da, die Corona-Pandemie hat den Menschen viel abverlangt. Viele fühlen sich leer und ausgelaugt, da gibt es großen Handlungsbedarf." Interessenten dürften sich schon jetzt gerne bei ihr melden, sagt Tegenkamp, auch Einzel-Coachings seien bereits möglich. Ihre anderen Kurse, etwa "Meditieren mit dem Stift" im Bildungswerk Friesoythe (Beginn des nächsten Kurses ist am 12. September) oder ihre Mal-Workshops (Termine auf Anfrage) bietet sie weiterhin an.


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