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Jutta Engelage zeigt Fotokunst unter freiem Himmel in der Katholischen Akademie Stapelfeld

Kunstvoll verfremdete Naturbilder: Jutta Engelage hat insgesamt 26 Werke im Garten der Katholischen Akademie in Stapelfeld ausgestellt. Für die Fotokunst hat sie eine besondere Technik genutzt.

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Außergewöhnliche Kunst: Diese zeigen Dr. Alexander Linke und Jutta Engelage. Foto: Lünnemann

Außergewöhnliche Kunst: Diese zeigen Dr. Alexander Linke und Jutta Engelage. Foto: Lünnemann

Ungewöhnliche Fotokunst ist derzeit im Garten und im Eingangsbereich der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS) zu sehen. Zwischen blühenden Rosensträuchern und Wildblumen präsentiert die Fotokünstlerin Jutta Engelage einer Mitteilung zufolge erstmals ihre kunstvoll verfremdeten Naturbilder unter freiem Himmel.

Durch Mehrfachbelichtungen und das gleichzeitige Drehen oder Schwenken der Kamera gelingen ihr Bilder mit einer einzigartigen Formensprache, die an einen Blick durch ein Kaleidoskop erinnern, heißt es. Die faszinierenden Bilder seien weniger die sprichwörtliche fotografische Abbildung einer vorhandenen Realität, sondern sie zögen ihre Stärke aus der künstlerischen Verfremdung. So werde das Bild eines frühlingshaft blühenden Baumes durch Mehrfachbelichtungen derart aufgefächert, dass die Zartheit und Vergänglichkeit dieses Blütentraumes kunstvoll eingefangen würden, heißt es in der Mitteilung weiter.

„Die Ausstellung habe ich speziell für den Garten der KAS konzipiert. Das Ambiente hier ist wunderschön und bildet den idealen Rahmen für meine Bilder“, sagt Jutta Engelage. „Der Schritt in den Garten drängte sich förmlich auf, denn dieser Ort ist gerade im Sommer eine echte Oase“, ergänzt der KAS-Dozent Dr. Alexander Linke, der sich bei der Firma Cewe aus Oldenburg bedankt, die die Gartenausstellung durch die Produktion der insgesamt 26 großformatigen und wetterfesten Bildtafeln unterstützt hat.

„Der künstlerische Zugang von Jutta Engelage ist sensibel, poetisch und durchaus mit einer Aufmerksamkeit für bestimme Ausdrucksqualitäten, die den Dingen nicht auf den ersten Blick anhaften und für viele von uns nicht sofort sichtbar sind.“Dr. Alexander Linke

„Der künstlerische Zugang von Jutta Engelage ist sensibel, poetisch und durchaus mit einer Aufmerksamkeit für bestimme Ausdrucksqualitäten, die den Dingen nicht auf den ersten Blick anhaften und für viele von uns nicht sofort sichtbar sind“, erläutert Fachbereichsleiter Linke die besondere Sichtweise der Künstlerin auf die Natur.

Diese Art des Sehens setzt sich auch im zweiten Teil der Ausstellung fort. In den Räumen der KAS präsentiert die Fotografin eine Auswahl von Bildern aus ihren Serien „Kunstfreunde“ und „Broken Cities“.

Schnappschüsse während der Ausstellung

Bei Museumsbesuchen hat Jutta Engelage ihren Fotoapparat stets dabei und hat nicht nur einen Blick für die ausgestellten Exponate, sondern auch für die anderen Besucherinnen und Besucher. Mit einem sicheren Blick für Farben und Formen sowie einem Gespür für den richtigen Augenblick gelingen ihr Schnappschüsse, bei denen Museumsbesucher und Kunstwerk auf einzigartige Weise miteinander korrespondieren, schreibt die Akademie. So entstand etwa das Foto eines Mannes, dessen Mütze exakt zu den Formen und Farben des von ihm betrachteten Kunstwerkes passt.

Mit zwei Exponaten ist auch ihre Serie „Broken Cities“ vertreten. Diese Bilder sind vor dem Hintergrund von Lockdown und menschenleeren Städten entstanden und zeigen eine aus den Fugen geratene Zivilisation. „Der Fotokünstlerin gelingt es kristallin-abstrakte und zerbrechliche Struktur im urbanen Raum sichtbar zu machen“, erläutert Kunstexperte Linke. Die Fotografien von Jutta Engelage sind noch bis Ende September in der Katholischen Akademie Stapelfeld zu sehen.

  • Info: Vom 31. Oktober bis zum 3. November bietet Jutta Engelage im Fachbereich Bildende Kunst der Katholischen Akademie Stapelfeld einen Fotoworkshop „Malerischer Herbst“ an. Anmeldungen sind möglich unter www.ka-stapelfeld.de/programm oder bei Ruth Bäker (Telefon 04471/1881140, Mail: rbaeker@ka-stapelfeld.de).

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