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Jugendliche sollen Kulturprogramm in Vechta mitgestalten

Jugendkulturverein Oldenburger Münsterland stellt die Weichen für weitere Konzerte im Gulfhaus. Mit der bisherigen Resonanz sind die Macher zufrieden.

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Live-Musik unter freiem Himmel: Die Band "Raum27" trat im Sommer im Innenhof des Gulfhauses auf. In den kommenden Monaten wird das Konzertgeschehen in den Saal der städtischen Einrichtung verlagert. Foto: Droping.de/Alexander Penndorf <br>

Live-Musik unter freiem Himmel: Die Band "Raum27" trat im Sommer im Innenhof des Gulfhauses auf. In den kommenden Monaten wird das Konzertgeschehen in den Saal der städtischen Einrichtung verlagert. Foto: Droping.de/Alexander Penndorf

Der Jugendkulturverein Oldenburger Münsterland hat sich auf die Fahne geschrieben, das kulturelle Leben im Gulfhaus anzukurbeln. Das ist nach der Schließung eines entsprechenden Kooperationsvertrages mit der Stadt Vechta schon ganz ordentlich gelungen. Die Organisatoren blicken positiv auf die ersten Konzerte zurück und haben jetzt ein ansprechendes Programm für den Herbst und Winter geschnürt.

Der Jugendkulturverein ist mit der bisherigen Resonanz zufrieden. Durch die Corona-Pandemie konnten die Veranstaltungen zunächst nur im Innenhof des Gulfhauses stattfinden, was jedoch kein Hindernis darstellte. Bands wie "Dota" und "Marathonmann" sowie "Tim Vantol" begeisterten das Publikum. Auch lokale Künstler, etwa "Jakob Fourtyhands" und Poetryslammer von "Bleib Laut", waren zu Gast.

 „Jeder Anfang ist schwer. Es muss sich erstmal einmal rumsprechen, dass im Gulfhaus wieder regelmäßig Veranstaltungen stattfinden“, erklärt Vereinsvertreter Steffen Helms. Neben den vorwiegend aus der heimischen Region stammenden Besuchern seien auch schon einige Gäste aus Bremen und Osnabrück zu den Kulturveranstaltungen gekommen. Sie seien von der Lokation begeistert.

"Wir möchten vor allen Dingen Menschen unter 27 Jahren ansprechen, aber dennoch werden die Älteren unter uns nicht vergessen.“Steffen Helms, Vertreter des Jugendkulturvereins Oldenburger Münsterland

Im Rückblick auf den Sommer wird schnell deutlich, dass sich in dem alteingesessenen Jugend- und Kulturzentrum eine Menge getan hat. Nicht nur die Renovierung der städtischen Einrichtung fällt direkt ins Auge, auch die Umstellung des Programms ist spürbar. „Wir möchten vor allen Dingen Menschen unter 27 Jahren ansprechen, aber dennoch werden die Älteren unter uns nicht vergessen“, sagt Helms.

Die Ausrichtung beinhaltet sowohl die traditionellen Veranstaltungen des Gulfhauses, soll aber auch neue Aktivitäten für junge Menschen schaffen. Helms und seine Mitstreiter versuchen hier Vereinen die Chance zu geben, zusammen mit dem Jugendkulturverein Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Auf lange Sicht wünschen sich die Initiatoren, dass Jugendliche selbst den ersten Schritt zur Mitgestaltung des Programms machen.

Ein Beispiel für Kooperation stellt das Benefizkonzert dar, das vor wenigen Tagen im Schulterschluss mit dem Verein „Lebendige Schule Vechta“ über die Bühne ging. Der Ausblick auf die Herbst- und Wintersaison verspricht weitere stimmungsvolle Abende für das Publikum. „Wir haben ganz unterschiedliche Veranstaltungen geplant. Für jede Altersgruppe ist etwas dabei“, versichert Helms.

Dilettanten-Festival ist in trockenen Tüchern

Für Ende Oktober haben sich die Formationen „Rykers“ und „Born from Pain“ angekündigt. Sie wollen den Saal mit Hardcore und Hardcorepunk zum Beben bringen. Auch das Dilettanten-Festival im November ist in trockenen Tüchern. Im Dezember stehen die Rocknacht der Kreismusikschule sowie die Auftritte der "Blues Company" und der Band „Öfters mal laut“ auf dem Plan.

Solche Veranstaltungen gebe es schon seit mehreren Jahren im Gulfhaus. Sie sollten auch weiterhin ein fester Bestandteil der Kultur in Vechta bleiben, unterstreicht der Vertreter des Jugendkulturvereins. Darüber hinaus könne sich das Publikum in diesem Jahr noch auf verschiedene Veranstaltungen zusammen mit dem Verein „Bleib Laut“, dem Musikerforum Visbek sowie der Partnerschaft für Demokratie freuen.

Jazz hat festen Platz im Terminkalender

Die Reihe „Jazz im Gulfhaus“ soll ebenfalls ihren festen Platz im Terminkalender behalten. Nach dem Auftakt mit dem 5-köpfigen Ensemble „Orchestre“ am vergangenen Wochenende hat der Verein „Kultur Rot-Weiss“ bereits die Termine für die kommenden Monate festgelegt. Im November kommen „Marina and the Kats“ nach Vechta. Das Quartett aus Wien hat sich dem modernen Indie-Swing verschrieben.

Auf die Pandemie müssen die Veranstalter weiter Rücksicht nehmen. Laut Helms wird es nach der aktuellen Corona-Verordnung darauf hinaus laufen, dass Veranstaltungen im Gulfhaus nur noch mit der 2G-Regel stattfinden können, wenn dabei getanzt und gefeiert werden soll. Ob bei einzelnen Veranstaltungen, bei denen eine reine Bestuhlung möglich wäre, auch die 3G-Regel greift, lässt der Verein noch offen.

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