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Jede Generation hat ihre eigene Musik

Meine Woche: Facebook ist immer wieder für Überraschungen gut, auch wenn mir Ergebnisse wahrscheinlich nie "zufällig" gezeigt werden. Jetzt nahm mich das Netzwerk auf eine musikalische Zeitreise mit.

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Zugegeben, oft ist es Zeitverschwendung, sich die Vorschläge auf Facebook genauer zu betrachten und manchmal liefert ein solcher Blick auch erschreckende Erkenntnisse.

„Dies waren die Top-15-Charts vor 30 Jahren“ prahlt MTV Germany. 20 Jahre war ich damals alt und mit ein paar Stücken kann ich dabei gut leben. Nirvanas „Smells like Teenspirit“ zum Beispiel und Guns N’ Roses tauchen sogar zweimal in dieser Hitliste auf. Aber je weiter man sich der Spitze nähert, wird es in den Erinnerungen etwas gruselig. Right said Fred ("Don’t talk just kiss"), Inner Circle ("Sweat") und Dr. Alban ("It’s my life"). Aber wer ist die Gruppe Double You? Sie hatte den Hit „Please don’t go“. Ganz oben thront das deutsche Eurodance- und Trance-Projekt „Snap!“ mit „Rhythm is a Dancer“. An den 30-jährigen Rückblick mag ich in den kommenden Jahren noch gar nicht denken, denn dann werden Haddaway, Captain Hollywood Project und Culture Beat angepriesen.

Ein paar Zentimeter weiter lauert ebenfalls von MTV diese Schlagzeile: „Diese Alben der 80er sind einfach legendär“. In 3.15 Minuten gibt es eine Zusammenfassung, die sich bis auf eine Ausnahme in meiner CD-Sammlung wiederfindet und mich ein wenig versöhnt. „Actually“ von den Pet Shop Boys. „Back in Black“ von AC/DC und „Storm Front“ von Billy Joel machen den Anfang. „…but seriously“ (Phil Collins) und auch Grönemeyers „Ö“ waren Meilensteine. „Private Dancer“ ist das unglaubliche Comeback von Tina Turner. Neben dem von Mark Knopfler (Dire Straits) geschriebenen Titel-Song ist auch "What's love got to do with it" und „I can’t stand the rain“ an Bord.

Wer erinnert sich nicht an das Video zu „Take on me“?

Der Soundtrack von „Dirty Dancing“ fehlt in meiner Sammlung, dafür ist „Hunting high and low“ von a-ha dabei. Wer erinnert sich nicht an das Video zu „Take on me“? Oder an das legendäre Cover von „Born in the USA“. Fotografin Annie Liebowitz setzte den Hintern von Bruce Springsteen in abgewetzter Jeans vor der amerikanischen Flagge in Szene. Dabei sollte nicht vergessen werden, das von den 12 Songs 7 als Single veröffentlicht wurden und allesamt in den Charts landeten. Kritiker mögen es nicht für das beste Album vom Boss halten, aber es ist zumindest sein erfolgreichstes. „Like a Virgin“ war Madonnas zweites Album und ihr internationaler Durchbruch und mit Whitney Houston und dem nach ihr benannten Longplayer ging ein weiterer Stern in den USA auf.

Die TOP 3: "Purple Rain“ von Prince, „Faith“ von George Michael und absolut zu recht an der Spitze: „A kind of magic“ von Queen mit dem hymnenhaften „Who wants to live forever“. Als Vinyl hatte mein Bruder den Soundtrack des Films „Highlander“ bereits in seiner Sammlung und später stellte ich die digitalisierte Version in mein Regal. Damit wurde nicht nur die Fan-Liebe für Freddie Mercury, Brian May, John Deacon und Roger Taylor entfacht, der Film begeisterte mich für den nördlichsten Zipfel von Great Britain ebenso, wie für das dort gewonnene Lebenswasser. Musikalisch waren die 80er Jahre schon ganz weit vorn, finde ich. Aber jede Generation hat ihre eigene Musik.

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