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Jahrhundertfund in Kalkriese

Entdeckt wurde ein römischer Schienenpanzer, der sehr alt und dennoch sehr gut erhalten ist. Am Freitag zeigen ihn die Wissenschaftler erstmals öffentlich.

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Foto: Freiwald

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In Kalkriese haben die Archäologen einen herausragenden Fund gemacht: einen römischen Schienenpanzer aus augusteischer Zeit. Das teilt das Museum mit. Am Freitagvormittag soll der Jahrhundertfund erstmals am mutmaßlichen Ort der Varusschlacht der Öffentlichkeit gezeigt werden.

"Der aufsehenerregende Fund eines nahezu vollständigen Schienenpanzers ist sensationell und einmalig", schreibt das Museum Kalkriese in einer Mail. Der Schutz sei unerwartet gut erhalten und gebe neue Einblicke in die römische Militärtechnik. Es sei dabei die älteste Entdeckung dieser Art. 

Der Schienenpanzer habe im Block geborgen werden können und sei nach und nach freigelegt worden. Ebenfalls entdeckt wurden eine Halsgeige; das ist eine Fessel für Hals und Hände. „Der Fund einer Halsgeige zeigt, dass hier wahrscheinlich ein gefesselter Legionär sein Ende gefunden hat. Damit fassen wir erstmals auf dem Kalkrieser Schlachtfeld ein ganz persönliches Schicksal, das uns auch hier das individuelle Leid des Kriegs eindrücklich vor Augen führt.“,  wird Dr. Stefan Burmeister, Geschäftsführer Varusschlacht im Osnabrücker Land, zitiert.

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