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Isenberg spielt Lob und Dank zum Erntedank

Der promovierte Dammer Kirchenmusiker hatte zum Jubiläum geladen. Die 75. Nachtmusik lockte mehr als 100 Zuhörer in die St.-Viktor-Kirche.

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Gelungenes Nachtmusikjubiläum: Aus Anlass des Erntedanks spielte Dr. Isenberg Lob- und Dankgesang.  Foto: Lammert

Gelungenes Nachtmusikjubiläum: Aus Anlass des Erntedanks spielte Dr. Isenberg Lob- und Dankgesang.  Foto: Lammert

Jede Sekunde der Jubiläums-Nachmusik am Dienstag in der St.-Viktor-Kirche war ein musikalischer Hochgenuss. Kirchenmusiker Dr. Gabriel Isenberg spielte für das Publikum – mehr als 100 Gäste kamen – aus Anlass des Erntedanks Lob- und Dankgesänge an Gott.

Ausgesucht hatte er dieses Mal fünf den Gottesdienstbesuchern sehr vertraute Kirchenlieder. Jedes der fünf Stücke begann er mit einem Choral, bei dem vorsichtiges Mitsingen erlaubt war. Anschließend erklangen auf der Orgel verschiedene Bearbeitungen.

Zu Beginn spielte der Organist das von Max Reger komponierte „Te Deum“. Der 1916 im Alter von nur 43 Jahren gestorbene Reger ist bekannt für Werke von spieltechnischer und klanglicher Opulenz.

Stehend applaudierend dankten die Nachtmusik-Fans

Danach spielte der Kirchenmusiker eine Bearbeitung Johann Sebastian Bachs des Gloria-Hymnus' „Allein Gott in der Höh sei Ehr“. Das dreistrophige Lied hatte Nicolaus Decius bereits 1523 geschaffen. Die Melodie findet sich nach Angaben Dr. Isenbergs gleich in drei verschiedenen Bearbeitungen in den 18 Leipziger Chorälen Johann Sebastian Bachs. Die Melodie hat Bach so kunstvoll verziert, dass sie zunächst kaum zu verfolgen ist.

Es schloss sich Sigfrid Karg-Elterts Marche triomphale „Nun danket alle Gott“ an. Es ist das bekannteste Orgelstück des Komponisten und gehört zu einer Sammlung von 65 Choralimprovisationen aus den Jahren 1909/10.

Max Drischners Choralfantasie über „Lobe den Herren“ und die Fantasie „Großer Gott wir loben Dich“ des Niederländers Klaas Jan Mulder hatte Dr. Isenberg als weitere Stücke ausgesucht.

Stehend applaudierend dankte das Publikum dem Kirchenmusiker für das Konzert. Er selber hatte zu Beginn gesagt, bei der ersten Nachtmusik am 1. April 2009 habe er es sich nicht träumen lassen, dass es eine 75. Nachmusik geben würde. Aber das Interesse an der Musik sei in Damme offenbar ungebrochen. Und da es so groß sei, werden noch weitere Konzerte dieser Art folgen.

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