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Industriemuseum Lohne: Darum hat die "Lohner Wand" jetzt auch einen Touchscreen

Der Zeitstrahl, der einen Überblick über die Geschichte der Stadt und der Region gibt, hat eine audiovisuelle Erweiterung erhalten. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

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Sie präsentieren die "sinnvolle Ergänzung mit laufenden Bildern": Am neuen Touchscreen der "Lohner Wand" stehen (von links) Hans Vogel, Kurt Reimer, Herbert Warnking, Mechthild Bröring und Benno Dräger. Foto: Steinke

Sie präsentieren die "sinnvolle Ergänzung mit laufenden Bildern": Am neuen Touchscreen der "Lohner Wand" stehen (von links) Hans Vogel, Kurt Reimer, Herbert Warnking, Mechthild Bröring und Benno Dräger. Foto: Steinke

Die "Lohner Wand" im neuen Vortragsraum des Industriemuseums Lohne ist mit ihrem teilweise zweidimensionalen Geschichtsfries für Benno Dräger, ehrenamtlicher Museumsdirektor und Vorsitzender des Trägervereins, ein zentrales Schmuckstück. Seit gut einem Jahr wird dort die Geschichte Lohnes in 9 Sequenzen bildlich und beschreibend dargestellt. Bereits kurz nach der Fertigstellung schien diese Darstellung den Machern nicht mehr ausreichend.

So fand sich eine Arbeitsgruppe, die jetzt eine audiovisuelle Erweiterung vorgestellt hat. Per Touchscreen wird ein Bildschirm aktiviert, der – so Dräger – "eine sinnvolle Ergänzung mit laufenden Bildern" darstellt. In gut 60 Minuten können die Frequenzen in einer Länge von 5 bis 9 Minuten aktiviert werden.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. So denken die Macher an Besuchergruppen, die sich mit der Geschichte Lohnes auseinandersetzen möchten – oder weitere Informationen zu einzelnen Themen wünschen. Letztlich verbessert die Neuerung die behindertengerechte Ausstattung des Industriemuseums, zum Beispiel für Menschen mit Sehbehinderungen.

Gutes Register von "Laon – Lohne" half bei der Genese

Die Arbeitsgruppe, in der Bernard Warnking für die Bildauswahl zuständig war, schilderte den etwas mühsamen Weg. Laut dem langjährigen Leiter des Stadtmedienarchivs, Herbert Warnking, der mit seinem Nachfolger Hans Vogel für die Texte und den Zusammenschnitt verantwortlich zeichnete, "war es schon ein bisschen beschwerlich. Aber ich konnte das gute Register der Schriftenreihe 'Laon – Lohne' von Heinz Uchtmann für die Bildsuche und entsprechende Texte nutzen. Das half weiter". Für Vogel lag die Puzzlearbeit hingegen in der Aufarbeitung der sozialen Infrastruktur und darin, bei Lohner Institutionen und Firmen entsprechende Materialien aufzutreiben.

Auch wenn es bei der Umsetzung einige technische Herausforderungen gab, für den Verantwortlichen Kurt Reimer waren das eher geringe Probleme. So musste er das kaum kompatible, gängige System durch andere Internetdateien ersetzen.

Macher sind stolz auf ein musikalisches Klangleckerli

"Ich habe mich eingelesen und dann die Texte aufgenommen", erläuterte die erfahrene Sprecherin Mechthild Bröring ihre Tätigkeit. Dann sei es vor allem an ihrem Vater Herbert Warnking gewesen, für die entsprechenden Textlängen das notwendige visuelle Material passend zu gestalten.

Mit augenzwinkerndem Stolz weisen die Macher auf ein besonderes Klangleckerli hin, bei dem es musikalisch zugeht. Abrufbar sind neben den Texten das "Lohner Lied", das Lohner Schützenlied und die ehemalige Hymne des Erzherzogtums Oldenburg "Heil dir, oh Oldenburg", die der Männergesangverein Concordia Lohne intoniert.

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