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Im Art.Lab sollen sich Kinder und Jugendliche künstlerisch ausleben

Die neue Kleinkunstbühne in Lohne wird das Zuhause des jungen Vereins. Nach den Sommerferien wollen die Aktiven mit 3 Projekten starten. Sie setzen auf Kooperationen und Mitgestaltung.

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3 Freundinnen mit einem Faible für Kunst und Kultur: (von links) Silke Knies, Katharina Fröhlich und Andrea von Lehmden. Foto: Timphaus

3 Freundinnen mit einem Faible für Kunst und Kultur: (von links) Silke Knies, Katharina Fröhlich und Andrea von Lehmden. Foto: Timphaus

Kindern und Jugendlichen einen niederschwelligen und freien Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen – das ist das Ziel von Art.Lab. Der Verein hat sich vor Kurzem in Lohne gegründet. Die 1. Vorsitzende ist Katharina Fröhlich. Sie wird im Kernteam unterstützt von Silke Knies (2. Vorsitzende) und Andrea von Lehmden (stellvertretende Vorsitzende und Kassenwartin). "Wir möchten einen kreativen Nährboden für junge Menschen schaffen und einen Raum der Begegnung für alle Gesellschaftsschichten etablieren", sagt Fröhlich, die künstlerische und organisatorische Leiterin des Art.Lab.

Das Trio ist seit Kindheitstagen befreundet. Die 3 Frauen haben 2007 gemeinsam ihr Abitur am Gymnasium Lohne gemacht. Fröhlich ist heute Dramaturgin und Pädagogin. Knies arbeitet als Lehrerin an der Stegemannschule. Von Lehmden hat einen betriebswirtschaftlichen Background.

Nach eigenen Angaben können sie auf ein Netzwerk regionaler und überregionaler Künstler aus den Bereichen Theater/Performance, Musik, Tanz, Bildende Kunst, Video/Fotografie und Street Art zurückgreifen. Mit diesem Know-how will der junge Verein künftig künstlerische Workshops und Projekte anbieten und initiieren.

"Uns sind die Mitgestaltung und Einbindung der Kinder und Jugendlichen wichtig."Silke Knies, 2. Vorsitzende des Vereins Art.Lab Lohne

Ihr Konzept basiert auf der wöchentlichen Arbeit in Kleingruppen sowie en bloc an Wochenenden oder in den Ferien. "Uns sind die Mitgestaltung und Einbindung der Kinder und Jugendlichen wichtig", betont Knies. Der Verein wolle die Kreativität der Heranwachsenden fördern, ergänzt Fröhlich.

Das Zuhause von Art.Lab wird die neue Kleinkunstbühne, die in Kürze von der Stadt im Kellergeschoss des Wohn- und Geschäftshauses Heilmann an der Bahnhofstraße 7 eingerichtet wird. Hauptbetreiber ist dort künftig der Verein Bühnentalente. 

Der Verein wirbt um Mitglieder und Unterstützer

Um möglichst viele Kinder und Jugendliche aus allen Bevölkerungsschichten anzusprechen, ist es dem Art.Lab-Vorstand wichtig, Kooperationen mit den örtlichen Vereinen und Institutionen aufzubauen. Fröhlich nennt die Musikschule, den Jugendtreff, den Runden Tisch, Stage 7, die Bühnentalente und andere als Beispiele.

Aktuell zählt der junge Verein 9 Mitglieder, darunter den Lohner Musikschullehrer und Musiker Carlo Runnebom. "Wir freuen uns über weitere Menschen, die uns finanziell unterstützen oder aktiv mitwirken möchten", wirbt von Lehmden. Wer den Verein fördern oder Mitglied werden will, kann sich per E-Mail an info@artlab-lohne.de melden.

Obwohl Art.Lab noch ganz am Anfang steht, hat der Verein bereits die Finanzierung für 3 Projekte gesichert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert durch das Programm „Kultur macht stark“ ein autobiografisches Theaterprojekt für 15 Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren aus "bildungsbenachteiligten Familien". Es ist auf einen Zeitraum von 1 Jahr ausgelegt. Art.Lab kooperiert dazu mit den Bühnentalenten und der Musikschule. 

Art.Lab informiert über Instagram über Projekte

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste fördert durch das Programm „Tanz und Theater machen stark“ ein Performance- und Tanzprojekt. Es richtet sich ebenfalls an Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren und dauert ein halbes Jahr. Art.Lab arbeitet in diesem Fall mit den Bühnentalenten und dem Jugendtreff zusammen. 

Beide Projekte sollen nach den Sommerferien starten. Eine Webseite ist in Vorbereitung. Anmeldungen werden per E-Mail an info@artlab-lohne.de erbeten. "Wer mehr über uns erfahren möchte, kann uns auch auf Instagram unter art.lab_lohne abonnieren. Dort wollen wir künftig Einblicke in unsere Arbeit geben", erklärt Fröhlich.

Am Wochenende steigt ein Mini-Festival

Weiter fördert die Oldenburgische Landschaft in Teilen ein DIY-Einrichtungsprojekt. Gemeinsam mit einem Künstlerteam gestalten Kinder und Jugendliche demnächst die Räume des Art.Lab. Konzeption, Konstruktion und Dekoration werden innerhalb eines Monats inklusive zweier Intensiv-Wochenenden gestemmt. "Wir wollen ein wenig ‚Aufi-Flair‘ schaffen", sagt von Lehmden und erinnert damit an den legendären Aufenthaltsraum der Oberstufe am Gymnasium.

An diesem Wochenende (9. bis 11. Juli) veranstaltet der Verein bereits ein erstes Mini-Festival, das "Agri Culture", auf dem Hof der Firma Schöma Agrartechnik in Aschen. Das Unternehmen sponsert das Event und dreht parallel dazu einen Imagefilm.

"Im Zentrum steht ein Güllefassrohling, den 2 Graffitikünstler aus Osnabrück und die Dammer Künstlerin Steffi Suszka gemeinsam mit Jugendlichen gestalten", sagt Fröhlich. Sie selbst gibt einen Schauspiel-Workshop. Die Lohnerin Alexandra Strigin hält einen Tanzworkshop ab. Runnebom und einige seiner Musikschüler sorgen für die musikalische Begleitung.

Die jungen Teilnehmer des Mini-Festivals hat Art.Lab durch die Kooperation mit dem Runden Tisch, der Stegemannschule sowie der Musikschule akquiriert. "Wir wollen Gemeinschaft stiften und einen Ort der Begegnung schaffen", sagt Knies.

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