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„Ich fühle mich dieser Heimat verpflichtet“

Herbert Winkel plädiert für Innovationen. 40 Porträts, 40 Gedanken zur Heimat, das ist die Idee der OV-Serie Heimat.Los. Willi Rolfes hat Südoldenburger fotografiert.

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Für Herbert Winkel ist der nachbarschaftliche Zusammenhalt sehr wichtig:

„Heimat ist der Ort, an dem man gerne alt werden möchte. Ich gehöre mittlerweile in diese Region, auch wenn ich früher schon im Saarland, in NordrheinWestfalen oder im Osnabrücker Land gelebt habe. Ich habe viele berufliche Kontakte, aber Bestand haben nur Freundschaften, wie sie beispielsweise in unserem Familienkreis in Lohne entstanden sind. Das sind Beziehungen, die für mich Heimat ausmachen.

Ich bin keiner, der jeden Abend mit einem Bier auf der Mauer sitzt, aber die Nachbarschaften haben im Landkreis einen besonderen Wert. Diese Hilfsbereitschaft, die gibt es in großen Städten nicht. Angesichts des demografischen Wandels müssen wir diese Anteilnahme erhalten.

Ich fühle mich dieser Heimat verpflichtet. Ich will den Menschen als Landrat dienen, damit der Landkreis und die Menschen auch in Zukunft gut dastehen. Diese Verpflichtung gegenüber unserer Heimat treibt auch die Ehrenamtlichen in den Vereinen an.

Dieses Pflichtbewusstsein und das Nach-Vorne-Streben zum eigenen Vorteil und zum Vorteil der Gemeinschaft ist den Südoldenburgern in die Wiege gelegt. Das wird von einer Generation an die nächste weitergegeben. Diese Tugenden erklären einen Teil des wirtschaftlichen Erfolgs. Entstanden ist eine Unternehmenskultur, die wir ebenfalls pflegen sollten: Der Unternehmer fühlt sich seinem Mitarbeiter verpflichtet und dieser auch seinem Arbeitgeber.

Spannend ist die Frage, wohin die Reise geht? Die Produktionsflächen in Landwirtschaft und Gewerbe lassen sich nicht unbegrenzt weiter ausweiten. Also müssen wir neues Wachstum vor allem durch Innovationen und Modernisierung erzeugen. Ich sehe da noch großes Potential. Zudem zeichnet unsere Unternehmer aus, dass sie schnell auf neue Marktsituationen und gesetzliche Vorgaben reagieren. Ich bin auch zuversichtlich, dass wir in der Landwirtschaft die Emissionen noch besser in den Griff bekommen. Das ist wichtig: Denn die Dörfer werden nur Heimat bleiben, wenn die Menschen dort auch weiter ihre Häuser bauen und leben können.“

  • Das Projekt Heimat.Los der OV und der Katholischen Akademie Stapelfeld wird von den Volksbanken, den HGVs Vechta/Damme und der Firma Cewe unterstützt.

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