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Heimatverein Damme ist nach 125 Jahren alles andere als verstaubt

Die Gründung erfolgte am 22. September 1897. Seitdem hat sich das Aufgabenfeld des Vereins deutlich ausgeweitet. Am Anfang ging es ausschließlich um das Anlegen und die Pflege von Wanderwegen.

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Auf die nächsten 125 Jahre: Der Vorsitzende des Heimatvereins, Wolfgang Friemerding (2. von links), stieß mit seinen Vorstandskollegen und den Vertretern der Arbeitsgruppen auf die Zukunft des Heimatvereins an. Foto: Lammert

Auf die nächsten 125 Jahre: Der Vorsitzende des Heimatvereins, Wolfgang Friemerding (2. von links), stieß mit seinen Vorstandskollegen und den Vertretern der Arbeitsgruppen auf die Zukunft des Heimatvereins an. Foto: Lammert

"Der Heimatverein ist kein kein verstaubter, sondern ein sehr aktiver und breit aufgestellter Verein." Mit diesem Satz beendete der Vorsitzende des Dammer Heinat- und Verschönerungsvereins Oldenburgische Schweiz, Wolfgang Friemerding,  sein Vortrag, den er vor geladenen Gästen in der Scheune Leiber am Freitagabend aus Anlass des 125-jährigen Jubiläums des Vereins gehalten hatte.

Neben Wolfgang Friemerding sprachen lediglich Stefan Schute, der Präsident des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland, und Dammes stellvertretender Bürgermeister Bernard Decker. Musikalisch umrahmten die Veranstaltung 5 Mitglieder der Dersa Highlanders, 3 Dudelsackspieler und zwei Trommler. Sie spielten bekannte Stücke wie „Amazing Grace“ und das sogenannte Steigerlied „Glückauf“.

Bahnanschluss forcierte Vereinsgründung

Wolfgang Friemerding ging  auf die Entwicklungslinien ein, die zur Gründung des damaligen Verschönerungsvereins am 22. September 1897 im Restaurant Bollmann geführt hatten. Dazu gehörte  der sich damals schon länger abzeichnende Bau eines Bahngleises von Holdorf nach Damme.

Eine 2. Linie war die Eröffnung des Ausflugslokals "Zur Oldenburgischen Schweiz" 1886 durch Ferdinand Zerhusen.Das bedeutete mehr Touristen in der damaligen Gemeinde.

1920 erschien 1. "Führer durch die Oldenburgische Schweiz"

Die Gründer des Verschönerungsvereins setzten es sich zum Ziel, etwa durch die Anlegung von Wanderwegen und deren Pflege den Tourismus anzukurbeln. Im Jahr 1920 brachte der Verein auf Initiative Dr. Franz Böckers den 1. "Führer durch die Oldenburgische Schweiz" heraus. Damals etwas einzigartiges, neben Wegekarten enthielt er auch Beiträge über die Geschichte Dammes.

Nach der Machtübernahme der Nazis verlor der Verein nach Worten Wolfgang Friemerdings seine Aufgaben, weil Nazi-Organisationen sie übernahmen. Wahrscheinlich 1949 erfolgte die Wiederbegründung, 1950 fusionierte der Verein mit dem Verkehrsverein, der sich ebenfalls die Förderung des Tourismus' auf die Fahnen geschrieben hatte.

Unter Walter Stuntebeck nimmt Vereinsleben wieder Fahrt auf

Während das Vereinsleben in den 1960er und 1970er Jahren weitgehend brach lag, wurde der Verein unter dem Vorsitz Walter Stuntebecks ab 1979 wieder aktiv und nahm auch seinen heutigen Namen an. Es folgten unter anderem in den Jahren die Eröffnung des Stadtmuseums (1992), ein Ziel Walter Stundtebecks, die Renovierung der Wassermühle Höltermann 1999 und seitdem die Betreuung des Bauwerks durch eine Arbeitsgruppe des Vereins.

Es gebe weit und breit keinen Heimatverein, der so viele Aufgaben übernommen habt, sagte Wolfgang Friemerding und verwies auch auf die 7 Arbeitsgruppen des Vereins, die Felder vom Wandern bis zur Pflege des Plattdeutschen bearbeiten.

"Der Heimatverein ist nach 125 Jahren nicht in die Jahre gekommen."Bernard Decker

Das große Engagement der Mitglieder würdigten auch Stefan Schute und Bernard Decker. Das Stadtmuseum mit seinen vielen sehenswerten Ausstellungen sei ein Leuchtturm im Oldenburger Münsterland, sagte Stefan Schute. Die moderne Internetseite und der Facebookauftritt zeigten, dass der Heimatverein für viele zeitgemäße Ansätze steht.

Bernard Decker erklärte: "Der Heimatverein ist nach 125 Jahren nicht in die Jahre gekommen.“ Es erfordere viel Idealismus und Engagement, dass die ganzen Projekte und Arbeitsgemeinschaften erfolgreich seien.

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