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Heimatverein Bakum arbeitet am Buchprojekt "14 ein Ganzes"

Im November soll das Buch erscheinen. Zudem ist der Wiederaufbau der Scheune Meistermann abgeschlossen. Die exakte Nutzung der Räumlichkeiten wird diskutiert.

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Franz-Josef Göttke (links) und Hubert Kröger vom Heimatverein Bakum berichten über die Aktivitäten während der Pandemie. Foto: Heinzel

Franz-Josef Göttke (links) und Hubert Kröger vom Heimatverein Bakum berichten über die Aktivitäten während der Pandemie. Foto: Heinzel

„2021 gab es kein offizielles Programm“, stellt Franz-Josef Göttke, der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Bakum, fest. Keine Backtage, kein Maibaumsetzen und auch keine Fahrten. Der Ausfall dieser Veranstaltungen hieß aber nicht, dass der Verein während der Pandemie und des zwischenzeitlichen Lockdowns untätig war. 2 Projekte hat der Heimatverein in 2021 umgesetzt. Zum einen hat er auf seinem Gelände am Pastors Busch die ehemalige Scheune Meistermann wiederaufgebaut und so das vorhandene historische Gebäudeensemble erweitert. Jetzt gilt es nur noch, zu klären, wie das Gebäude genutzt werden soll. Und zum anderen gab es das Projekt „14 ein Ganzes“, das nun auch in Buchform veröffentlicht werden soll.

Darüber hinaus beginnt der Verein die aktuellen Lockerungen zu nutzen. Am 5. September ist eine Radtour zu den "aufgelösten Schulen“ geplant. Eine Anmeldung bei Bernd Stania unter 04446/1647 ist erforderlich. Stationen der Tour sind Vestrup, Hausstette, Carum, Harme und Schledehausen, sagt Franz-Josef Göttke, der dazu unter anderem das Buch von Franz Dwertmann, „Das große Sterben der kleinen Schulen“, als Inspiration und Informationsquelle nutzte.

Scheune Meistermann komplett wiederaufgebaut

Mit der Scheune Meistermann wurde auf dem Heimathof ein weiterer Teil der Geschichte Bakums wiederaufgebaut. Bis 2019 stand das Gebäude aus dem Jahr 1722 im Bakumer Ortskern an der Burgstraße, bevor es dem Projekt eines Altenwohnheimes weichen musste. „Wir vom Heimatverein sind stolz darauf, hier Gebäude aus 4 Jahrhunderten stehen zu haben“, sagt Franz-Josef Göttke. Die Scheune wurde mithilfe vieler Mitglieder des Heimatvereins wiederaufgebaut. Die Außenanlagen, die Pflasterarbeiten und die Eindeckung mit den alten Dachziegeln wurde in Eigenleistung erbracht. 653 Mitglieder hat der Verein aktuell, von denen sich rund 100 immer wieder auf die unterschiedlichste Art in die Vereinsarbeit einbringen. Rund 50.000 Euro kostete das Projekt. Die Leader-Region Vechta steuert 17.600 Euro und die Gemeinde Bakum 12.500 Euro zur Finanzierung bei, sagte Franz-Josef Göttke im April der Redaktion. Den Rest müsse der Heimatverein selbst zahlen.

Fügt sich gut in das historische Gebäudeensemble ein: Die Scheune Meistermann ist hinter dem Heuerhaus, in dem auch standesamtliche Trauungen vorgenommen werden, zu sehen. Foto: HeinzelFügt sich gut in das historische Gebäudeensemble ein: Die Scheune Meistermann ist hinter dem Heuerhaus, in dem auch standesamtliche Trauungen vorgenommen werden, zu sehen. Foto: Heinzel

„14 ein Ganzes“ ist ein Projekt von Hubert Kröger. Der gebürtige Dinklager ist seit 6 Jahren im Heimatverein aktiv und hat in dieser Zeit die Digitalisierung des Archivs vorangetrieben. Inzwischen seien über 200.000 Fotos digitalisiert. Für die Datenbank sehr wichtig ist die Arbeit der „Gesucht-Gefunden-Gruppe“. Alle 4 Wochen kommen deren Mitglieder zusammen, ordnen die Bilder ein und versuchen, die abgebildeten Personen zu identifizieren. Während des Lockdowns mussten sie pausieren, umso größer war die Freude, als sie sich diesen Sommer wieder treffen konnten.

Fotografische Reise durch die 50er und 60er Jahre 

Im digitalisierten Archiv fand Hubert Kröger die Antwort auf die Frage: „Was können wir in der Corona-Zeit machen?“ Die Antwort: „14 ein Ganzes“. Über ein halbes Jahr verteilt wurden aus den 14 Ortschaften der Gemeinde Bakum jeweils Fotos aus den 50er und 60er Jahren veröffentlicht. Das Ganze wurde dabei auch über die sozialen Medien beworben. Hier ist der Heimatverein seit 3 Jahren auf Facebook und seit Mitte 2020 auf Instagram zu finden. „Dadurch erreichen wir viele junge Menschen“, berichtet Hubert Kröger. Das Projekt „14 ein Ganzes“ generierte 45.000 Seitenaufrufe. „Für einen Heimatverein ein sehr ordentliches Ergebnis“, meint Hubert Kröger. Der 70-Jährige plant jetzt, „14 ein Ganzes“ in Buchform herauszubringen. Er schätzt den Umfang auf etwa 140 Din-A4-Seiten. Ende November solle das Werk an die Mitglieder des Heimatvereins verteilt werden. „Es soll ein kleiner Ersatz sein für die vielen ausgefallenen Angebote in diesem Jahr.“ Darüber hinaus sind 400 Exemplare für den freien Verkauf geplant.

2021 existiert der Heimatverein Bakum seit 30 Jahren

Eine andere erfreulich Sache seien die über 20 Anmeldungen für 2021 gewesen, die sich für eine standesamtliche Trauung im Heuerhaus auf dem Heimathof angemeldet haben, so Franz-Josef Göttke. Unabhängig von den Ereignissen und Projekten ist für den Heimatvereinsvorsitzenden 2021 ein besonderes Jahr. Der Heimatverein Bakum wird nämlich 30 Jahre alt. Leider könne dieses Ereignis aktuell nicht entsprechend gefeiert werden, so Göttke. Aber 2022 werde es wieder ein Veranstaltungsprogramm geben.

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