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Heimat ist mit Heide und Moor verbunden

Michael Seel liebt die Luft am Dümmer. 40 Porträts, 40 Gedanken zur Heimat, das ist die Idee der OV-Serie Heimat.Los.

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Geboren wurde ich im Westerwald. Heimat war für mich aber immer Heide und Moor. Das ist eine Sehnsucht, die ich schon als Kind entwickelt habe.Meine Ferien durfte ich bei Verwandten am Dümmer verbringen, da fühlte ich mich wohl. Danach musste ich natürlich zurück, obwohl ich gar nicht wollte. Ich habe aber erfahren, dass das, woran man fest glaubt, irgendwann auch in Erfüllung geht.

Ende 2011 habe ich die Schäferei in Stemwede übernommen. Damit bin ich in meiner Heimat angekommen. Etwas Besseres hätte mir nicht passieren können. Dem Westerwald trauere ich jedenfalls nicht hinterher, nicht einmal eine Minute! Ich liebe die Weite, die Wolken und den Wind. Klima und Luft am Dümmer sind klasse! In Stemwede bin ich mittlerweile fest verwurzelt. Viele Freunde habe ich hier gewonnen. Der Menschenschlag ist hundertprozentig. Ich unterhalte mich am liebsten auf Platt.

Als gelernter Landwirt mit Spezialisierung auf Schafhaltung kann man kein Millionär werden. Das ist eine Entscheidung für einen Lebensstil. Geld ist bekanntlich nicht alles, Idealismus gehört dazu. Das sieht auch meine Frau so, mit der ich seit 20 Jahren verheiratet bin und die genauso lange auf Urlaub verzichten musste.

Ich engagiere mich für den Erhalt der Diepholzer Moorschnucke und betreibe Landschaftspflege im Osterfeiner Moor und im Ochsenmoor. Mit der Naturschutzstation gibt es eine hervorragende Zusammenarbeit. Mein Ziel ist es, die Natur zu erhalten, um sie an die nächste Generation weitergeben zu können.

Als ich hierher gekommen bin, habe ich zehn Bäume mitgebracht und gepflanzt. Wer einen Baum pflanzt, will länger bleiben, heißt es. Inzwischen habe ich 40 Obstbäume gesetzt. Ich bin auch Bienenzüchter. Aber von hier bis Rüschendorf sehe ich nur Mais. Dass die Biene nichts mehr findet, hat es früher nicht gegeben. Mit den Bäumen wollte ich ein Zeichen setzen. Wenn jeder ein wenig für Heimat und Natur tut, habe ich keine Angst um unsere Zukunft.

  • Das Projekt Heimat.Los der Oldenburgischen Volkszeitung und der Katholischen Akademie Stapelfeld wird von den Volksbanken, den HGVs Vechta/Damme und der Firma Cewe unterstützt.

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