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Halener Metal-Festival zum Leben erweckt

"The Awakening" war die eintägige Premiere in der Gemeinde Emstek überschrieben. Jetzt soll das Festival wachsen.

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Pure Energie: Tim „Tetzel“ Schmidt schonte sich nicht, um die Metal-Fans mitzureißen. Foto: Thomas Vorwerk

Pure Energie: Tim „Tetzel“ Schmidt schonte sich nicht, um die Metal-Fans mitzureißen. Foto: Thomas Vorwerk

In der langen Bühnenabstinenz durch Corona hat sich bei den Bands so einiges aufgestaut und das haben die Gruppen wie Asenblut, Mount Altlas oder Clear Sky Nailstorm am Samstag in Halen mit einem apokalyptischen Grollen herausgelassen. "Hell over Halen – The Awakening" war das 1-tägige Festival überschrieben, und das im Titel zitierte Erwachen lässt für das kommende Jahr, wenn an 3 Tagen dem Metal in all seinen Variationen gehuldigt werden soll, eine Menge erwarten.

Der Testlauf hat die Erwartungen der Macher voll und ganz erfüllt. Kurz vor Mitternacht hatte Vereinsvorsitzender Ingo Lindner bereits ein positives Fazit für den Tag gezogen und als am Sonntag ein paar wenige Stunden Schlaf nachgeholt waren, hatte sich an dieser Einschätzung nichts geändert. "Wir haben noch nicht abgerechnet, denken aber, dass wir klar kommen", schätzte er 15 Stunden später die finanzielle Situation ein.

Mit Orgel: Hansi Kecker (rechts) unterstützte Mount Atlas kurzfristig an den Tasten. Foto: Thomas VorwerkMit Orgel: Hansi Kecker (rechts) unterstützte Mount Atlas kurzfristig an den Tasten. Foto: Thomas Vorwerk

Das Konzept war aufgegangen. Nicht nur, dass einige Fans mehrere hundert Kilometer Anreise gerne in Kauf genommen haben, auch in der nächsten Umgebung fanden sich Neugierige. Die Halener Einwohner durften gratis Festival-Luft schnuppern, um sich einen Eindruck zu verschaffen. Die Organisatoren wiederum versprachen sich dadurch eine größere Akzeptanz der Veranstaltung für die Zukunft. 350 Besucher wurden offiziell auf das Gelände neben der Schützenhalle gelassen.

Ein weites Spektrum hatte das knappe Dutzend Bands abgedeckt. Melodischer Rock oder harte Riffs, plattdeutscher Gesang und Thrash-Metal waren im Repertoire. Hammond-Klänge erinnerten gar ein wenig an Deep Purple und dies war keine Selbstverständlichkeit. Keyboarder Christoph Ramke war bei Mount Atlas kurzfristig ausgefallen und Ersatz musste her. Und den gab es hochkarätig. Hansi Kecker, der schon mit Szenegrößen wie Manowar und Zed Yago gespielt hatte, schaffte sich binnen einer Woche die Setlist drauf und eine gemeinsame Probe am Nachmittag genügte, um ein Feuerwerk zu zünden.

Musiker zum Anfassen

Merchandising, Leckereien und kühle Getränke fehlten ebenso wenig, wie ein "Meet and Greet"-Bereich, wo sich die Fans mit ihren Bands fotografieren ließen. Greta Keiss war eine von ihnen, die mit den düster geschminkten Musikern von Nachtblut unbedingt einen Erinnerungs-Schnappschuss haben wollte. "Ich habe den Aufbau für das Festival in den vergangenen Tagen beim Spazierengehen mit Hund und Kind beobachtet, da wollte ich heute auch mit dabei sein, zumal ich einen der Bühnentechniker von Nachtblut kenne", sagte die Halenerin im Gespräch mit OM-Medien. Im Hintergrund hievte derweil die Band ein zierliches Groupie für das nächste Foto in die Höhe.

Gruppenbild mit Dame: Greta Keiss stellte sich mit den Musikern von Nachtblut zu einem Erinnerungsfoto. Foto: Thomas VorwerkGruppenbild mit Dame: Greta Keiss stellte sich mit den Musikern von "Nachtblut" zu einem Erinnerungsfoto. Foto: Thomas Vorwerk

"Wir haben nur positive Rückmeldungen bekommen und alle haben Bock auf das nächste Jahr", meinte Festivalleiterin Chrissy Ferdinand am Sonntagnachmittag. Zeitweise waren neben dem eigens engagierten Sicherheitsdienst vier Polizisten auf dem Gelände und auch sie sprachen gegen Mitternacht von einem ruhigen Event. Viele Jahre nach dem "Halen Open Air" wurde am Samstag somit vielleicht der Grundstein gelegt, um das Kirchdorf in der Gemeinde Emstek wieder dauerhaft auf die Festival-Landkarte zu zaubern.

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