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Gefeiertes Visbek Open Air: Fättes Blech interpretiert Fettes Brot und Daft Punk

Das gut besuchte Konzert begeisterte die anwesenden Besucher mit moderner und mitreißender Blasmusik. Die lauten Zugaberufe waren erfolgreich und die Band spielte ein Zusatzstück.

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"Fättes Blech" riß sein Publikum mit und die Besucher tanzten und sangen vor dem Visbeker Rathaus. Interaktion wurde großgeschrieben auf diesem Open-Air-Konzert. Foto: Heinzel

"Fättes Blech" riß sein Publikum mit und die Besucher tanzten und sangen vor dem Visbeker Rathaus. Interaktion wurde großgeschrieben auf diesem Open-Air-Konzert. Foto: Heinzel

Insidern muss die achtköpfige Band aus Süddeutschland nicht mehr vorgestellt werden. Für alle anderen: Fättes Blech macht moderne Blasmusik, indem sie beispielsweise Lieder von Fettes Brot oder Daft Punk für sich bearbeitet und umsetzt. Davon konnten sich jetzt die Besucher des Open-Air-Konzertes vor dem Visbeker Rathaus überzeugen. Und nicht nur das, bei der gut besuchten Veranstaltung wurde mitgesungen, getanzt und besonders laut nach einer Zugabe gerufen. Standing Ovations wären den Blasmusikern sicher gewesen - aber das Publikum stand ja schon.

Der Kulturkreis Visbek hatte das Event organisiert. „Fättes Blech“ war der Wunsch des Musikvereins Visbek, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen zelebriert und entsprechend zahlreich vertreten war. „Lasst uns eine rauschende Nacht feiern“, meinte der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Visbek, André Hüttemeyer. Publikum und Band nahmen ihn beim Wort!

Es war ein musikalischer Parforceritt. Die Band stand kontinuierlich unter Strom, war immer in Bewegung und voller Energie. Diese pure Spielfreude übertrug sich auf das Publikum. „Unsere Shows sind auf die Minute genau. Fättes Blech lebt davon, auswendig zu spielen und sich auf der Bühne frei bewegen zu können“, berichtete Saxophonist Julian Hutter und fuhr fort: „Daher kommt die Lockerheit und dieser Funke springt auf das Publikum über!“ Die Interaktion mit dem Publikum sei entscheidend. „Das ist für uns das Wichtigste“, sagte Simon Heimpel.

Die Konzertbesucher spürten dies und machten mit, tanzten, hüpften und sangen mit Hingabe, während „Fättes Blech“ Lieder wie den Reggaesong „The Tide is high“ spielte. Ursprünglich von „The Paragons“ wurde das Lied ebenfalls von Blondie, Atomic Kitten oder Seed gecovert. Neben „High Hopes“ von Panic! At The Discound oder „Around the World“ von Daft Punk spielten Hip-Hop-Songs durchaus eine große Rolle: „Türlich, Türlich“ von „Das Bo“, „Schüttel Deinen Speck“ von Peter Fox oder „An Tagen wie diesen“, „Du driftest nach rechts“, „Da Draussen“ sowie „Für immer immer“ von Fettes Brot sorgten richtig für Stimmung. Dabei bewies sich das Publikum durchaus als textsicher.

Julian Hutter (links), Simon Heimpel (mitte) und Philip Stotz (rechts) rappten u.a. einige Lieder von Fettes Brot wie An Tagen wie diesen und Du driftest nach Rechts.
Foto: Heinzel
Nicht nur auf der Bühne ging es hoch her. Das Publikum sang und machte mit. Die Choreographie übernahm es von der Bühne.
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Voller Körpereinsatz: Die Bandmitglieder standen nahezu nie still, waren stets in Bewegung und verdeutlichten damit die Energie hinter ihren Instrumenten.
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Der Spaß und die Begeisterung die Fättes Blech auf der Bühne entfaltete übertrug sich auf das Publikum.
Foto: Heinzel
Vom Woodstock der Blasmusik nach Visbek - Fättes Blech hatte sichtlich Spaß dabei.
Foto: Heinzel
Das musikalische Mastermind hinter Fättes Blech: Posaunist Andreas Joos.
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Simon Heimpel sorgte für Gesang und spielte seine Posaune.
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Philip Stotz sang und spielte seine Trompete.
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Julian Hutter spielt nach dem Ausscheiden von Isabella Lingg wieder das Saxosphon bei Fättes Blech.
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Florian Hatzelmann spielt die Tuba nicht nur bei Fättes Blech, sondern auch in der Oper Zürich.
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Robert Rothenhäusler übernahm ebenfalls Gesangsparts und sorgte ansonsten für Stimmung mit seiner Trompete.
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Schlagzeuger von Fättes Blech ist Elias Bentele.
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Robert Rothenhäusler (links) und Philip Stotz (rechts) zeigten mit Fättes Blech wie cool moderne Blasmusik sein kann.
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Peter Millich vertrat an diesem Tourwochenende Stammtrompeter Daniel Huber.
Foto: Heinzel
Fättes Blech harmonierte nicht nur auf der Bühne. Die Brass-Band ist 2012 gegründet worden. Viele der Mitglieder sind gemeinsam groß geworden, u.a. in Musikvereinen.
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Der Gesang stellte ein durchsaus belebendes und abwechslungsreiches Element dar. Dank seiner Bandbreite von Hip-Hop über Reggae bis hin zu French House.
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Aus der Hocke hieß es nach oben zu springen. Aber auch von rechts nach links und wieder zurück wurde getanzt. Die sportliche Bewegung macht den Anwesenden aber sichtlich Spaß.
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Interaktion miteinander und mit dem Publikum wurde ganz groß geschrieben. Es machte sichtlich Spaß zuzusehen und mitzumachen.
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Das Publikum und die Band gingen eine Symbiose ein und feierten einfach geile Musik wie etwa Daft Punks Around the world.
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Der Musikverein Visbek hatte sich den Auftritt gewünscht und bei der Vermittlung geholfen. Das Orchester feiert in diesem Jahr sein 100-Jähriges Bestehen.
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Die Brass-Band machte jedenfalls echt „fätte“ Musik und trat in folgender Besetzung in Visbek auf: Am Schlagzeug saß Elias Bentele und die Tuba spielte Florian Hatzelmann. Der Tubist lebt in Zürich, ist Solospieler am Opernhaus Zürich. „Ich brauche beides. Es ist jeweils eine Art Ausgleich“, sagt der Tubaspieler. Das Trompetentrio bildete an diesem Abend Philip Stotz, Robert Rothenhäusler sowie Peter Millich, der an diesem Wochenende für Daniel Huber eingesprungen war. Seit dem Ausstieg von Isabella Lingg wieder am Saxophon: Julian Hutter. Posaune spielten Simon Heimpel und Andreas Joos. Letzteren bezeichnen sie auch als musikalisches Mastermind der Gruppe. Der Bandleader ist für nahezu alle Arrangement verantwortlich. „Ich weiß, wem ich was in die Noten schreiben kann“, sagte der 27-Jährige schmunzelnd und ergänzt: „Die Energie von Blasmusik muss perfekt rüberkommen.“ Musikalisch seien sie super offen und das spiegele sich auch in ihrer Playlist wider. Der Song „Mixtape“ beispielsweise stamme von dem Jazz-Pianisten Jamie Cullum. 2012 gegründet, habe sich der Sound der Brassband kontinuierlich weiter entwickelt.

Die Musiker haben sich riesig auf ihren Auftritt in Visbek gefreut - zumal wie bereits erwähnt Kontakte zum örtlichen Musikverein bestehen. Der Musikverein Visbek hat sein eigenes Jubiläumskonzert am 3. September vor dem Hotel Visbeker Deern. Die Tickets sind – in Anlehnung an das Gründungsjahr  – für 19,22 Euro erhältlich. Wer den Preis aufrundet, spendet sein Wechselgeld dem Jugendorchesters „Nordallianz“. „Wir wissen, wie wichtig Vereinsarbeit ist“, sagt Simon Heimpel. Sie selbst seien musikalisch im Musikverein groß geworden. Die Frage „Visbek wo seid ihr?“ wurde an diesem Abend klar beantwortet: Bei Fättes Blech! Über eine ähnlich klare Abstimmung mit den Füßen würde sich der Musikverein Visbek Anfang September auch freuen.

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