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Gefängnis-Ausstellung ist online zu sehen

Die Künstlerin Modesta Helmke zeigte ihre Werke im Vechtaer Frauengefängnis. Es ist die 122. Ausstellung in der Einrichtung.

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Kunst: Modesta Helmke stellt im Vechtaer Frauengefängnis ihre Werke aus. Foto: Huckemeyer

Kunst: Modesta Helmke stellt im Vechtaer Frauengefängnis ihre Werke aus. Foto: Huckemeyer

In der Justizvollzugsanstalt für Frauen wurde im Rahmen von ARTi.G. – Kunst im Gefängnis - eine neue Ausstellung gehängt. Die ARTi.G.-Verantwortlichen freuen sich, dass es gelungen ist, die Vechtaerin Modesta Helmke für diese 122. Ausstellung zu gewinnen, heißt es in einer Mitteilung. Helmke zeigt unter dem Ausstellungstitel „Unsichtbares sichtbar gemalt“ insgesamt 24 Arbeiten.

In einem Begleittext der Künstlerin heißt es dazu: "Die Idee zur künstlerischen Sichtbarmachung jener verschleierten Lebensbegleiter ergab sich aus der Erkenntnis, dass die Menschheit in auswegsamen Situationen den Glauben an einen beschützenden Gott immer mehr verliert." Daher solle die gezeigte Malerei jenes aufdecken, was Menschen zu begleiten scheine. "Es bleibt den Betrachtenden die Freiheit zu entscheiden, welches Kunstwerk ihre inneren Regungen zu verkörpern oder zu lindern vermag, sei es die malerische Darstellung des tröstlichen Schutzengels, des verführerischen Todes oder des fliegenden Pferdes als Symbol der Zuversicht – folglich ein irdischer Ausdruck unsichtbarer Empfindungen."

Die ausgestellte Malerei verzichte auf opulente Oberflächenreize zugunsten eines schlichten Ausdrucks innerer Empfindungen, heißt es weiter. Dies gelinge sowohl mithilfe von einfachen Linien und verfremdeten Abwandlungen als auch karikaturesken Darstellungen im expressionistischen Stil. "Dadurch unterstützt die gewählte Malweise die künstlerische Sichtbarmachung von positiv assoziierter Freude, Freiheit, Liebe, Wünschen, Gerechtigkeit und Zuversicht bis hin zu negativ konnotierten Sorgen, Scheitern, Schmerz, Trauer und Tod.“

  • Info: Aufgrund der Corona-Pandemie muss erneut auf eine Ausstellungseröffnung verzichtet werden. Auch ist ein Besuch der Ausstellung derzeit nicht möglich. Fotos zur Ausstellung sind aber ab sofort auf der Homepage der Anstalt zu sehen. Die Ausstellung hängt bis zum 25. März.

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