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Für sakrale Kunst: Starmann erhält Verdienstmedaille

Für den bekannten Neuenkirchener Künstler war es eine Überraschung. Am Ende des Ponitifikalamtes in der Neuenkirchener St.-Bonifatius-Kirche ehrte ihn Weihbischof Wilfried Theising.

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Ehrung für einen Künstler: Weihbischof Wilfried Theising (links) zeichnete Ferdinand Starmann (Mitte) aus, Pfarrer Heiner Zumdohme freute sich mit ihm. Foto: Oevermann

Ehrung für einen Künstler: Weihbischof Wilfried Theising (links) zeichnete Ferdinand Starmann (Mitte) aus, Pfarrer Heiner Zumdohme freute sich mit ihm. Foto: Oevermann

Damit hatte Ferdinand Starmann wahrlich nicht gerechnet. Nichtsahnend war er am Sonntag mit seiner Frau zur Kirche gegangen. Am Ende des sonntäglichen Pontifikalamtes mit Weihbischof Wilfried Theising in der katholischen Neuenkirchener St.-Bonifatius-Kirche wurde der über die Grenzen des Oldenburger Münsterlandes bekannte Bildhauer nach vorne zu "seinem" Altar gerufen, um dort eine besondere Ehrung zu erfahren.

"Der Altar hier ist nur ein Zeichen Ihrer vielen Kunstwerke im kirchlichen Leben."Wilfried Thesing, Weihbischof

Der Altar stammt, wie so viele andere kirchliche Kunstwerke in der Umgebung Neuenkirchens auch, aus Starmanns Atelier. Weihbischof Theising zeichnete den Neuenkirchener Künstler mit der Verdienstmedaille des Bischöflich Münsterschen Offizialats für seine besonderen Verdienste in der sakralen Kunst aus. "Der Altar hier ist nur ein Zeichen Ihrer vielen Kunstwerke im kirchlichen Leben", sagte Wilfried Theising zu dem überraschten Starmann.

Der Heimatbund für das Oldenburger Münsterland hatte den 80-Jährigen für die Ehrung vorgeschlagen. Diesen Vorschlag griff das Offizialat in Vechta gerne auf. "Wir sind stolz darauf, dass Sie gerade im Oldenburger Land mit ihren Kunstwerken so viele Akzente gesetzt haben", sagte Wilfried Theising.

Starmanns Kunstwerke sprechen Menschen täglich neu an

Seine Kunstwerke würden jeden Tag aufs Neue die Menschen ansprechen. Es sei ein besonderes Privileg, dass diese Kunstwerke den Menschen frei zugänglich seien. Oftmals müssten Bürger in Museen gehen, seine Kunstwerke dagegen seien "mitten in unseren Gemeinden" zu finden.

"Sie haben mit Ihren Kunstwerken dazu beigetragen, dass der Glaube in dieser Zeit erhalten geblieben ist."Heiner Zumdohme, Pfarrer

Auch St.-Viktor-Pfarrer Heiner Zumdohme hatte für den gebürtigen Nellinghofer nur lobende Worte parat. Ferdinand Starmann habe sich in besonderer Weise für den Glauben und das kirchliche Leben eingesetzt. "Sie haben mit Ihren Kunstwerken dazu beigetragen, dass der Glaube in dieser Zeit erhalten geblieben ist."

Ans Aufhören denkt der 80-jährige Starmann trotz der Auszeichnung noch lange nicht. Den Hammer und den Beitel hat er zwar mittlerweile aus der Hand gelegt, ganz von der Kunst kann und will er sich aber nicht lösen. Stattdessen greift er nun zum Pinsel und zu Ölfarben und widmet sich der weniger anstrengenderen Malerei.

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