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Für Katharina Tegenkamp ist ein Leben ohne Malerei undenkbar

Die Ideen würden ihr nie ausgehen, sagt Katharina Tegenkamp aus Garrel. In der Kulturscheune Lastrup können sich die Besucher bis Ende Juli von ihrer Kreativität überzeugen.

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Stellt in Lastrup aus: Die Künstlerin Katharina Tegenkamp stammt aus Garrel. Foto: G. Meyer

Stellt in Lastrup aus: Die Künstlerin Katharina Tegenkamp stammt aus Garrel. Foto: G. Meyer

Ihr Leben sei Malerei, sagt Katharina Tegenkamp. Ganz stimmt das nicht, denn die Garrelerin ist nebenher auch noch Physiotherapeutin und vor allem dreifache Mutter. Den Pinsel schwang die  34-Jährige  aber bereits als kleines Mädchen. "Da war ich 3." Die Leidenschaft blieb. Seit Montag stellt Tegenkamp in der Kulturscheune Lastrup aus.

Die freie Künstlerin freut sich über die Gelegenheit, ihre Werke der Öffentlichkeit zu zeigen. Manchmal wählt sie dafür auch ungewöhnliche Orte, etwa das Schaufenster eines Klempnerbetriebes. Kunst wirke in jeder Umgebung, betont sie. Ihre Bilder hängen inzwischen in Privathäusern, Praxen, Büros und Restaurants. "Von der Stange" gemalt ist keines davon. Bevor sie die Leinwand aufspannt, schaut sich Tegenkamp den späteren Platz genau an, unterbreitet ihren Auftraggebern eigene Vorschläge und nimmt deren Wünsche sorgsam in die Arbeit mit auf.

Farben werden ausgeschüttet

Bei den in Lastrup ausgestellten Bildern hatte Tegenkamp jedoch freie Hand. Auf eine bestimmte Technik will sich die Autodidaktin, die nie eine Kunstschule besucht hat, nicht festlegen. Zurzeit hat es ihr das experimentelle "Pouring" angetan. Dabei werden die Acrylfarben nicht mit dem Pinsel aufgetragen, sondern auf die Leinwand geschüttet. "Die Ergebnisse sind außergewöhnlich und nicht vorhersehbar", erklärt sie. Das Abstrakte liegt ihr ebenso wie das Figürliche. Häufiges Motiv sind tanzende Paare – eine Reminiszenz an die eigene Vergangenheit als Formationstänzerin.

Wenn sie zu malen beginne, habe sie meist nur eine vage Vorstellung davon, wie das fertige Bild aussehen wird, sagt die junge Frau. Das gelte besonders für die abstrakten Arbeiten. "Sie sind expressiv, emotional und intuitiv". Was sie ausdrücken, liege ganz im Auge des Betrachters. "Jeder findet etwas anderes darin". Und das sei auch genau richtig so.

Die Bilder sind noch bis Ende Juli im Obergeschoss der Kulturscheune zu sehen. Der Eintritt ist frei, es gelten die Öffnungszeiten des Rathauses. Mit der Resonanz auf die bisherigen Ausstellungen ist Lastrups Kulturmanagerin Verena Lampe sehr zufrieden. Die Räume sollten auch Künstlern offen stehen, die nicht aus der Gemeinde stammen, findet sie. Katharina Tegenkamp macht den Anfang.

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