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Friesoyther Kunstkreis bereitet "Ortswechsel" vor

Im September wird es in neuen Räumen nach 2 Jahren Pause wieder eine Kunstausstellung der 27 Mitglieder geben. Auch darüber hinaus sollen die Kunstwerke stärker in die Öffentlichkeit kommen.

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17 aus 27: Nach 2 Jahren Pause drängt der Kunstkreis Friesoythe mit neuen Ideen und Projekten wieder in die Öffentlichkeit. Foto: Stix

17 aus 27: Nach 2 Jahren Pause drängt der Kunstkreis Friesoythe mit neuen Ideen und Projekten wieder in die Öffentlichkeit. Foto: Stix

2 Jahre lang lag die gemeinsame Arbeit des Kunstkreises Friesoythe coronabedingt quasi brach. Jetzt wollen die 27 Künstlerinnen und Künstler wieder Gas geben. Bei ihrer Versammlung am Dienstagabend entstanden im gemeinsamen Brainstorming zahlreiche Ideen, die – wenn nicht in diesem, so doch im nächsten Jahr – umgesetzt werden sollen. Die für die Mitglieder des Kunstkreises wichtigste Entscheidung: 2022 soll es wieder eine große, gemeinsame Ausstellung an einem zentralen Ort geben.

Die Werkschau wird allerdings nicht, wie bis 2019, im Atelier am Alten Schlachthof in der Burgstraße stattfinden. "Die Räumlichkeiten im Alten Schlachthof sind inzwischen so in die Jahre gekommen, dass wir derzeit dort keine Ausstellung machen können", sagt Kunstkreis-Mitglied Gerd Binder. Der Renovierungsaufwand sei nach 2 "unbespielten" Jahren immens hoch und damit für den Kunstkreis zu teuer. Vor allem habe sich herausgestellt, dass die Luftfeuchtigkeit in den Räumen für Kunstwerke zu hoch ist. "Im Laufe der letzten Ausstellung haben einige Aquarell-Arbeiten doch sehr unter der feuchten Luft gelitten", erläutert Binder.

Ausstellung im ehemaligen Möbelhaus soll von Events begleitet werden

Die Ausstellung im September 2022 soll deshalb im ehemaligen Möbelhaus an der Ellerbrocker Straße stattfinden. "Das hat möglicherweise nicht den Charme des Alten Schlachthofes", sagt Binder, "aber es bietet natürlich ganz andere Möglichkeiten, Kunstwerke zu präsentieren." Da das Gebäude etwas außerhalb der Innenstadt liegt, sollen begleitende Events wie etwa ein Sonntagsfrühschoppen oder besondere Abendveranstaltungen das Publikum in die Ausstellung locken.

Die Vernissage ist für den 9. September vorgesehen, die genaue Laufzeit der Ausstellung steht noch nicht fest. "Das müssen wir", so Binder, "noch mit der Eigentümerin klären." Fest steht allerdings bereits der Titel der Ausstellung. "Wir haben uns – passend zum neuen Ausstellungsort – auf den Titel 'Ortswechsel' geeinigt", sagt Binder. "In der Diskussion darüber sind auf Anhieb viele kreative Ideen entstanden." 

Neuzugänge: Mit Bildern wie denen von Enok Charway (links) bereichen die Neuzugänge, zu denen auch Elisabeth Bergfeld (rechts) und Neele Grothuesmann gehören, künftig die Arbeit des Kunstkreises Friesoythe. Foto: StixNeuzugänge: Mit Bildern wie denen von Enok Charway (links) bereichen die Neuzugänge, zu denen auch Elisabeth Bergfeld (rechts) und Neele Grothuesmann gehören, künftig die Arbeit des Kunstkreises Friesoythe. Foto: Stix

An der Ausstellung werden auch die drei neuen Kunstkreis-Mitglieder teilnehmen, die sich am Dienstag vorgestellt haben. Die Friesoytherin Neele Grothuesmann erstellt in erster Linie großformatige Werke bis zu 2 mal 1,5 Metern – "was halt so in meiner Wohnung noch geht", sagt sie. Elisabeth Bergfeld aus Hilkenbrook, die seit über 40 Jahren künstlerisch tätig ist, setzt ihre Schwerpunkte auf Aquarell- und Acryl-Malerei. Und Enock Charway aus Ghana, der über den Fußball nach Europa kam und seit einiger Zeit in Friesoythe lebt, beeindruckte die Kunstkreis-Mitglieder mit seinen abstrakten, farbstarken Werken ebenso wie mit seinen Bleistift-Porträts.

Zu den weiteren Projekten, die diskutiert und beschlossen wurden, gehören Pop-up-Ausstellungen in den Schaufenstern leer stehender Ladengeschäfte sowie der Aufbau einer Artothek, aus der Bilder für einen gewissen Zeitraum für die häuslichen Wände ausgeliehen werden können. "Mit solchen Projekten wollen wir verstärkt an die Öffentlichkeit gehen, präsent sein und unsere Bilder aus den eigenen vier Wänden holen", erläutert Binder. Auch wenn sich solche Projekte sicher nicht in kürzester Zeit realisieren lassen, scheint es, als habe sich in den vergangenen 2 Jahren sehr viel Kreativität angesammelt.  

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