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"Es war einmal" eine Figurenspielerin ....

Gertrud Bünger aus Holdorf hätte am Sonntag mit "Däumelinchen" eine Premiere feiern wollen. Doch dann kam Corona.

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Gertrud Bünger haucht den Figuren Däumelinchen und der Maus Leben ein. Foto: Vollmer

Gertrud Bünger haucht den Figuren Däumelinchen und der Maus Leben ein. Foto: Vollmer

Die Premiere ihres neu inszenierten Puppenspiels "Däumelinchen" nach dem Märchen von Hans-Christian Andersen hatte sich Gertrud Bünger vom Figurentheater "Es war einmal" ganz anders vorgestellt. Coronabedingt musste die Holdorfer Figurenspielerin die für Sonntag (15. November) terminierte Vorstellung in der Musikscheune absagen.

Ganz nach dem Motto "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben" lässt sich Gertrud Bünger aber nicht entmutigen. Die ungewollte Absage gibt ihr die Zeit, gemeinsam mit der Regisseurin Ute Kotte in ihrem 2019 eröffneten Kellertheater an der einen oder anderen Szene noch weitere Details zu erarbeiten. 

Bei ihrer ersten Inszenierung von "Däumelinchen" stand Gertrud Bünger ihrer Arbeitskollegin Brigitte Varwig als Gastspielerin zur Seite. Varwig steht aus Zeitgründen nicht mehr zur Verfügung. Weil Gertrud Bünger dieses Märchen aber im Repertoire behalten will, entschloss sie sich, es ihrem Publikum allein vorzuspielen. "Anstatt 4 Hände bleiben jetzt nur meine 2 Hände für die Aufführung", sagt die Figurenspielerin und fügt hinzu: "Da gibt es als Solospielerin viel zu tun."

"Es sind anstrengende 45 Minuten."Gertrud Bünger, Holdorfer Figurenspielerin

Gemeinsam mit Ute Kotte entwickelte die Holdorferin ein ganz neues Konzept, das es ihr erlaubt, Licht, Musik und Figuren zu bedienen. "Es sind anstrengende 45 Minuten", sagt Gertrud Bünger. Immerhin spielen in dem Stück neben Däumelinchen 11 Figuren wie beispielsweise Käfer, Kröte, Maus, Schmetterling, Fisch und Prinz eine wichtige Rolle.

"Alleinunterhalterin" in der Rolle der Erzählerin

Ute Kotte, die von 1987 bis 1997 am Kammertheater Neubrandenburg als Puppenspielerin tätig war und seit 1998 ihr Theater "Maskotte" in Buchholz (Mecklenburg) betreibt, weiß, welche Anstrengung das erfordert. Während der Aufführung lässt die erfahrene Regisseurin "Alleinunterhalterin" Gertrud Bünger in die Rolle der Erzählerin schlüpfen. "Das gibt ihr die Gelegenheit, nebenher die notwendigen Umbauten am Bühnenbild vorzunehmen", verrät Ute Kotte.

Das Märchen selbst handelt von einem Mädchen, das aus einem Korn wachsen soll. Auf der vielseitig konstruierten Bühne lässt Gertrud Bünger große und kleine Zuschauer ihren Alltag vergessen. Und am Ende wird alles gut, obwohl es vorher ganz schön aufregend war. Dieses Ende wünscht sich Gertrud Bünger auch für ihre Premiere, die eines Tages stattfinden wird.

  • Info: Mehr über Gertrud Bünger findet sich im Internet.

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