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„Es ist mein Anliegen, anderen zu helfen“

Heute: Oliver Hölters aus Dinklage. 30 Südoldenburger und ihre Gedanken zu Kreuz und Christentum: Das ist der Stoff der Serie „Mut zum Kreuz“.

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Oliver Hölters trägt seine Uniform mit dem Malteserkreuz aus Überzeugung. Der 39-jährige Familienvater aus Dinklage arbeitet als Notfallsanitäter in der örtlichen Rettungswache der katholischen Hilfsorganisation. Hölters setzt sich dabei nicht nur für Menschen ein, die einen Unfall hatten oder akut erkrankt sind, sondern auch für seine Kollegen – als Mitarbeitervertreter und in Tarifkommissionen.

„Ich bin katholisch, gläubig, aber weniger der Kirchgänger. Dafür spielt der Glaube im Alltag die größte Rolle. Der respektvolle Umgang miteinander, die Nächstenliebe und die Freude daran, anderen Menschen zu helfen, Menschenleben zu retten, bestimmen mein Arbeitsleben als Notfallsanitäter bei den Maltesern.

Schon in früher Jugend habe ich mich bei der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg engagiert, nach der Schule bei den Maltesern Zivildienst gemacht und schnell eine gemeinsame Schnittmenge entdeckt: Christliche Werte und humanitäre Prinzipien. Damit kann ich mich identifizieren.

Ich stehe hinter dem Kreuz, trage meine Uniform gerne und arbeite aus Überzeugung bei einer katholischen Hilfsorganisation.

Weil Nähe zählt: Das ist der Leitspruch der Malteser. Er bringt es auf den Punkt. Wir sind für andere da, schöpfen Kraft aus dem Glauben heraus. Auch, wenn wir nicht mehr helfen können, wenn jemand gestorben ist. Dann kümmern wir uns um die Angehörigen, betreuen sie.

Mein Anliegen, anderen zu helfen, umfasst auch die Kollegen. Als Vorsitzender der Mitarbeitervertretungen der Malteser im Offizialatsbezirk Oldenburg und als Mitglied der Tarifkommission der Caritas im Norden engagiere ich mich für die Rechte der Arbeitnehmer und die Weiterentwicklung des kirchlichen Arbeitsrechts.

Es macht Spaß, zu beraten, ihnen bei Problemen zur Seite zu stehen. Das zeigt mir, dass der Dritte Weg, also das kirchliche Arbeitsrecht, praktikabel ist und die viel beschworene Dienstgemeinschaft aus dem Glauben heraus mit Leben gefüllt werden kann. Auch das ist ein besonderer Dienst am Nächsten.

Der Einsatz für die Mitarbeiter und das Streben nach Fairness in der Arbeitswelt machen es notwendig, in der Sache – etwa bei Tarifverhandlungen – hart zu ringen. Wichtig ist mir dabei aber, auch in Streitgesprächen immer sachlich zu bleiben und niemals persönlich zu werden. Ich stehe hinter dem Dritten Weg und arbeite aktiv mit, ihn zu gestalten und zu formen. Ich werde dabei aber auch nicht müde, mich für Gerechtigkeit einzusetzen.“

Fakten

  • Am 15. August: Josef Kleefeld aus Ellerbrock.
  • „Mut zum Kreuz!“ ist ein Projekt der Kardinal-von-Galen Stiftung Burg Dinklage, der OV und der Münsterländischen Tageszeitung in Cloppenburg.
  • Anlass für das Projekt sind der 70. Todestag des Seligen Clemens August Kardinal von Galen im März 2016 und die Rückschau auf den Kreuzkampf im Oldenburger Münsterland vor 80 Jahren.
  • Der 1878 auf Burg Dinklage geborene Kardinal predigte gegen die Euthanasie-Morde der Nazis. Im Kreuzkampf protestierten 1936 Südoldenburger öffentlich und mit Erfolg gegen die von den Nazis angeordnete Entfernung der Kreuze aus katholischen Konfessionsschulen.
  • Ab dem 18. September findet eine Ausstellung auf Burg Dinklage statt.
  • Im November erscheint ein Buch zum Thema.
  • „Mut zum Kreuz!“ wird unterstützt von der LzO und der CEWE-Gruppe in Oldenburg.

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