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Endlich wieder Volksfest in Langförden – und doch ist vieles anders

Rund 30 Gruppen und Wagen zogen vom Bomhof zum Laurentiusplatz. Das 71. Volksfest wartete noch mit weiteren Neuerungen auf. Die Verlegung in den Ortskern sei jedenfalls sehr gut angenommen worden.

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Wacken in Langförden: Dafür sorgte die Dorfgemeinschaft Deindrup. Foto: Heinzel

Wacken in Langförden: Dafür sorgte die Dorfgemeinschaft Deindrup. Foto: Heinzel

„Corona, Krieg der ganze Dreck, wir düsen dann mal weg!“ Diese Botschaft hatte sich die Clique Farwick/Wohlers auf ihr Banner geschrieben und es bis nach Langförden geschafft. Sie waren eine von rund 30 Gruppen und Wagen, die bei strahlendem Sonnenschein vom Bomhof zum Laurentiusplatz zogen. Die Strecke des Umzuges während des 71. Langfördener Volksfestes säumten Hunderte von Schaulustigen, die sichtlich Spaß an dem Spektakel hatten. 2 Jahre lang hatte das Fest wegen der grassierenden Corona-Pandemie pausieren müssen.

„Das Zelt platzte aus allen Nähten.“Henry Scheele, Vorsitzender der KLJB Langförden

Den Umzug führte die neu gekrönte Erdbeerkönigin Hanna I. Niemann aus Astrup bei Visbek an. Sie wurde bereits am Samstag durch Vechtas Bürgermeister Kristian Kater in Anwesenheit der Vorsitzenden des Fördervereins Erdbeerkönigin Anja Muhle und der scheidenden Majestät Pauline I. Averbeck gekrönt. Im Anschluss an die Inthronisierung wurde im Festzelt kräftig gefeiert. „Das Zelt platzte aus allen Nähten“, berichtete der Vorsitzende der KLJB Langförden, Henry Scheele. Franz-Josef Meyer, der Vorsitzende des Volksfestvereins schätzt, dass rund 2000 Gäste auf dem Laurentiusplatz gefeiert haben. „Die erwarten wir heute auch“, meinte er vor dem Umzug am Sonntag. „Das war ein grandioser Erfolg“, sagte Ortsbürgermeister Dirk Lübbe zum gut besuchten Samstagabend, welchen die KLJB Langförden mit organisiert hatte. Eine Tatsache, die Franz-Josef Meyer in seiner kurzen Rede lobend hervorhob.


Die KLJB Langförden hat sich zusammen mit der Feuerwehr auch in die Organisation mit eingebracht. Beim Umzug entschieden sie sich für den Start auf einem eigenen Fischkutter“
Foto: Heinzel
CARstens Autoskooter ist ein Freundeskreis der in dieser Konstellation erstmals am Umzug teilnahm und mit seinen Karambolagen für Stimmung sorgten.
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Der Kindergarten Langförden nahm mit rund 100 Kindern am Umzug teil.
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Die Freiwillige Feuerwehr Langförden verwandelte sich 2022 in Hinterwäldler die als  Moonshiner - wie Schwarzbrenner in den USA genannt werden - unterwegs sind.
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Die Dorfgemeinschaft Spreda hatte sich bereits vor drei Jahren für das Thema Wacken entschieden. Mit großen Vergnügen und entsprechender Musik waren sie bereits von weitem zu hören.
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Eine Cocktailparty feierte die Dorfgemeinschaft Spreda.
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Winken gehört nicht nur für die Umzugsteilnehmer dazu.
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Die Clique FarwickWohlers landeten als Astronauten mitten im Umzug.
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Als leckere Bärchen waren die Alten Herren von BW Langförden  heiß begehrt.
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Die Dorfgemeinschaft Holtrup hatte sich auch etwas einfallen lassen und bot während des Umzuges eine Schluckimpfung an.
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Spaß und Cocktails sind eine ansteckende Kombination.
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BW Langförden feierte seinen Aufstieg mit einem eigenen Wagen.
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Der MGV Cäcilia Langförden zeigte sich wieder kreativ.
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Das Theater für Jedermann machte auf seine Anfang September bevorstehdende Aufführung des Jedermann“ vor dem Langfördener Dom aufmerksam.
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Hannah I. Niemann bekam ihre eigene Sänfte. Entsprechend gut gelaunt zeigte sich die Astruperin.
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Der MGV Langfördern hatte eine klare Botschaft: Mer lasse d´r Dom in Lanwern. Da verbanden sie Kölsch mit Platt und heißt übersetzt: Wir lassen den Dom in Langförden.
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Mal ein ganz anderer Gruß vom Umzug in Langförden.
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Der stellvertretende Landrat Josef Kläne und Bürgermeister Kristian Kater liefen in der Honoratiorengruppe mit.
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Eine Sehenswürdigkeit des 71. Umzuges waren die vielen alten Traktoren.
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Bereits am Samstag wurde Hannah I. Niemann zur Nachfolgerin von Pauline I. Averbeck gewählt.
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Der Umzug präsentierte sich wie gewohnt bunt und abwechslungsreich. Neben den Musikgruppen und dem Kindergarten und der Grundschule Langförden waren die einzelnen Wagen ein echter Hingucker. Die Dorfgemeinschaft Deindrup hatte sich das Festival "Wacken" als Thema herausgesucht. Von ihrem Gefährt dröhnte „Du hast“ von Rammstein. Die Freiwillige Feuerwehr Langförden verkleideten sich als Hinterwäldler, die heimlich als Moonshiner – also Schwarzbrenner – unterwegs sind. Sie hatte seit Mai jeden Donnerstag daran gebastelt und ist erst am Samstagnachmittag – also regelrecht auf den letzten Drücker –  mit dem Bau fertig gewesen.

Eine Cocktailparty feierte die Dorfgemeinschaft Spreda. Der MGV Cäcilia Langförden meinte „Mer lasse d´r Dom in Lanwer!“ Sie verband damit erfolgreich Kölsch und Platt. Lanwer heißt Langförden auf Plattdeutsch. Die Alten Herren von BW-Langförden verkleideten sich als Gummibärchen. „Wir naschen alle gern“, meinte Werner Hartmann, der Obmann der Abteilung. Die Langfördener Landjugend hatte sich einen Fischkutter gezimmert und zog mit 75 Mitgliedern durch den Ort.

In diesem Jahr fand die Veranstaltung mitten im Ort auf dem Laurentiusplatz statt. Franz-Josef Meyer führte dafür mehrere Gründe an – etwa die bessere Lage und die Möglichkeit, den Platz im Ortskern, nach seiner Umgestaltung, nun voll nutzen zu können. So gibt es in diesem Jahr ein wesentlich umfangreicheres Angebot für Kinder.

Der Vereinsvorsitzende sagte nach dem Umzug: „Der gestrige Abend hat schon gezeigt, dass dies die richtige Entscheidung war.“ Neben dem vielen Positiven ließ Franz-Josef Meyer aber ein aktuelles Problem nicht unerwähnt – den Personalmangel. Viele bewährten Strukturen seien weggebrochen. Dies konnte durch die starke Hilfe der Landjugend und der Feuerwehr ausgeglichen werden.

Erst ging es für Kristian Kater und Hanna I. Niemann vorneweg, dann zog der Umzug an ihnen vorbei.Erst ging es für Kristian Kater und Hanna I. Niemann vorneweg, dann zog der Umzug an ihnen vorbei.

„Langförden kann feiern“, meinte Vechtas Bürgermeister Kristian Kater und die Langfördener Landjugend skandierte später dazu passend: „Der Zug hat keine Bremse!“ In diesem Sinne bleibt offen, wie lange vor dem Langfördener Dom gefeiert wurde.

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