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Ellen Fuhr – Furiose Darstellung Berliner Stadträume mit Rotweinglas

Eine neue Serie auf OM online: Mitglieder des Lohner Kunstvereins "Die Wassermühle" stellen frühere Ausstellungen vor, die für sie unvergesslich bleiben.

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Ohne Titel ist dieses Werk von Ellen Fuhr aus dem Jahr 2012. Es zeigt Berlin und seine Häuser, Brücken und eine U-Bahn. Foto: Fuhr

Ohne Titel ist dieses Werk von Ellen Fuhr aus dem Jahr 2012. Es zeigt Berlin und seine Häuser, Brücken und eine U-Bahn. Foto: Fuhr

Das kulturelle Leben steht still. Nahrung für Geist und Seele fehlt. OM online hat Mitglieder des Lohner Kunstvereins „Die Wassermühle“ dazu aufgerufen, einen Blick auf eine für sie unvergessliche Ausstellung zu werfen, die im vergangenen Jahrzehnt in dem historischen Baudenkmal gezeigt wurde. So soll Kultur in Corona-Zeiten eine Bühne erhalten. Diesmal: Dr. Jörg und Kerstin Sommer mit ihren persönlichen Gedanken zur Ausstellung von Ellen Fuhr.

Was war unsere persönliche Lieblingsausstellung in den vergangenen 10 Jahren? Erst schien es kompliziert, diese Frage zu beantworten, dann war es aber doch recht einfach, denn wir betraten im September 2019 die Wassermühle und waren sofort angenehm gefangengenommen von einer expressiv quirligen Vorstellung Berliner Stadtszenen. Das ehrwürdige Ausstellungsgebäude vibrierte geradezu in einem expressiven Farbenrausch, der in entschlossenen Pinselstrichen auf die Leinwand gebannt worden war.

Ellen Fuhr, die zwei Jahre vor dieser Ausstellung an Krebs gestorben war, füllte die Räumlichkeiten mit schwirrender Präsenz. „Dynamische Szenerien verschränken sich spitzwinklig mit der Architektur. Klare Konturen verbinden sich mit expressivem Gestus“ – frei zitiert nach Astrid Volpert, Berlin Kultur vom 11. Oktober 2017.

Kunst an der heimischen Wand: Dr. Jörg Sommer gönnt sich einen Rotwein. Foto: SommerKunst an der heimischen Wand: Dr. Jörg Sommer gönnt sich einen Rotwein. Foto: Sommer

Die Künstlerin stammte keineswegs aus einer Künstlerfamilie. „Fast alles Physiker, vom Großvater Hertz über den Großonkel Heinrich Hertz bis zum Bruder und zu ihrem Ehemann, der Biophysiker ist“, so Ellen Fuhr über ihre Biographie. Die Künstlerin, ausgebildete Biologielaborantin, ist geboren in Berlin und war Meisterschülerin an der Akademie der Künste in Dresden bei Gerhard Kettner.

Warum sie uns so in ihren Bann gezogen hat? Geboren im Jahr 1958, wie ich, Jörg, gestorben am Geburtstag unseres Sohnes und gelebt in Berlin, wo auch ich die ersten Semester meines Studiums verbracht habe.

Ja, das spielt alles eine Rolle, aber ihre Malerei hat sie uns so präsent gemacht, unterstützt durch die einfühlsam sortierten Worte ihres Mannes, der die Ausstellung mit Frau Dr. Gertrud Landwehr kuratiert hat.

Und, auf fast jedem Bild ist ein mehr oder weniger gefülltes Rotweinglas zu sehen. Ganz in unserem Sinne. Wir lassen sie immer wieder hochleben und freuen uns über das Bild, das wir von ihr gekauft haben!

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