Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Eine Dinklager Handwerkerfamilie und die Stadtgeschichte

Karl Tepe führt in einem Buch nicht nur die Familienhistorie und die Entwicklung von Firmen zusammen. Der Band ist ab sofort im Alten Bahnhof einsehbar.

Artikel teilen:
<strong>Ein Buch voller Dinklager Geschichte(n):</strong> Karl Tepe (2. von links) übergab seine gedruckte und gebundene Familienchronik an den Heimatvereinsvorsitzenden Paul Arlinghaus (rechts), Mechthild Bocklage (Bibliothek des Heimatvereins) und Martin Glandorf (stellvertretender Vorsitzender). Foto: Kathe

Ein Buch voller Dinklager Geschichte(n): Karl Tepe (2. von links) übergab seine gedruckte und gebundene Familienchronik an den Heimatvereinsvorsitzenden Paul Arlinghaus (rechts), Mechthild Bocklage (Bibliothek des Heimatvereins) und Martin Glandorf (stellvertretender Vorsitzender). Foto: Kathe

Karl Tepe aus Dinklage hat jetzt einen interessanten Beitrag zur Familien- und Firmengeschichte der Stadt vorgestellt. Der Gründer des Sanitär- und Heizungsbaubetriebes Tepe erstellte in zweieinhalbjähriger Arbeit eine Chronik der Familie Tepe sowie der beiden heute existierenden Unternehmen Elektro- und Sanitär-Tepe. Vor wenigen Tagen überreichte er ein Exemplar dieses gedruckten und mit festem Einband versehenen Buches dem Vorstand des Heimatvereins. Der Band ist ab sofort in der Bibliothek des Vereins im Alten Bahnhof in Dinklage einsehbar.

Ein Blick zurück in der Geschichte: Sie beginnt im 19. Jahrhundert mit Franz und Caroline Tepe, die am heutigen Dinklager Riedenweg wohnten. Er arbeitete als Weber in der Firma van der Wal, sie versorgte die vielen Kinder der Familie; es waren 16, von denen 5 bereits bei der Geburt starben.

Der jüngste Sohn Emil wurde im Jahr 1905 geboren (gestorben 1980). Er ist der Stammvater der heutigen Tepe-Familienbetriebe, denn schon kurz nach dem Ende seiner Schulzeit im Jahr 1920 begann er eine Ausbildung als Elektriker in Hiltrup bei Münster - in einem Bereich also, der gerade erst im Entstehen war. Stromleitungen erreichten damals erst seit kurzer Zeit die heimischen Haushalte. Zeitgleich erlernte er Installationstechniken für Wasser- und Gasleitungen sowie Kupferschmiedearbeiten.

Nach einigen Lehr- und Wanderjahren, die Emil Tepe unter anderem auch quer durch Deutschland führten, gelangte er zurück ins Oldenburger Münsterland. Hier absolvierte er 1932 die Meisterprüfung im Elektrohandwerk, heiratete 1932 Anna Wittrock aus Dinklage und gründete in einem zum Betrieb Wittrock am Markt gehörenden Stallgebäude seine Elektro-, Heizungs-und Sanitärfirma. Die erste Wohnung des jungen Brautpaares, das insgesamt 10 Kinder bekam, war im Obergeschoss des Uhrmacherhauses Weiss am Marktplatz.

Karl Tepe schildert ausführlich die Familiengeschichte und zudem mit vielen Details die Entwicklung der Betriebe, die die Kinder von Emil und Anna Tepe gründeten: Emil Tepe junior (1934 bis 1992) übernahm 1978 den Bereich für Elektroarbeiten, Gas- und Wasserrohrbau. Karl Tepe, 1935 geboren, übernahm schon 1973 den Bereich der Klempnerei/Sanitär-Installation sowie des Zentralheizungsbaus. Beide Betriebe werden heute von Söhnen der jeweiligen Firmengründer fortgeführt.

Aus der Tepe-Chronik lassen sich viele für Dinklage geschichtlich interessante Daten und Ereignisse herausfiltern. So waren die Betriebe maßgeblich beteiligt an vielen Baumaßnahmen zum Beispiel für das frühere Krankenhaus oder im Zusammenhang mit einer ganzen Reihe von Firmen aus Dinklage oder der näheren und weiteren Umgebung. Interessant sind zudem die von Karl Tepe aus familiären und anderen Quellen zusammengetragen Abbildungen und Fotos, die viele Einblicke erlauben in die Entwicklung der Gemeinde respekive heutigen Stadt Dinklage.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Eine Dinklager Handwerkerfamilie und die Stadtgeschichte - OM online