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Ein Kunstwerk mit Hand und Kopf für Holdorf

Ein echter Blickfang bereichert den Vorplatz des alten Bahnhofs. Bildhauer Jürgen Waxweiler hat im Auftrag des Unternehmers Nils Bogdol die dreiteilige Skulptur geschaffen.

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Es ist vollbracht: Bildhauer Jürgen Waxweiler (rechts) übergibt das Kunstwerk an die Unternehmer-Familie Nils und Sabine Bogdol. Foto: Vollmer

Es ist vollbracht: Bildhauer Jürgen Waxweiler (rechts) übergibt das Kunstwerk an die Unternehmer-Familie Nils und Sabine Bogdol. Foto: Vollmer

Prominente Freundschaft bereichert Holdorfs alten Bahnhof mit einer modernen, vielsagenden Statue: Den Vorplatz des alten Bahnhofs schmückt seit Freitag (12. August) eine vom bekannten Bildhauer Jürgen Waxweiler kunstvoll in Stein gehauene dreidimensionale Statue.

Bereits an der Bahnhofszufahrt des dort ansässigen deutschlandweit aktiven Reinigungs-Unternehmens Ray Facility Management Group der Nils Bogdol GmbH fällt das dreiteilige überdimensionale Kunstwerk direkt ins Auge. Ein rauten-ähnliches, in Stein gehauenes Fragment, mittig auf einem mächtigen Quader angebracht, stellt einen Ausschnitt aus dem Logo der Firma dar. Rechts und links ist es umgeben von einem ebenso dominanten Kopf und einer großen Hand.

Kopf symbolisiert die Mitarbeiter des Unternehmens

„Die Kopf-Skulptur symbolisiert den Kern unseres Unternehmens, nämlich die 3000 Köpfe der Mitarbeiter, die jeden Tag alles geben. Die Hand steht für unser Tun. Für unser Handwerk: Gebäudereinigung, Instandhaltung, ganzheitliches Facility Management“, erklärt Nils Bogdol. „In der Mitte steht ein Quadrat aus dem Firmenlogo, das sich auf der Fläche biegt. Dies stellt den technischen Teil dar, der hier im Unternehmen gelöst werden muss, und damit den Kontrast zu Kopf und Hand bildet“, führt Jürgen Waxweiler aus.

Der Bildhauer Jürgen Waxweiler (rechts) tränkt den einzubauenden Stein am Fuß mit Wasser, damit dieser sich mit dem Mörtel auf dem Sockel verbinden kann. Der Kranführer Bernd Ströher lenkt millimetergenau den Lkw-Kran. Foto: VollmerDer Bildhauer Jürgen Waxweiler (rechts) tränkt den einzubauenden Stein am Fuß mit Wasser, damit dieser sich mit dem Mörtel auf dem Sockel verbinden kann. Der Kranführer Bernd Ströher lenkt millimetergenau den Lkw-Kran. Foto: Vollmer

Riesige Köpfe als Skulpturform mit filigran herausgearbeiteten Gesichtern und einer überdimensional eckigen Haarpracht haben sich mittlerweile als Erkennungsmerkmal Waxweilers Steinmetzkunst herauskristallisiert. Aber auch Hände und Füße zählen zum künstlerischen Repertoire von Jürgen Waxweiler, denen man häufiger in südlichen Gegenden des Landes begegnet. Ob als „Doppelkopf“ auf einer Stele inmitten eines Kreisverkehrs in seiner Heimatstadt Traben-Trarbach oder als „Empedokles (antiker griechischer Philosoph) und die vier Elemente“ in Trier aus Anlass der Landesgartenschau 2004.

Schon seit den 80er Jahren befreundet

Die Anfang der 80er Jahre gewachsene Freundschaft zwischen Nils Bogdol und Jürgen Waxweiler fand mit diesem Projekt einen Höhepunkt. In München erlernte Nils Bogdol den Beruf des Gebäudereinigers und Jürgen Waxweiler absolvierte dort die Lehre zum Steinmetz und Bildhauer. „Während der Ausbildungszeit haben wir beide gleichzeitig am Gebäude des Justizpalasts gearbeitet und gelernt“, berichtet Nils Bogdol. „Wir haben uns gut verstanden und auch unsere Freizeit gemeinsam verbracht“, ergänzt Jürgen Waxweiler, der sich als Bildhauer durch Auszeichnungen mit Kunstpreisen und über die Grenzen Deutschlands hinaus beachteten Ausstellungen einen Namen gemacht hat.

Durch die Verlegung des Wirkungskreises des Bildhauers nach Johannesburg in den Jahren 2011 bis 2018 hatten die beiden Freunde naturgemäß weniger Kontakt, der aber nie ganz unterbrochen war. So gab es vor 6 Jahren ein Wiedersehen in Traben-Trarbach, um Erinnerungen aufzufrischen. Als Jürgen Waxweiler seinen Gast Nils Bogdol durch seinen Skulpturen- und Ateliergarten führte, war der Unternehmer so beeindruckt, dass bei ihm die Idee reifte, etwas Modernes, Kunstvolles für die Firma anfertigen zu lassen. „Mich hat es gereizt, dem alten Bahnhofsgebäude, das wir in den Jahren 2012/13 saniert haben, und der nostalgischen Bahnhofsuhr etwas Besonderes entgegenzusetzen“, begründet Nils Bogdol die Entscheidung.

Auch vom Naherholungsweg aus gut zu sehen

Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug begrüßt die Initiative des Unternehmers Nils Bogdol, ein augenfälliges Kunstwerk als Kontrast zum historischen Bahnhofsgebäude zu installieren. „Auch vom neben gelegenen Naherholungsweg ist die Skulptur ein Blickfang, der die Betrachter dazu einlädt, sich seine Gedanken über die Bedeutung der drei Darstellungen zu machen“, so der Bürgermeister.

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