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Ein Klavier für die Kultur

Der Mühlen- und der Kulturverein Friesoythe wollen das Kulturzentrum Alte Wassermühle aufwerten. Das alte Klavier ist Künstlern nicht zuzumuten, ein neues soll her. Die Vereine hoffen nun auf Spenden.

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Das soll's sein: Birgit Meyer-Beylage und Franz Kröger vom Vorstand des Mühlenvereins hoffen auf zahlreiche Spenden, damit das Grotrian-Steinweg-Klavier für das Kulturzentrum Alte Wassermühle angeschafft werden kann.   Foto: Mühlenverein

Das soll's sein: Birgit Meyer-Beylage und Franz Kröger vom Vorstand des Mühlenvereins hoffen auf zahlreiche Spenden, damit das Grotrian-Steinweg-Klavier für das Kulturzentrum Alte Wassermühle angeschafft werden kann.   Foto: Mühlenverein

Als Veranstaltungsraum wird die Alte Wassermühle vielen Wünschen gerecht. In einem Punkt allerdings bleibt das Friesoyther Kulturzentrum hinter seinen eigenen Ansprüchen und hinter den Erwartungen der Künstler zurück: Das Klavier im großen, bis zu 120 Gäste fassenden Saal erfüllt die Voraussetzungen für hochkarätige musikalische Veranstaltungen schon seit langem nicht mehr. Deshalb soll jetzt Ersatz her. Der Mühlenverein als Gastgeber und der Kulturkreis Bösel-Saterland-Friesoythe als Veranstalter sind dabei auf die Mithilfe der Kulturinteressierten in der Region angewiesen: Ohne Spenden ist die Finanzierung des 10.000 Euro teuren Instruments nicht möglich.

"Das Klavier entspricht nicht den Anforderungen der Künstlerinnen und Künstler", sagt Birgit Meyer-Beylage, die sowohl im Mühlenverein als auch im Kunstkreis im Vorstand tätig ist. "Ehrlich gesagt, ist es peinlich, dass wir oft auf den guten Willen der Auftretenden angewiesen sind, die sich meist eher ungern an das Instrument setzen." Zu alt sei es, der Klang entspreche bei weitem nicht der musikalischen Qualität der Interpreten. "Es erfüllt einfach die von den Künstlern gewünschten Voraussetzungen nicht mehr", bedauert Franz Kröger, der Vorsitzende des Mühlenvereins.

Wahl fiel auf ein Instrument des Braunschweiger Klavierbauers Grotrian-Steinweg

Der Mühlenverein will deshalb dem Kulturzentrum zum 20-jährigen Bestehen im kommenden Jahr ein neues Klavier gönnen. Bei der Auswahl haben Meyer-Beylage und Kröger auch die Expertise externer Fachleute eingeholt und sich am Ende für das Modell Concerto G-113 des Braunschweiger Klavierbauers Grotrian-Steinweg entschieden. "Auch der neue Kirchenmusiker der St.-Marien-Gemeinde, Carlos Reigadas, hat sich das Klavier angeschaut und uns den Kauf empfohlen", sagt Meyer-Beylage. "Das gleiche Modell steht auch im Kulturbahnhof in Cloppenburg", ergänzt sie.

Der Kauf eines elektrischen Klaviers sei, so Meyer-Beylage, nicht infrage gekommen. "Natürlich sind die günstiger und die tragbaren können dann auch im Obergeschoss der Mühle oder an anderen Orten verwendet werden", sagt sie. "Aber wir wissen von den Künstlern, dass sie sich an solche Instrumente nicht setzen." Das sei eine Frage des Klangvolumens, des Anschlags, der Pedalerie und oft auch der Gewöhnung. "Außerdem ist ein Konzert auf dem Grotrian-Steinweg ein Klangerlebnis, das man dem Friesoyther Publikum nicht vorenthalten sollte", so Meyer-Beylage.

10.471,70 Euro sind für das Instrument fällig. "Der Verkäufer, die Firma Piano Rosenkranz in Oldenburg, ist uns bei dem Preis so stark entgegengekommen, dass man schon von einem Sponsoring sprechen kann", sagt Meyer-Beylage. "Und sie haben auch noch eine Klavierdecke und eine Klavierbank dazugelegt und geben 5 Jahre Garantie." Trotzdem ist der Preis für die Vereine nicht zu stemmen. "Wir wollen das auf viele Schultern verteilen und möchten deshalb alle Kulturinteressierten herzlich bitten, die Anschaffung und damit die Kulturarbeit in Friesoythe zu unterstützen", sagt Kröger. "Jede Spende trägt dazu bei, dass auch der ländliche Raum nicht auf hochkarätige Musikveranstaltungen verzichten muss."

  • Info: Spenden sind unter Angabe des Verwendungszweckes „Klavier“ auf das Konto des Mühlenvereins, IBAN DE21 2806 6620 0410 7900 03, bei der Spadaka Friesoythe möglich.

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