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Ein Kalender zeigt die Schönheit der Landschaft in Fladderlohausen

Andrea Wördehoff malt mit weiteren Künstlerinnen "Bilder aus Lorse, dem Fladder und dem Dannau". Es ist eine Reaktion auf das mögliche Gewerbegebiet in der Holdorfer Bauerschaft.

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Gemeinschaftsprojekt: (von links) Andrea Wördehoff, Rainer Wördehoff und Marion Krause. Foto: Böckmann

Gemeinschaftsprojekt: (von links) Andrea Wördehoff, Rainer Wördehoff und Marion Krause. Foto: Böckmann

Die Kritik am möglichen interkommunalen Gewerbegebiet "Ba/Di/Ho" entlang der Bundesstraße 214 ist groß, man könnte auch sagen: riesengroß. Das wurde nicht nur in den politischen Sitzungen, sondern auch auf den Versammlungen in Fladderlohausen und Langwege deutlich. Die Landwirte fürchten um ihre ertragreichen Äcker, die Bürger um eine Zersiedelung. Doch es gibt noch einen weiteren Aspekt, auf den die Gegner hinweisen: nämlich die Schönheit der Landschaft. Heinrich von Höne aus Fladderlohausen dokumentierte sie in einem Video, Alfons Pille garnierte dieses mit Worten – und Andreas Wördehoff zeigt sie jetzt in Bildern. Genauer gesagt: in einem Kalender mit Aquarellen und Mischtechnik.

Die 63-Jährige zeigt "Bilder aus Lorse, dem Fladder und dem Dannau". Es sei ihr unverstellter Blick, ein Eintauchen in die Weite der Landschaft aus Holdorfs schönster Region. Andrea Wördehoff hat 10 Bilder gemalt, dazu kommt jeweils ein Gemälde von der Holdorfer Künstlerin Marion Krause und der Wenstruper Kulturschaffenden Gisela Mustermann-Fiedler.

Andrea Wördehoff zeigt einen "anderen Blick" auf die Landschaft

Wie es zu der Kalender-Idee kam? "Ganz spontan", sagt Andrea Wördehoff. Als Lorserin seien sie und ihr Mann Rainer natürlich auch in die politische Diskussion um einen gemeinsamen Industriepark von Badbergen, Dinklage und Holdorf gerutscht. Und die Wördehoffs fragten sich: "Was können wir tun?"

Die Antwort gab Nachbarin Imke Greve. Sie schlug Andrea Wördehoff vor, einen Kalender malen, um die Schönheit der Landschaft ohne Gewerbegebiet zu zeigen. "Wir wollen neben der politischen Debatte ein kreatives und positives Zeichen setzen." 

Die Bilder zeigen dabei nicht originalgetreue Orte. Sondern sie resultieren aus den Erinnerungen von Andrea Wördehoff von ihren Spaziergängen durch die Bauerschaft, es sei ein "anderer Blickwinkel". Der hohe Nährwert für Körper, Seele und Geist in Fladderlohausen haben auch die Künstlerinnen zu den im Kalender abgebildeten Bildern inspiriert.

Lorse, Fladder und vor allem Dannau bildeten "das grüne Tor zum Oldenburger Münsterland", findet Rainer Wördehoff. Der Tourismus in dieser Ecke boome derzeit regelrecht. Der Kardinalsweg von Damme über Holdorf nach Dinklage sei ein wunderschöner langer grüner Korridor. "Und das wollen wir alles aufgeben?", fragt Rainer Wördehoff. Nein, finden die gebürtigen Münsterländer. 

Und seine Frau ergänzt: "Nicht zuletzt die Coronapandemie hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, Rückzugs- und Kraftorte in der Natur zu erhalten." Der Nutzen für den Menschen sei durch alle vergangenen Einschränkungen noch einmal besonders deutlich hervorgetreten.

Andrea Wördehoff hatte die 10 Bilder im Laufe des Jahres gemalt, ihr Mann Rainer kümmerte sich um die Gestaltung und das Layout des Kalenders. Pünktlich zur Bürgerversammlung am Dienstag in Lorse war der Kalender dann fertig.


Fakten

  • Der Kalender wurde eine Auflage von 250 Stück produziert und kostet 5 Euro.
  • Die Einnahmen fließen in die Lorser Interessengemeinschaft. Der Kalender ist im Blumenladen Blützezeit beim Rewe in Holdorf erhältlich.
  • Er wird auch auf den Weihnachtsmärkten in Holdorf (26. und 27. November) und Wenstrup (10. Dezember, ab 15 Uhr im Wenstruper Eck) verkauft.

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