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Durch Home-Dancing einen Eintrag ins Weltrekordbuch gesichert

Über 2800 Tänzer nahmen an der Aktion teil. Allein 90 davon waren über die Tanzschule Sandmann dabei. Die Teilnehmer genossen es tanzend den Corona-Alltag zu vergessen.

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Weltrekordhalter: Michael und Sandra Sandmann waren dabei als 1404 Paare den "größten Cha-Cha-Cha in Videokonferenz" tanzten. Foto: privat

Weltrekordhalter: Michael und Sandra Sandmann waren dabei als 1404 Paare den "größten Cha-Cha-Cha in Videokonferenz" tanzten. Foto: privat

Michael und Sandra Sandmann sind Weltrekordhalter. Zu „Loco in Acapulco“ von den Four Tops tanzten sie zusammen mit 1403 anderen Paaren einen Cha-Cha-Cha. Aber natürlich nicht an einem Ort, sondern alle über einen Videoanruf verbunden im eigenen Wohnzimmer. Es war der „größte Cha-Cha-Cha in Videokonferenz“ der Welt. Mindestens 500 Personen waren notwendig um den alten Rekord einzustellen, doch diese Marke haben die Organisatoren mit über 2800 Personen weit übertroffen.

Das Rekord-Institut für Deutschland prüfte den digitalen Weltrekordtanz mit mehreren Rekordrichtern, die ebenfalls bei Zoom eingeloggt waren, um sicherzustellen, dass die Teilnehmenden ihre Kamera eingeschaltet hatten und zum Takt der Musik tanzten. „Mit den Login-Zahlen aus der Konferenz-Software und den digitalen Anmeldelisten zum Abgleich konnten wir die Zahl der aktiv Teilnehmenden genau ermitteln. Mit 1.404 Tanzpaaren hat das RID den Weltrekord für den »größten Cha-Cha-Cha in Videokonferenz« anerkannt, wir gratulieren allen Beteiligten!“, so Olaf Kuchenbecker, der als oberster RID-Rekordrichter zum Prüfkomitee gehörte. Bereits am Montag wurde der neue Weltrekord offiziell ins RID-Rekordregister eingetragen.

45 Paare nahmen an der Aktion teil

Über die Vechtaer Tanzschule von Michael und Sandra Sandmann nahmen insgesamt 45 Paare an der Aktion teil, erzählen die beiden. Darunter waren 10 jugendliche Paare, erzählt Michael Sandmann. Die weiteren Tänzer seien Erwachsene bis ins hohe Alter gewesen. Besonders berührt hätte ihn, dass einige der Erwachsene die Jugendlichen gesponsert haben, indem sie deren Teilnahmegebühren übernommen hätten. „Das fand ich ganz toll“, sagt er. „Das Schöne an der Aktion war, dass wir eine Stunde lang nicht an Corona gedacht haben“, sagt Sandra Sandmann. Man habe einfach getanzt. „Es war eine wirklich tolle Sache“, so Michael Sandmann.

Initiator Berko Meyer zeigte sich im Anschluss ebenfalls sichtlich erfreut: „Unsere Tanzstudios sind seit fast einem Jahr geschlossen. Wir aber wollen aktiv mit unserer tanzenden Kundschaft in Kontakt bleiben und Lebensfreude in die Region bringen. Dass wir dabei Unterstützung von 30 weiteren Tanzschulen aus ganz Deutschland erhielten, ist besonders schön“.

Diese digitalen Möglichkeiten sollen nicht ungenutzt bleiben. „Wir möchten jetzt einen Online-Unterricht für unsere bestehenden Tanzkreise mit langjährigen Kunden anbieten“, erzählt Michael Sandmann. Ziel sei es hier den Kontakt aufrecht zu halten, sich auszutauschen und seine Tanzfiguren zu üben. Für neue Kurse sei Online-Unterricht jedoch nicht sinnvoll umsetzbar.

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