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"Die Oma hat früher immer mitgemacht"

In den kommenden Wochen stellt OM online in Zusammenarbeit mit dem Museumsdorf verschiedene Gebäude und ihre Geschichten vor. Den Anfang macht die Töpferei.

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Gründerin: Ingibjörg Schwabe hat die Töpferei vor 50 Jahren in Cloppenburg eröffnet. Foto: Hermes

Gründerin: Ingibjörg Schwabe hat die Töpferei vor 50 Jahren in Cloppenburg eröffnet. Foto: Hermes

50 Jahre nachdem sie die Töpferei im Museumsdorf gegründet hat, sitzt Ingibjörg Schwabe immer noch an ihrem Werktisch. „Die großen Sachen kann ich nicht mehr machen, aber das Bemalen funktioniert noch gut“, sagt sie.

Sie habe eine Nische gefunden und sei froh darüber. „Früher war es auch so, dass die Oma immer noch ein wenig mitgemacht hat“, erzählt Schwabe mit einem Lachen. Neben ihr sind Brigitte Köppel, Beate Merrick und Anne Spark in der Werkstatt tätig.

Am Ofen: Anne Spark hat auch ihre Ausbildung in der Museumsdorf-Töpferei absolviert.Am Ofen: Anne Spark hat auch ihre Ausbildung in der Museumsdorf-Töpferei absolviert.

Letztere hat hier ihre Ausbildung zur Keramikerin für Scheibentöpferei absolviert. „Zur Berufsschule musste ich in den Westerwald. Es gibt nämlich nur noch drei in Deutschland mit dieser Ausrichtung“, erzählt Spark. Das Interesse am Töpfern habe sich langsam gesteigert, während der Fachoberschule Gestaltung hat sie bereits ein Praktikum in der Museumsdorf-Töpferei gemacht. Später fragte sie nach einer Lehrstelle und war erfolgreich.

Einige der Besucher kennen das Gebäude noch persönlich, das den Gebrüdern Ahaus in Hellern bei Osnabrück gehörte. 1966 erwarb das Museumsdorf die Werkstatt, sie war 1864 von Dietrich Ahaus gegründet worden. Bei den Produkten handelte es sich überwiegend um glasierte Irdenware, die nach Lufttrocknung bei 800 bis 900 Grad gebrannt wurde.

Elektrisch oder mit Muskelkraft: Brigitte Köppel sitzt und formt an der Drehscheibe.Elektrisch oder mit Muskelkraft: Brigitte Köppel sitzt und formt an der Drehscheibe.

Neben einer elektrischen Variante werden im Museumsdorf auch heute noch Drehscheiben mit Muskelkraft bedient. „Es ist ein wunderbares Handwerk. Man sieht, was man erschaffen hat“, sagt Köppel. Es gebe viele Interessierte, das zeigen die Töpferkurse. Geöffnet ist die Werkstatt von dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr.

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