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Die "From a distance" – Zeit ist jetzt vorbei

Das Dinklager Kolpingorchester feiert in der Aula der Oberschule sein erstes Konzert nach der Corona-Zeit. Die jungen Musiker der Orchester-AG bestehen zudem ihre Feuertaufe.

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Lange Pause wegen Corona, aber die Ventile klemmen nicht: Die Musiker des Kolpingorchesters Dinklage zeigten bei ihrem Konzert in der Oberschule am Samstag viel Spielfreude. Foto: Brauns-Bömermann

Lange Pause wegen Corona, aber die Ventile klemmen nicht: Die Musiker des Kolpingorchesters Dinklage zeigten bei ihrem Konzert in der Oberschule am Samstag viel Spielfreude. Foto: Brauns-Bömermann

Voll besetzt bis zum letzten Stuhl: Dieses Bild bot sich in der Aula der Oberschule in Dinklage am Samstagabend. Ausgehungerte Zuhörer und Fans des Kolpingorchesters Dinklage hatten sich Karten besorgt und wurden „in Concert“ reich beschenkt. Die Ära „From a distance“ war damit beendet, die Popballade von Julie Gold stand dem Orchester mindestens so gut wie der Spaziergang durch die bunte Metropol-Welt von Big Apple. Die Sightseeingtour von Komponist Kees Vlak „New York Ouverture“ forderte vom Orchester von Ulli Lier alles. Vom tiefsten Blech- bis zum höchsten Querflötenton, samt Fingerschnips der Musiker zum Takt.

Wenn Gold und Silber von Trompete, Horn und Querflöte Bilder assoziieren und lebendig werden lassen, sah man dies auch in den Gesichtern der Zuschauer. Das gelang dem sinfonischen Orchester von Lier: Ob der Kräfte zehrende Aufstieg auf den Fast-Viertausender Eiger, belohnt durch eine grandiose Aussicht, oder das tragische Ende des Zeppelins „Hindenburg“ mit Originaleinspielungen des Radiomoderators Herbert Morrison als Augenzeuge – in Dinklage nahm all das pastos Farbe an.

„Wie gut ihr Miteinander schon klappt, das zeigt Ihnen heute Abend die Orchester-AG der Oberschule“, kündigte Yvonne Lüesse die jüngsten Musiker an. Der Kunstgriff, Schule und Hobby zu vereinen, gelang in der Oberschule mit Ulli Lier als Lehrer und Gesamtleiter des Kolpingorchesters. Mit der Orchester-AG und den möglichen Proben am Donnerstagnachmittag, können die Schüler beides verbinden. Gemeinsam braucht es viel weniger Mut, und so blitzten zu „My Grandfather's Clock“, dem Traditions-Shanty „Der Hamburger Veermaster“ und dem als „modern Shanty“ bekannten „The Wellerman“ die Handy-Kameras stolzer Eltern auf. Das Dschungelbuch ist generationsübergreifend und Balus Gemütlichkeit von Jung bis Alt bekannt. „Probier's mal mit Gemütlichkeit“ genoss die AG mit dem großen Orchester gemeinsam.

Viele der jüngeren Musiker sind erst seit September dabei

Petra Fangmann ist Leiterin des teilweise neu besetzten Jungendorchesters. Viele junge Musiker sind erst seit vergangenem September dabei. Das Konzert war ihr erster Auftritt. Spritzig und für ewig jung die Musikauswahl: „Born to be wild“, der Klassiker von Steppenwolf, und die Sonne Kaliforniens mit „Barbara Ann“ der Beach Boys, diese Songs hatten die jugendlichen Musiker ausgewählt.

Dass „Brass“ und sinfonisches Orchester (fast) alles können, zeigte Bobby Darins und der von Megastar Robbie Williams neu interpretierte Swing Klassiker „Beyond the sea“ gespielt vom Kolpingorchester. Der Konzertmarsch „El Capitan“ von Marschkomponist J. P. Sousa aus den USA schmeichelt dem vielen Blech. Dirigent und Leiter Lier weiß aber auch wie „Aber bitte mit Sahne“ fürs Publikum geht: Ein Medley von Eric Clapton als „Cream of Clapton“ und der Konzertabend ist in jedem Fall grandios. So macht Musik hören und genießen und Musizieren gemeinsam richtig Freude. Alle „kleinen Schwarzen“ passten auch nach Corona-Pause noch sehr gut, geprobt hatte das Orchester zudem während Corona online oder draußen.

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