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Die Entwicklung Langfördens als Bildband

Das Werk mit dem Titel "Langförden: gestern und heute" soll Ende 2021 erscheinen. Es fokussiert sich auf Langförden und das Gut Bomhof. Ein zweiter Bildband soll später folgen.

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Heinz Hartmann dokumentiert die Entwicklung seines Heimatortes Langförden.  Foto: Heinzel

Heinz Hartmann dokumentiert die Entwicklung seines Heimatortes Langförden.  Foto: Heinzel

Die Kamera ist seit 1976 ein regelmäßiger Begleiter von Heinz Hartmann, wenn er durch Langförden läuft und die Entwicklung sowie Veränderung seines Heimatortes im Bild festhält. Seit dieser Zeit präsentiert der gebürtige Langfördener seine Arbeit jährlich als Dia-Schau. Dabei entstand ein umfangreiches Fotoarchiv, auf das er immer zurückgreifen kann. Was Heinz Hartmann im vergangenen Jahr auch intensiv getan hat. Der 79-Jährige bereitet derzeit einen Bildband mit dem geplanten Titel "Langförden: gestern und heute" vor. Ende 2021 soll das Werk durch den Heimatverein Langförden publiziert werden. 80 Seiten mit über 100 Fotos hat Heinz Hartmann dafür schon zusammengestellt.

"Günter Staggenborg hatte 2018 die Idee dazu", erzählt der Langfördener. Der 2019 verstorbene Günter Staggenborg plante in einem Bildband, alte Aufnahmen aktuellen Bildern gegenüberzustellen, ergänzt durch kurze, prägnante Informationstexte. Neben Langförden sollten in dem Werk die 5 Bauerschaften Holtrup, Bergstrup, Deindrup, Calveslage und Spreda sowie die 3 Adelsgüter Bomhof, Strohe und Vardel berücksichtigt werden.

Heinz Hartmann war damals sofort begeistert von der Idee und wollte zu dem Bildband die Fotoauswahl zu Langförden beisteuern. Günter Staggenborg hätte sich um Spreda gekümmert und Reinhold Bothe um Deindrup. Die notwendigen Texte würden von Theresia Lamping und Wilhelm Baumann produziert. "Ursprünglich hatten wir an ein Buch mit allen 6 Bauerschaften gedacht", sagt Heinz Hartmann. Inzwischen hat sich aber herauskristallisiert, dass das Projekt in 2 Bände aufgeteilt werden wird. Band 1  fokussiert sich auf Langförden und das Gut Bomhof. Band 2 zeigt dann die verbliebenen Orte und Adelsgüter. Bislang ist dabei nur klar, dass sich Reinhold Bothe um Deindrup kümmert, für die restlichen Orte werden noch Mitstreiter vom Heimatverein Langförden gesucht.

Gestern: Eine Fliegeraufnahme zeigt Langförden im Jahr 1928. Foto: Archiv Heimatverein LangfördenGestern: Eine Fliegeraufnahme zeigt Langförden im Jahr 1928. Foto: Archiv Heimatverein Langförden

Die Arbeiten an dem Projekt gestalten sich momentan schwierig, da die Vereinsarbeit seit geraumer Zeit ruht. Das liegt an den coronabedingten Kontaktbeschränkungen. Daher ist es für Wilhelm Baumann auch schwer einzuschätzen, wie viel Zeit er für die Texte benötigt. Er hat schließlich die Bildauswahl von Heinz Hartmann noch nicht gesehen. "Es ist wichtig, zu den Fotoaufnahmen prägnante Informationen zu liefern", sagt der Leiter des Offizialatsarchivs in Vechta. Als Quellen für seine Texte plant er, die vorhandene Literatur sowie die Archive des Heimatvereins, des Offizialats und der örtlichen Tageszeitung heranzuziehen.

Heute: 2010 konnte Heinz Hartmann dieses Bild von Langförden aufnehmen. Foto: H. HartmannHeute: 2010 konnte Heinz Hartmann dieses Bild von Langförden aufnehmen. Foto: H. Hartmann

Im März des vergangenen Jahres begann Heinz Hartmann mit der Umsetzung des Projektes und ist bis heute sehr gut vorangekommen. Der 79-Jährige hatte als gebürtiger Langfördener immer ein besonderes Verhältnis zu seinem Heimatort. Er ist Gründungsmitglied des Heimatvereins, engagierte sich lange Jahre in führender Position im Volksfestverein, und darüber hinaus singt Heinz Hartmann im Männergesangsvereins Cäcilia. Immer mit dabei seine Fotokamera, denn der Langfördener ist schon sein ganzes Leben lang von Bildern fasziniert.

"Ich habe mir immer Zeit gelassen, den Auslöser zu drücken, denn das Bild im Sucher muss stimmig sein."Heinz Hartmann

An Weihnachten 1975 kaufte er sich dann seinen ersten Fotoapparat und begann das Leben in seinem Heimatort zu dokumentieren. Erst 2008 stieg er auf eine digitale Kamera um. Heute komme es durchaus auch vor, dass er seine Bilder digital nachbearbeite. Prinzipiell sei seine Vorgehensweise beim Fotografieren auch heute noch so wie vor 45 Jahren: "Ich habe mir immer Zeit gelassen, den Auslöser zu drücken", erzählt er und fährt fort:  "Das Bild im Sucher muss stimmig sein." Mit der gleichen Sorgfalt und Akribie kümmert er sich aktuell um den von Günter Staggenborg initiierten Bildband. Geht es nach Heinz Hartmann, wird dieser zu einem möglichst erschwinglichen Preis angeboten. Unabhängig davon hofft der Langfördener auf ein entsprechendes Interesse in der Öffentlichkeit.

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