Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Die Aula des Lohner Gymnasiums bebt und steht beim Neujahrskonzert

Bereits zum 8. Mal gastierte die Philharmonie Südwestfalen in Lohne. Dirigiert wurde der Abend durch Bernhard Steiner. Die gesanglichen Akzente setzte Leonor Amaral.

Artikel teilen:
Die Philharmonie Südwestfalen gastierte bereits zum 8. Mal in Lohne. Foto: Heinzel

Die Philharmonie Südwestfalen gastierte bereits zum 8. Mal in Lohne. Foto: Heinzel

Sinnlich und heißblütig – sozusagen ein spanischer Abend – war das 20. Neujahrskonzert in der Aula des Gymnasiums Lohne. Mit der Ouvertüre aus Gioachino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ versetzte die Philharmonie Südwestfalen, welche seit 1992 den Titel Landesorchester Nordrhein-Westfalen trägt, unter der Leitung von Bernhard Steiner ihr Publikum leichtfüßig und dynamisch nach Andalusien. Begleitet wurde das Orchester von Leonor Amaral. Die Sopranistin bestach mit ihrer wunderschönen, klaren und vielseitigen Stimme. Für die Musiker wurde es ein gefeierter Auftritt, denn die Aula bebte vor Begeisterung und stand am Ende geschlossen auf.

Tosender Beifall, Pfiffe und Standing Ovations waren der Lohn für einen fantastischen musikalischen Vortrag. Mehrmalige Zugaben fanden ihren Höhepunkt im Radetzky-Marsch, bei dem das Publikum begeistert mitklatschte. Dirigent Bernhard Steiner verstand es, diesen Enthusiasmus mit leichter Hand zu kanalisieren und die Gäste musikalisch zu integrieren. Ein nicht enden wollender Applaus verabschiedete die hervorragenden Musiker.

„Ich freue mich auf ihre beeindruckende Stimme und portugiesische Lebensfreude.“Lohnes Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet über Leonor Amaral

„Ich freue mich auf ihre beeindruckende Stimme und portugiesische Lebensfreude“, meinte Lohnes Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet in ihrer Begrüßung. Sie sprach in ihren Begrüßungsworten davon, dass es eine gute Tradition sei, mit dem Neujahrskonzert schwungvoll in das Jahr zu starten. Und dies täte man mit der Philharmonie Südwestfalen bereits zum 8. Mal. Den weiteren Abend moderierte Bernhard Steiner. Der gebürtige Wiener verstand es, locker, amüsant und informativ über kleine Geschichten und Anekdoten in das jeweilige Stück einzuführen.

Leonor Amaral wurde für ihre Leistung mit tosendem Applaus belohnt. Foto: HeinzelLeonor Amaral wurde für ihre Leistung mit tosendem Applaus belohnt. Foto: Heinzel

Die ausgewählte Musik changierte zwischen reinen Instrumentalstücken und Liedern, die von Leonor Amaral mit Leben gefüllt wurden. Die gebürtige Portugiesin füllte die einzelnen Figuren aus und verlieh ihnen eine Stimme, die mit ihrer Schönheit, Klarheit und Vielseitigkeit das Publikum berührte und zu Begeisterungsstürmen hinriss. Mit ihrer Eleganz und stimmlichen Strahlkraft verzauberte sie die Anwesenden. 

Gespielt wurden beispielsweise Stücke der Komponisten Gioachino Rossini (1792 - 1868), Jaques Offenbach (1819 - 1880), Hector Berlioz (1803 - 1869), Eduard Strauß (1835 - 1916), Léo Delibes oder Johann Strauß (Sohn). Es war ein echter Konzertgenuss, zu erleben, wie Rossinis Gewittermusik die Gäste mitten in einen Sturm warf, der „Spanische Marsch“ sie an den Königshof in Madrid versetzte oder über die Ouvertüre aus Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ in das antike Griechenland entführte.

Dirigent Bernhard Steiner moderierte das 20. Lohner Neujahrskonzert. Foto: HeinzelDirigent Bernhard Steiner moderierte das 20. Lohner Neujahrskonzert. Foto: Heinzel

„Orpheus in der Unterwelt“ sei einer der größten Operettenerfolge überhaupt, erzählte Bernhard Steiner. Dessen Schöpfer Jaques Offenbach habe mit seinen Werken der Gesellschaft gerne einen Spiegel vorgehalten. In diesem Falle seien es Napoleon III. und die Gesellschaft des zweiten französischen Kaiserreiches gewesen. Die Orpheus-Handlung diene dabei nur als Rahmen. Die Ouvertüre der Operette war und ist mitreißend. Spannend war auch die „Carmen-Quadrille“ von Eduard Strauß, einem wahren Meister darin, den Atem der Zeit aufzugreifen, so Bernhard Steiner. „Immer wenn Sie meinen, jetzt könnten Sie mitsingen, geht es anders weiter“, beschrieb der Dirigent das Stück. Und genauso war es. Die Philharmonie Südwestfalen präsentierte „einfach großartige Musik“ und wurde vom Publikum für die hervorragende Leistung mit stürmischem Beifall bedacht. Leonor Amaral setzte mit ihrer glanzvollen Performance das I-Tüpfelchen auf einen lebensfrohen, mitreißenden „andalusischen“ Abend in Lohne.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Die Aula des Lohner Gymnasiums bebt und steht beim Neujahrskonzert - OM online