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"Der Mensch ist mir wichtig"

"Spurensuche – Woher und Wohin" - so lautet die Ausstellung der Löninger Fotografin Petra Breher und die Malerin Hille Winkler. Angesichts der Corona-Zahlen verzichten sie auf eine Vernissage.

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Erste große Ausstellung: Die Löninger Fotografin Petra Breher  stellt  in der Rathaus-Galerie aus. Foto: Julia Aselage

Erste große Ausstellung: Die Löninger Fotografin Petra Breher stellt  in der Rathaus-Galerie aus. Foto: Julia Aselage

Unter dem Motto "Spurensuche – Woher und Wohin" präsentieren die Löninger Fotografin Petra Breher und die in Berlin lebende Malerin Hille Winkler mehr als 50 ihrer Arbeiten ab dem 31. August in der Rathaus-Galerie in Haselünne.

Die Idee einer gemeinsamen Ausstellung von Malerei und Fotografie zum Thema liegt nahe, denn die seit ihrer Schulzeit am Gymnasium in Haselünne miteinander befreundeten Bildschaffenden Hille Winkler und Petra Breher kooperieren schon lange immer mal wieder miteinander, schreibt Wilhelm Dreischulte in seinem Beitrag zu dieser Ausstellung.  

Regelmäßiger fachlicher Austausch über die Social Media und gemeinsame Treffen bei Werkvorstellungen und Ausstellungseinladungen hätten bei beiden Tradition. Winkler gestaltete nach ihrer Tischlerlehre zu Beginn ihres Kunststudiums eine Transport-Box aus edlem Hartholz für die Abschlusspräsentation der Fotografie-Ausbildung von Breher.

Breher und Winkler kooperieren schon lange miteinander

Die Fotografin, den Löningern vor allem bekannt als  Teil des Centralhof-Trios gemeinsam mit Jürgen und Ella Breher sowie als Jägerin, fotografierte mit hoher technischer Perfektion und einem gestalterischem Blick die künstlerischen Abschlussarbeiten aus Papierschichten, Pergament und blauer Tusche von Hille Winkler im Garten der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. So entstanden bereits ein Verständnis und ein offener Blick für die Arbeiten der jeweiligen anderen.

Wegen der Einschränkungen und möglichen Gefahren durch Corona und mit Blick auf die steigenden Erkrankten-Zahlen verzichten die Beteiligten auf eine Vernissage zum Auftakt. Die Rathaus-Galerie ist von montags bis donnerstags von 8.30 bis 16.30 Uhr und freitags bis 12.30 Uhr am Rathausplatz 1 geöffnet. Auch wenn es die erste Ausstellung der Fotografin ist, kennen viele Löninger doch bereits ihre Arbeiten. Denn seit Jahren nutzt sie den Saal des Centralhofs als Galerie für ihre Natur- und Tieraufnahmen. Auch wird das Schaufenster eines ehemaligen Geschäfts neben der Gaststätte für wechselnde Präsentationen genutzt.  

Saal des Gasthauses Breher dient auch als Galerie 

Sie stellt im Saal auch eine von der Zeitschrift "fotoforum" mit dem zweiten Platz im Bereich "Vögel" des bundesweiten Wettbewerbs "Tiere 2020" ausgezeichnete Aufnahme mit dem Titel „Erfolgreiche Jagd“ aus. Als Gast auf einer Beizjagd in Löningen fotografierte sie einen Habicht, der gerade die Schwingen und seinen mit Bluts­tropfen verschmierten Rumpf über seine Beute, einen Hasen, ausbreitet.

Die Jury war tief beeindruckt. "Sie sind sich einig gewesen, dieses Motiv noch nie in einer derartigen Intensität gesehen zu haben", schreibt das Trio. "Der Mensch ist mir wichtig", formuliert Petra Breher als eines ihrer zentralen Themen. Das sei kein Widerspruch zu den Natur- Landschafts- und abstrakten Themen betont sie. Durch ihre Ausbildung und Arbeit im Fotostudio habe die Portrait- , Familien- und Gruppen-Fotografie natürlich im Mittelpunkt gestanden. Nur ein kleiner Schritt sei dann für sie die Akt-Fotografie gewesen, ein Bereich, in dem sie gern arbeite und in dem sie die besonderen Herausforderungen reizen, so Breher im Gespräch. Mit der Geburt ihrer Kinder hatte sie ihre künstlerischen Ambitionen, die sich auch auf die Malerei bezogen, zunächst auf Eis gelegt.

Spiegelung: Zu den Arbeiten, die in der Rathaus-Galerie gezeigt werden, gehört auch diese Aufnahme einer verlassenen Fabrik in der Annaburger Heide. Foto: Petra Breher"Spiegelung": Zu den Arbeiten, die in der Rathaus-Galerie gezeigt werden, gehört auch diese Aufnahme einer verlassenen Fabrik in der Annaburger Heide. Foto: Petra Breher

Seit einigen Jahren ist die künstlerische Leidenschaft erneut entflammt. Mit einem eigenen Atelier betreibt sie seit einigen Jahren ein Gewerbe als Fotografin. "Charakter und Ausdruck von Personen müssen getroffen werden", sagt sie, damit sich Personen wiedererkennen.

Hille Winkler, 1965 geboren, aufgewachsen in Lehrte und heute in Berlin lebend, hat ihr malerisches Repertoire als Meisterschülerin von Rosa Loy von der abstrakten Malerei hin zu mehr figürlicher Darstellung ausgeweitet. In den abstrakten Landschaften und den mit Menschen, Portraits und Tierdarstellungen bevölkerten Bildern nimmt sie immer wieder Bezug auf ihre emsländische Herkunft.

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