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Der Kulturbahnhof feiert Geburtstag

5+1 Jahr ist die Einrichtung alt. 3 Veranstaltungen standen an. 65 Kinder kamen zum Puppentheater. Daneben konnten Besucher das "Chronatic Quartet" und "Desimo. Zaubershow Kabarett" erleben.

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Puppenspieler Volker Schrills präsentierte Astrid Lindgrens "Michel aus Lönneberga".  Foto: Heinzel

Puppenspieler Volker Schrills präsentierte Astrid Lindgrens "Michel aus Lönneberga".  Foto: Heinzel

Volker Schrills erweckt seine Puppen zum Leben und erlebt so mit 65 Kindern die Abenteuer von „Michel aus Lönneberga“: Der 51-Jährige gab 2 Vorstellungen am Wochenende. Die Veranstaltungen gehörten zum Angebot des Kulturbahnhofs, der seinen 5.+1. Geburtstag feierte.

„Wir sind zufrieden mit dem Erfolg des Kulturbahnhofes“, sagte Christiane Hagemann. Sie erinnerte an etwa 80 Veranstaltungen aus unterschiedlichen kulturellen Bereichen im Jahr 2019. Die ursprünglich geplanten Feierlichkeiten im letzten Jahr mussten Corona-bedingt ausfallen. Daher gab es in diesem Jahr eine kleine Nachfeier. Neben dem Puppentheater traten das „Chronatic Quartet“ und „Desimo. Zaubershow Kabarett" in Cloppenburg“ auf.

7 Figuren hatte Volker Schrills am Wochenende dabei. Er selbst sei ein großer Astrid-Lindgren-Fan. Es seien tolle Geschichten, die sehr gut geschrieben seien. „Michel aus Lönneberga“, das ist ein kleiner Junge, der scheinbar nur Unfug im Kopf hat, aber es immer gut meint. Er sei einfach dicht dran am Alltag von Familien, befand Schrills. 

Das Gesicht des Puppenspielers ist in Cloppenburg nicht unbekannt. Schrills trat bereits einige Male in der Roten Schule auf. Sein eigentliches "Zuhauses" indes hat eine andere Farbe: In der Regel tritt er im „Blauen Haus“ in Krefeld auf.

Der 51-Jährige schätzt an seinem Beruf die Vielfalt. Er baue seine Bühnenbilder selbst, schnitze seine Figuren mit der eigenen Hand. Die Stücke erarbeitet er mit einem Regisseur. Und natürlich sei auch der Kontakt zum Publikum ein Plus des Jobs. Umso schöner sei, jetzt in Cloppenburg wieder vor Kindern spielen zu dürfen.

Doch es war nach der langen Pandemie-Pause anders als sonst. „Die Kinder waren sehr still“, sagt der Puppenspieler. Es werde sicher eine Weile dauern, bis sich dies wieder normalisiere. Das sehen auch Daniela Weinert und Christiane Hagemann vom Organisationsteam so. Dafür, dass es die erste Veranstaltung nach den Lockdowns war, sind sie mit dem Ergebnis zufrieden.

Voller Spielfreude: die Musiker des Chronatic Quartets. Foto: Frank DierksVoller Spielfreude: die Musiker des "Chronatic Quartets". Foto: Frank Dierks

Bereits am Abend zuvor erlebten 250 Zuhörer im Museumsdorf Cloppenburg das Konzert des „Chronatic Quartets“. Die Besucher drückten ihre Begeisterung über den Auftritt der 4 Musiker mit stehendem Applaus und den Rufen nach Zugaben aus. Die Künstler sprühten nur so vor Spielfreude. Das „Chronatic Quartet“ ließ Robbie Williams zu Vivaldi auf die Bühne steigen, Brahms begleitete Freddy Mercury und John Bon Jovi rockte mit Johann Sebastian Bach.  Spannende Geschichten und Comedy-Einlagen ergänzten die musikalischen Darbietungen.

Den Abschluss dieses Kulturwochenendes bildete „Desimo. Zaubershow Kabarett.“ Die 3 Veranstaltungen der „kleinen Hommage“ an den Kulturbahnhof bildeten den Auftakt für den Kultursommer in der Soestestadt. 10 Cloppenburger Kultureinrichtungen sind seit 2000 gemeinsam für das Programm verantwortlich. Bis zum 10. September werden noch viele weitere Veranstaltungen folgen; darunter ein Gastspiel von Jan Josef Liefers und seiner Band Radio Doria.

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