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"Der große Sommer": Bestsellerautor erzählt in Friesoythe über das Erwachsenwerden

Ewald Arenz ist in Nürnberg Gymnasiallehrer und schreibt in den Ferien und in seiner Freizeit. Auch sein neuestes Werk, das er im Kulturzentrum vorstellt, erobert die Bestsellerlisten.

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Erobert die Bestsellerlisten: Autor Ewald Arenz stellt in Friesoythe sein neuestes Werk vor. Copyright: Ewald Arenz

Erobert die Bestsellerlisten: Autor Ewald Arenz stellt in Friesoythe sein neuestes Werk vor. Copyright: Ewald Arenz

Frieder ist 16 Jahre alt und in der Findungsphase. Er provoziert gerne mal, probiert Alkohol und zieht mit seiner Schwester Agnes und seinem besten Freund Johann um die Häuser ihrer fränkischen Heimatstadt. Es ist Sommer, die Eltern fahren mit den jüngeren Geschwistern in den Urlaub, ihr Sohn bleibt beim eisernen und auf Disziplin Wert legenden Großvater, um zu büffeln. Zu schlecht seine Leistungen in der Schule und erneut ist die Versetzung gefährdet. Beim Opa soll sich der Enkel deshalb auf die Nachprüfung vorbereiten.

Wie und warum Frieder diese Ferien so nachhaltig geprägt haben, ließ Bestseller-Autor Ewald Arenz seinen Protagonisten in „Der große Sommer“ auf einem Friedhof wieder ins Gedächtnis rufen. Dort suchte Friedrich, so sein Geburtsname, Jahrzehnte später ein Grab und schweifte gedanklich in das Jahr 1981 zurück, als er als besagter Jugendlicher Freude und Glück, Tod und Enttäuschungen, Irrungen und Wirrungen erlebte, dabei zu neuen Erkenntnissen gelangte und „als ein Mann die Sonne aufgehen“ sah, um es mit Peter Maffays Mitte der 70er komponierten Worten zu sagen, als er sein erstes Mal beschrieb. An den damals für Aufsehen sorgenden Riesenhit „Und es war Sommer“ fühlt man sich angesichts Frieders Erfahrungen spontan erinnert. Allerdings: Im Gegensatz zum Rocksänger war "Sie" nicht 31, sondern gleich alt.

Der 56-jährige Autor ist Lehrer am Gymnasium in Nürnberg

Seinen 2021 erschienenen Roman stellt Ewald Arenz am 6. September (Dienstag) im Friesoyther Kulturzentrum „Alte Wassermühle“ vor. „Wunderbar humorvoll, berührend und klug“, zeigt sich Büchereileiterin und Diplom-Bibliothekarin Birgit Meyer-Beylage von der Geschichte über das Erwachsenwerden begeistert. Die Lesung wurde von der Büchereizentrale Niedersachsen vermittelt, Veranstalter sind der Kulturkreis Bösel Saterland Friesoythe und die Bücherei St. Marien.

Arenz stammt aus einer Künstlerfamilie, entschied sich nach dem Abitur zunächst für Jura, wechselte dann jedoch zu Anglistik, Amerikanistik und Geschichte. Er ist Lehrer am Johannes-Scharrer-Gymnasium in Nürnberg und lebt in der Nähe von Fürth. Einem breiten Publikum wurde der mehrfach ausgezeichnete Autor durch seinen Roman „Alte Sorten“, der innerhalb kürzester Zeit Bestseller-Status errang.

Seinem neuesten Werk ergeht es nicht anders und auf den insgesamt 310 Seiten spielt auch der vom Zweiten Weltkrieg geprägte Großvater eine nicht unwesentliche Rolle. Der Akademiker und Stiefopa, der die Großmutter aufnahm, heiratete und mit ihr vertraglich festlegte, dass er von ihren Kindern in Ruhe gelassen werde. Wie hart und unerbittlich ihn das Leben jedoch tatsächlich gemacht hat, erfahren die Zuhörer in der Lesung.

  • Info: Karten für die Lesung gibt es im Vorverkauf zum Preis von 10 Euro ab sofort in der Friesoyther Buchhandlung Schepers. An der Abendkasse kosten die Karten 12 Euro.

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