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Debüt-Album von "Jacob Fortyhands": Fünf Jungs, elf Songs und viel Melancholie

Die Lohner Band hat am Freitag den Longplayer "Caught up in Strange Ways" veröffentlicht. Ihr Sound hat sich im Vergleich zur EP verändert.

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Erster Longplayer: Die Lohner Band "Jacob Fortyhands" mit Lukas Heitmann, Hendrik Becker, Jakob Heitmann, Carsten Holzenkamp und Christoph Hinxlage (von links). Foto: Degenhardt

Erster Longplayer: Die Lohner Band "Jacob Fortyhands" mit Lukas Heitmann, Hendrik Becker, Jakob Heitmann, Carsten Holzenkamp und Christoph Hinxlage (von links). Foto: Degenhardt

Es gibt gute Phasen und es gibt schlechte Phasen. Die letzten beiden Jahre gehören in der Betrachtung der jüngeren Weltgeschichte wohl eher in die zweite Kategorie. Es gab wenig Frohsinn, wenig Abenteuer, wenig Unbeschwertheit – dafür viele Sorgen und viel Stillstand. Auch in der Kunst. Die Stille ist mittlerweile gewichen, das gilt auch für "Jacob Fortyhands". Die Lohner Indie-Pop-Band hat nach einer längeren Release-Pause Mitte Februar ihre Single "Feels Like Forever" veröffentlicht. In den kommenden Monaten folgten "What Is It?", "Patience" und "Twentysomething". Und jetzt, an diesem Freitag, ist das Debüt-Album mit dem Titel "Caught up in Strange Ways" ("Gefangen auf Irrwegen") erschienen.

Gefangen – das traf in der Hochzeit der Pandemie ja irgendwie auf alle zu. Die Situation hat auch die Musik von "Jacob Fortyhands" beeinflusst. Von Februar 2021 bis Februar 2022 wurde das Album produziert. "Das Jahr war irgendwie nicht so geil", sagt Sänger Lukas Heitmann rückblickend: "Man hat gute Phasen, man hat schlechte Phasen."

Es sei daher auch keine bewusste Entscheidung, sondern eher ein natürlicher Prozess, dass sich der Sound von "Jacob Fortyhands" ein bisschen verändert hat – was er auch weiterhin tun werde. Das Album mit seinen elf Songs ist musikalisch wesentlich ruhiger als etwa die Debüt-EP "A Life on the Chase for Gold", die 2020 veröffentlicht wurde und noch mit fröhlich-beschwingten Klängen daherkam.

Video zum Titelsong erscheint parallel zum Album

Lukas Heitmann beschreibt das neue Werk, das auf den gängigen Portalen gestreamt sowie auf verschiedenen Wegen als CD bestellt werden kann, als "sehr melancholisch" und im Verhältnis zur EP "deutlich introvertierter". Die Band, zu der neben Lukas (Gesang/Gitarre) dessen Bruder Jakob Heitmann (Bass), Carsten Holzenkamp (Schlagzeug), Hendrik Becker (Gitarre) und Christoph Hinxlage (Keyboard) gehören, hat zum Titelsong "Caught up in Strange Ways" auch ein Video aufgenommen, das parallel zum Album veröffentlicht wird. Produziert wurde es wie bei "Feels Like Forever" und "Patience" wieder von Joel Thum.

"Jacob Fortyhands" freut sich darauf, die einjährige Produktionsarbeit nun endlich präsentieren zu können. Der Prozess der Album-Erstellung verlief natürlich nicht linear. Nicht jeden Tag kam man voran, es gab auch hier gute und schlechte Phasen. "An einigen Stellen ist es manchmal etwas schwerer umzusetzen", beschreibt es Lukas. Umso glücklicher ist er darüber, dass es jetzt zum Release kommt. Er ist auch durchaus gespannt darauf, wie es ankommt, auch wenn das nicht das Wichtigste sei. "Wir wollten einfach etwas anderes machen", sagt er zum Musikstil, "wir wollten dieses Wagnis eingehen". Musikalisch habe sich die Band mit dem Album in jedem Fall weiterentwickelt.

Die neuen Songs will die Band natürlich auch live präsentieren. Am 8. Juli spielt "Jacob Fortyhands" im Kulturbahnhof Cloppenburg, dann folgen unter anderem das Lautfeuer Festival in Lingen (22. Juli) und das Rink-Festival in Melle (12./13. August).


Überblick:

  • Das Album "Caught up in Strange Ways"  ist das Debüt-Album der Lohner Band "Jacob Fortyhands".
  • Es ist ab dem 1. Juli verfügbar und kann als CD bei timezone-records.shop, Amazon, jpc.de und weltbild.de bestellt werden.
  • Das Album kann zudem bei Spotify, Apple Music und Deezer gestreamt werden.
  • Tracklist:
    1. Caught up in Strange Ways
    2. Feels Like Forever
    3. New Wave
    4. Patience
    5. The Grand Escape
    6. Twentysomething
    7. What is it?
    8. Good Intentions
    9. More than a Mood
    10. What I already know
    11. Hit the Wall

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