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„Davy's On The Road Again“ in Vechta

Manfred Mann's Earth Band begeistert Fans bei Konzert mit perfektem Zusammenspiel und großartigen Soli. Sie können es einfach.

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Der Leader, sein Sänger, der Drummer: Robert Hart (links), seit 2011 in der Band, und Manfred Mann (Mitte) sowie John Lingwood am Schlagzeug harmonierten in den Vechtaer Hallen perfekt. Und sie hatten sichtlich Spaß an ihrer Musik. Foto: Wenzel

Der Leader, sein Sänger, der Drummer: Robert Hart (links), seit 2011 in der Band, und Manfred Mann (Mitte) sowie John Lingwood am Schlagzeug harmonierten in den Vechtaer Hallen perfekt. Und sie hatten sichtlich Spaß an ihrer Musik. Foto: Wenzel

Und er kann es noch: Auch mit 79 Jahren hat Manfred Mann kein Problem, zusammen mit seiner Earth Band eine Halle zu rocken. So wie am Freitagabend, als die fünf Musiker – neben Manfred Mann himself am Keyboard die beiden Gitarristen und Sänger Robert Hart und Mick Rogers, Bassist Steve King und Drummer John Lingwood – Glanz in den Vechtaer Hallen verbreiteten.

Pünktlich ging es los, Schlag 20 Uhr standen die Herren auf der Bühne. 105 Minuten spielten sie durch, nur eine winzige Pause vor den beiden Zugaben. Wie immer hielt sich die Konversation mit dem Publikum in Grenzen. Dafür ist Manfred Mann's Earth Band nie bekannt gewesen, und das werden die Musiker wohl auf ihre mehr oder minder alten Tage nicht mehr ändern. Erst nach dem etwas langsameren „Stronger Than Me“ wandte sich der in viele musikalische Richtungen stimmgewaltige und ausdrucksstarke Robert Hart an die Fans, fragte auf Deutsch „Wie geht's?“, um gleich darauf zuzugeben: „Mein Deutsch ist leider nicht so gut.“

Aber um sein Deutsch zu hören, dürfte kaum jemand aus dem Publikum in die Vechtaer gekommen sein. Fans von Manfred Mann's Earthband Band schätzen die Power, mit der die Band auf der Bühne agiert. Und sie wollen die Klassiker hören, die die Gruppe selbstredend bietet. Ob „Father Of Day, Father Of Night“, „Martha's Madman“, „Davy's On The Road Again“ oder „Blinded By The Light“ – das Publikum sang mit, klatschte stellenweise den Takt mit und erfreute sich an den großartigen Soli eines Mick Rogers oder Manfred Mann und an den Parts, bei denen sich die Urgesteine der Band – Mick Rogers war 1975 ausgestiegen, aber 1983 zurückgekehrt – gegenseitig die Töne zuspielten und als Duett bewiesen, dass sie wie ein vertrautes Ehepaar bestens harmonieren.

Denn es sind in der Tat diese ganz besonderen Momente des Konzerts, wenn Manfred Mann hinter seinem Keyboardturm hervor kommt, sich von einem Roadie ein Keyboard umhängen lässt und ins Rampenlicht tritt, um solo wie „Davy's On The Road Again“ oder wie bei „Father Of Day, Father Of Night“ und auch schon beim Opening- Song mit Rogers zusammen zu brillieren. Der Gitarrist wiederum demonstrierte etwa bei seinem Solo bei „Martha's Madman“ höchst eindrucksvoll, dass er trotz seiner inzwischen 73 Jahre noch immer ein genialer Meister seines (Gitarren-)Fachs ist. Selbstredend, und darauf ist bei Manfred Mann's Earth Band Verlass wie auf das Amen in der Kirche, endete das Konzert mit „The Mighty Quinn“, das mit einem langen Intro begann, in das Manfred Mann zur Überleitung in den eigentlichen Song die Anfangstöne einstreute. Und ganz zu Beginn kam John Lingwood endlich zu seinem Solo – es war großartig wie das gesamte Konzert.

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