Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Das Leben ist ein Ponyhof

Meine Woche: Vom Urlaub auf einem Reiterhof.

Artikel teilen:

Das Leben ist kein Ponyhof. Denkste! Dass dieser Phraseologismus längst überholt ist, hat mir nun mein Urlaub mit der Familie an der Nordseeküste bewiesen. Ja, ich, der am liebsten auf den Malediven tauchen würde oder von einem Surfbrett an irgendeinem Strand in Südfrankreich träumt, habe tatsächlich das für mich eigentlich unvorstellbare Abenteuer gewagt: Ich habe Ferien auf dem Ponyhof gemacht. Bei einer im höchsten Maße „Bibi und Tina“-vernarrten Tochter muss man eben Prioritäten setzen.

Die Vorteile überwiegen klar: Bis dato war ich mit Sicherheit kein großer Fan von Pferden. Zwar hat die Natur, wenn es um den Begriff Ästhetik und um das majestätische Auftreten einer Tierart geht, mit großer Gewissheit an Rösser gedacht. Doch ein Oberschenkel so breit wie der Kotflügel eines Geländewagens verbunden mit einem riesigen - ja, wenn nicht aus meiner Sicht gigantischen - Huf hat mir dann doch immer gewaltigen Respekt eingeflößt und meinerseits für einen Mindestsicherheitsabstand in einem 15-Meter-Radius gesorgt. Ergo: Zu groß, zu kräftig, zu unberechenbar. Doch das ist jetzt Schnee von gestern. Man mag es sich kaum vorstellen: Nun weiß ich sogar, was eine Trense ist, wie ein Steigbügel richtig funktioniert und warum es wichtig ist, ein Pferd zu putzen, bevor man es sattelt, obwohl ich selbst gar nicht drauf saß.

Außerdem - und das ist entscheidend - haben mir nicht zuletzt die täglichen, souveränen Reitstunden meiner mutigen Vierjährigen gezeigt, dass man vor den großen Tieren zwar Respekt, aber wahrlich keine Angst haben muss. Und so bleibt zum Schluss: Manchmal ist das Leben eben einfach nur ein Ponyhof.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Das Leben ist ein Ponyhof - OM online