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„Das Kreuz öffnet den Blick zum Himmel“

Teresa Oehmen und Sarah Ahlers aus Vechta. Südoldenburger und ihre Gedanken zu Kreuz und Christentum: Das ist der Stoff der Serie „Mut zum Kreuz“.

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Teresa Oehmen (23), gebürtig aus Lengerich und Sarah Ahlers (22) aus Nordenham studieren im sechsten Semester Germanistik und Katholische Theologie an der Universität Vechta. Nach ihrem Bachelor wollen sie Grundschullehrerinnen werden. In der Kirche am Campus, wo sie in einer WG zusammen wohnen, dominiert ein raumhohes Glaskreuz des Künstlers Günter Grohs aus Werningerode die Stirnwand der kleinen Kirche. Mit ihm verbinden beide viel.

Theresa erzählt, „das Kreuz hat für uns eine ganz tolle Form. Es ist aus blauen und gelben Bleiverglasungen gestaltet und beherrscht die ganze Wand. Es steht nicht frei, sondern ist Teil der Wand. Je nach Sonnenstand wirken seine Farben immer wieder anders. Unterhalb des Querbalkens ist es in das Mauerwerk eingelassen, oberhalb des Querbalkens gibt Fensterglas den Blick in den Himmel frei. Der Tabernakel mit den Hostien ist in das Kreuz integriert. Besser kann man das Wort vom Leib Christi gar nicht umsetzen. Das Fensterkreuz steht bei den Studenten für Gemeinschaft. Das Kreuz schließt das ganze Gebäude ein – Kapelle, Café, Seminarräume und Wohnungen. Es umfasst uns alle. Es schaut von oben auf uns herab und beschützt uns. Das ist wie ein permanenter göttlicher Segen.

Als ich neu hier war und mal Besuch von meinen Eltern hatte, habe ich ihnen die Kapelle und das sonnendurchflutete Kreuz gleich gezeigt. Sarah und mich verbindet das Kreuz sehr, da wir hier eine gute Freundschaft gefunden haben. Hier habe ich Sarah kennen gelernt, als wir beide mit dem Studium angefangen haben. Wir teilen uns eine der drei Wohngemeinschaften im ersten Stock der „Kirche am Campus“ und verstehen uns sehr gut.“

Für Sarah Ahlers „steht die Farbe Blau im Kreuz für das Göttliche. Es macht einen fröhlichen Eindruck und wirkt beruhigend. Für mich strahlt die gelbe Farbe im Kreuz Wärme aus. Wenn man den Raum betritt, nimmt es einen gleich auf. Es stört mich auch nicht, dass es keinen Corpus hat. So kann ihn sich jeder selbst vorstellen.

Je nach Tageszeit und Sonnenstand sieht das Kreuz anders aus. Wir kennen mehr die Abend- als die Morgensonne, denn wir sind öfter zu Abendmessen in der Kirche. Auch von außen sieht man es gut im Vorbeigehen. Die moderne Kapelle gefällt mir insgesamt sehr. Sie ist freundlich und offen gestaltet, ruhig, schattig und doch lichtdurchflutet. Und die beiden oberen großen Fenster über dem Kreuz eröffnen den Blick in den göttlichen Himmel. Wenn nicht gerade zu viele Wolken da sind.“

Fakten

  • 24. September: Maria Heinze, JVA Frauen, Vechta.
  • „Mut zum Kreuz!“ ist ein Projekt der Kardinal-von-Galen Stiftung Burg Dinklage, der OV und der Münsterländischen Tageszeitung in Cloppenburg.
  • Anlass für das Projekt sind der 70. Todestag des Seligen Clemens August Kardinal von Galen im März 2016 und die Rückschau auf den Kreuzkampf im Oldenburger Münsterland vor 80 Jahren.
  • Der 1878 auf Burg Dinklage geborene Kardinal predigte gegen die Euthanasie-Morde der Nazis. Im Kreuzkampf protestierten 1936 Südoldenburger öffentlich und mit Erfolg gegen die von den Nazis angeordnete Entfernung der Kreuze aus katholischen Konfessionsschulen.
  • Seit dem 18. September sind die Bilder in einer Ausstellung auf Burg Dinklage zu sehen.
  • Im November erscheint ein Buch zum Thema.
  • „Mut zum Kreuz!“ wird unterstützt von der LzO und der CEWE-Gruppe in Oldenburg.

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