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Dammer Stadtmuseum hat wegen Corona eine magere Bilanz

An 73 geöffneten Tagen zählte das Haus 423 Besucher - trotz einer neuen Sonderausstellung.

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Bleiben verschlossen: Wegen der Corona-Pandemie ist ein Besuch des Stadtmuseums derzeit nicht möglich. Foto: Friemerding

Bleiben verschlossen: Wegen der Corona-Pandemie ist ein Besuch des Stadtmuseums derzeit nicht möglich. Foto: Friemerding

Mit großen Erwartungen hatten die Mitarbeiter des Dammer Stadtmuseums im alten Bahnhof das Jahr 2020 begonnen. "Denn es sollte möglichst bis Ostern eine neue Sonderausstellung eröffnet werden, damit die Besucherzahlen wieder deutlich in die Höhe schnellten", heißt es in einer Mitteilung des Leiters des Hauses, Wolfgang Friemerding. "Doch diese Hoffnung trog schon bald. Denn mit der Schließung zur ersten Corona-Welle im März hatte zwar das Team mehr Zeit zur Vorbereitung, aber an eine feierliche Eröffnung mit vielen Gästen war nicht zu denken."

Auch als Mitte Mai die Museen wieder öffnen durften, sei das nur unter strengen Auflagen möglich gewesen. In der Hoffnung, dass die Infektionszahlen soweit sinken, dass ein öffentlicher Auftakt der Sonderausstellung möglich wurde, habe das Team schließlich den Zugang zu "US-Auswanderung aus Damme im 19. Jahrhundert" bis zum 12. Juli hinausgezögert. Ab diesem Sonntag konnten laut der Mitteilung nur jeweils 10Besucher gleichzeitig in die ehemalige Frachtgüterhalle, wo sich die neue Ausstellung befindet. Mithilfe von laminierten Nummern regelten die Museumsmitarbeiter, abgesehen von anderen Hygiene-Maßnahmen, den Besucherverkehr. Die öffentliche Resonanz sei allerdings nicht wie erhofft gewesen, wiewohl der Zuspruch zu Thema und Präsentation durch die Museumsgäste sehr erfreulich blieb, teilte Wolfgang Friemerding mit.

Die erneute Schließung war der bedauerliche Schlusspunkt

Bereits verabredete oder eventuell beabsichtigte Führungen hätten zwar stattgefunden, seien aber bei geringer zugelassener Personenzahl für anfragende Gruppen nicht infrage gekommen. Es sei bei nur 9Führungen. Zudem musste auch der erläuternde illustrierte Vortrag von Wolfgang Friemerding im Oktober zur Auswanderung und zur Sonderausstellung ersatzlos abgesagt werden. "Den bedauerlichen Schlusspunkt bildete dann die verordnete Schließung ab 1. November", bilanziert der Museumsleiter.

Insgesamt war das Stadtmuseum 2020 nur an 73 Tagen geöffnet und zählte dabei 423 Besucher. 75 Prozent von ihnen erschienen zudem in den 4 Monaten nach der Sonderausstellungseröffnung.

Weiterhin verkauft das Stadtmuseum Medien, insbesondere zur Regionalliteratur. Dabei erwiesen sich die Biografie des Auswanderers Johann Bernard Stallo, die Klassiker "Dammer Eisenerzbergbau" und "Damme in Weltkrieg und Folgezeit" sowie das hoch- und plattdeutsche "Trine & Mücke" als die meistverkauften Bücher. Derzeit ist eine Lieferung per Post oder nach Vereinbarung möglich.

  • Info: Die weit über 50 Medien sind auf der Homepage des Stadtmuseums unter www.heimatverein-damme.de und dem Link "Bücher und weitere Medien" einsehbar. Bestellungen sind auch per E-Mail unter stadtmuseum.damme@outlook.de oder per Telefon bei Wolfgang Friemerding unter 05491/4622 möglich.

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