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Cloppenburger Kulturbahnhof hegt Vorfreude

Das Team der Einrichtung ruft Freunde des Hauses zu einer Online-Umfrage auf. Alle sehnen den Start der Kultur herbei.

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Meinung des Publikums ist gefragt: Mit einer anonymen Umfrage möchte das Team des Kulturbahnhofs Stimmen über ein mögliches Öffnungskonzept einholen.Foto: Hermes

Meinung des Publikums ist gefragt: Mit einer anonymen Umfrage möchte das Team des Kulturbahnhofs Stimmen über ein mögliches Öffnungskonzept einholen.Foto: Hermes

Beim Team des Kulturbahnhofs Cloppenburg keimt Hoffnung auf: Wenn es nach dem Willen von Veranstaltern, Verbänden und Wissenschaftlern geht, sollen bald schon Großveranstaltungen möglich sein. Dazu wurde ein Drei-Stufen-Konzept erarbeitet, das im Kulturbahnhof im „Basis-Konzept“ eine Auslastung von 25 bis 30 Prozent erlauben würde, wenn ein Hygiene-, Lüftungs- und Infektionsschutz-Konzept vorhanden ist.

Tickets zur Veranstaltung müssten personalisiert und beim Einlass zusammen mit dem Ausweis kontrolliert werden. Die Besucher müssten medizinische Masken tragen und auf Getränke und Pausensnacks verzichten – klinischer Kunstgenuss mit begrenztem Restrisiko.

Das Team des Kulturbahnhofs interessiert sich in diesem Zusammenhang für die Meinung seiner Zuschauer. Was würden diese von einem solchen Konzept halten, um wieder Veranstaltungen miterleben zu können? „Bitte sagen Sie uns Ihre Meinung und nehmen Sie an einer kurzen anonymen Umfrage teil“, wünschen sich die Kulturmacher.

Kleinere Kulturstätten können Anforderungen nicht komplett erfüllen

Das „Maximal-Konzept“ werde für den Kulturbahnhof kaum umsetzbar sein, weil Besucher einen Antigen-Test vor der Veranstaltung machen müssen und eine digitale Kontakt-Nachverfolgung möglich sein muss. Dann wäre sogar Vollauslastung des Theaters erlaubt. Solange dafür aber keine geeignete App verfügbar ist, bleibe das „wohl Wunschdenken für kleine Kulturstätten“.

Obwohl es inzwischen wissenschaftliche Untersuchungen gebe, die bewiesen, dass Theater wegen der hohen Räume und des mehrfachen Luftaustauschs in jeder Stunde kaum ein Infektionsrisiko darstellten, halte das ­Robert-Koch-Institut (RKI) an seinem Konzept fest, obwohl auch das Institut selbst bestätige, dass Theater nur ein „niedriges bis moderates“ Risiko einer Ansteckung hätten.

Angesichts wieder steigender Inzidenzwerte, die schon seit Tagen über 100 liegen, werde es „wohl noch eine ganze Weile dauern, bis wir Sie wieder im Kulturbahnhof begrüßen dürfen“, ist man überzeugt.

Team will nichts unversucht lassen

Trotzdem wolle das Team nichts unversucht lassen, Kunst und Kultur wiederzubeleben. Denn das nahende frühlingshafte Wetter lade dazu ein, mehr Zeit draußen zu verbringen. Dort sei die Ansteckungsgefahr geringer, wenn man sich nicht längere Zeit direkt gegenübersteht. Das sei bei einer Theatervorstellung jedoch nicht der Fall, weil alle Besucher auf die Bühne schauten.

Nun wollen die Veranstalter auch ausloten, ob Veranstaltungen im Freien möglich sind. Bis dahin werde die Stadt Cloppenburg versuchen, in Form einer Kampagne, unter anderem mit Plakaten, unter dem Titel „#Vorfreude“, eben diese zu schaffen und für gute Laune zu sorgen. Bekannte Cloppenburger werden berichten, worauf sie sich in der nächsten Zeit besonders freuen. Kommentare in den Sozialen Netzwerken sollen zudem durch die Teilnahme an einem Gewinnspiel belohnt werden.

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