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Capitol-Kino in Lohne erhält Preis für hervorragendes Programm

Nordmedia hat das Filmtheater ausgezeichnet. Es ist eine gute Nachricht in schweren Zeiten. Denn die Prognose ist angesichts von Corona, Energiekrise und Mindestlohn eher sorgenvoll.

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Ausgezeichnet: (von links) Jochen Coldewey (Nordmedia), Lydia Stuntebeck und Dieter Straßenburg (Capitol-Kino), Dr. Jörg Mielke (Niedersächsische Staatskanzlei) und Mike Schmidt (Samtgemeindebürgermeister Nenndorf). Foto: Nordmedia / Marie-Christin Pratsch

Ausgezeichnet: (von links) Jochen Coldewey (Nordmedia), Lydia Stuntebeck und Dieter Straßenburg (Capitol-Kino), Dr. Jörg Mielke (Niedersächsische Staatskanzlei) und Mike Schmidt (Samtgemeindebürgermeister Nenndorf). Foto: Nordmedia / Marie-Christin Pratsch

Für die Gestaltung eines hervorragenden Jahresfilmprogramms ist das Capitol-Kino in Lohne von Nordmedia, der Mediengesellschaft der Bundesländer Niedersachsen und Bremen, mit dem Kinoprogrammpreis in der Kategorie gewerbliche Filmtheater ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Die Verleihung fand jüngst in den Phoenix Kurlichtspielen in Bad Nenndorf statt.

Nordmedia zeichnete 66 gewerbliche und nichtgewerbliche Filmtheater und Spielstellen aus. "Niedersachsen und Bremen verfügen über eine großartige Vielzahl engagierter Programmkinos. Gerade jetzt, da die Kinos alles daran setzen müssen, ihr Publikum vom Sofa wieder in die Säle zu holen, können diese Auszeichnungen eine willkommene Marketingunterstützung sein", sagte Nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer.

Das Koki im Central Cineworld in Diepholz und das Schauburg Cineworld in Vechta erhielten gemeinsam einen Preis für die Gestaltung einzelner hervorragender Filmsonderprogramme und Programmreihen in der Kategorie gewerbliche Filmtheater. Die Auszeichnung ist mit 2500 Euro dotiert.

Corona-Regeln gelten nicht mehr in den Kinos

Lydia Stuntebeck, stellvertretende Geschäftsführerin des Capitol-Kinos in Lohne, zeigt sich auf Anfrage stolz über den Preis, der vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie besonders zu bewerten sei. In früheren Fällen sei das Lohner Kino meistens nur für seine Filmreihen – "Der besondere Film", als Kommunales Kino (Koki) durch die Stadt gefördert, und das Malteser-Filmcafé – prämiert worden.

Corona-Regeln gelten in diesem Sommer nicht mehr in den Kinos. Trotzdem steht die Pandemie weiterhin im Fokus bei den Planungen der Kinobetreiber. Stuntebeck sagt, dass vor Beginn der starken Kinosaison im Herbst in der Branche durchaus Angst vor neuen Beschränkungen wie einer Maskenpflicht, der Kontrolle von Impfnachweisen oder der Reduzierung der Sitzplätze vorherrsche.

" Wir wollen aber bis auf Weiteres versuchen, unsere Vorstellungszeiten zu halten."Lydia Stuntebeck, stellvertretende Geschäftsführerin des Capitol-Kinos in Lohne

Derzeit verzeichnet das Lohner Filmtheater nach Angaben von Stuntebeck eine zufriedenstellende Auslastung. Sie gibt jedoch auch an, dass spürbar sei, "dass sich die Leute eher die Blockbuster aussuchen und die ‚normalen‘ Filme deutlich schlechter laufen". Aus ihrer Sicht hängt dies aber vor allem mit dem derzeitigen Überangebot an Events zusammen. "Es muss viel nachgeholt werden."

Angesichts steigender Energiekosten gibt Stuntebeck an, dass zumindest Gedankenspiele über eine Reduzierung der Öffnungszeiten bestehen. "Wir wollen aber bis auf Weiteres versuchen, unsere Vorstellungszeiten zu halten", sagt sie.

Durch eine neue Heizungsanlage, die jüngst installiert wurde, agiert das Capitol-Kino jetzt deutlich energieeffizienter. Stuntebeck kündigt an, dass die Temperatur in den Kinosälen im Winter voraussichtlich um 1 bis 2 Grad abgesenkt werde. "Es soll aber niemand frieren."

Worst Case wäre die Ausrufung der Notfallstufe

Durch die Umrüstung auf LED-Technik in allen Kinosälen sieht die stellvertretende Geschäftsführerin das Capitol-Kino in puncto Energiesparen schon gut aufgestellt. 2023 folgt zudem die Installation einer Photovoltaikanlage, die mehr Unabhängigkeit bringt. Das Worst-Case-Szenario wäre für Stuntebeck, wenn der Bund die Notfallstufe des "Notfallplans Gas" ausruft – "und die Kultur erneut hinten rüberfällt".

Die stellvertretende Capitol-Geschäftsführerin treibt auch die Anhebung des Mindestlohns um, der zum 1. Oktober auf 12 Euro brutto die Stunde steigt. Da in der Kinobranche traditionell viele Aushilfen eingesetzt werden, sei dies schon "echt heftig", urteilt Stuntebeck.

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